Friedhofsmauer - Bericht vom 14.12.2015

 

 

Es ist doch recht brenzlig geworden mehr

Kolping sammelt Christbäume

Toll: Kolping sammelt Christbäume

Es ist mittlerweile schon eine lange und gute Tradition, dass die Mitglieder der Kolpingsfamilie Schmidmühlen nach der Weihnachtszeit die Christbäume einsammeln. Denn: Alle Jahre wieder, kommt nicht nur Weihnachten, im „Handumdrehen“ sind die Weihnachtsfeiertage und damit auch die Zeit des Christbaums vorbei. Auch in diesem Jahr rückte die Kolpingsfamilie zu diesem Servicedienst aus. In verschiedenen Gruppen schwärmten die Aktiven mit PKW und Anhänger aus, um die Bäume aufzuladen, zum Wertstoffhof zu transportieren und im Grüncontainer abzulagern. Heuer meinte es Petrus mit den Mitgliedern der Kolpingsfamilie mit dem Wetter gut, die Temperaturen waren durchaus akzeptabel. Das war in manchen Jahren schon mal anders, als man bei deutlichen Minusgraden unterwegs war. Dieser Christbaumsammeldienst ist eine tolle Sache, zumal die Spenden für die Jugendarbeit der Kolpingsfamilie verwendet werden. Nicht fehlen darf heuer der ebenso traditionelle Kinderfasching. Heuer lädt die Kolpingfamilie am Sonntag, 24.1. zum Kinderfasching ins Dorfgemein- schaftshaus nach Winbuch ein. Einlass ist um 14 Uhr, Beginn um 14.30 Uhr. Auf die jungen Faschings- jecken warten tolle Spiele, schöne Preise und fetzige Musik. Die Kinder- und Jugendgarde wird ebenfalls für Stimmung sorgen. Der Eintritt kostet für Kinder 1,50 Euro, für Erwachsene 2,50 Euro. (ajp)

 

 

Foto ajp zeigt die fleißigen Helfer der Kolpingfamilie

 

Nachbarschaftshilfe Schmidmühlen beginnt am 04.10.2015

Im Markt Schmidmühlen wurde mehr

 

hier gehts zum Flyer

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Bauhof - neues Schneeräumschild

14.12.2015 - von Paul Böhm

 

Kommt der Schnee oder kommt er nicht? Der Markt Schmidmühlen ist gut darauf vorbereitet, die Zeit ist da. Für ein neues Räumschild hat der Markt gut 8.000 Euro ausgegeben, um den Anforderungen des Winterdienstes gerecht zu werden.

Das alte Räumschild entspricht nach knapp 25 Jahren Winterdienst nicht mehr den Anforderungen neuer Schneeräumtechnik. Bestückt wird in Schmidmühlen der Kommunaltraktor mit dem neuen Schneepflug. Übergeben wurde das neue Räumschild an die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes mit Einweisung und Bedienung vom kommunalen Verkaufsberater der Baywa für die nördliche Oberpfalz Tobias Ostermaier.

Etwa 150 Tonnen Streusalz sind beim Markt Schmidmühlen eingelagert. "Aber jeder Tag ohne Schnee und Eis spart uns viel Geld", meinte Bürgermeister Peter Braun. Denn pro Jahr gibt der Markt Schmidmühlen für einen Durchschnittswinter knapp 60.000 Euro aus.

 

 

 

Markt ehrt Sportler

23.11.2015 von Josef Popp

Zwei Vereine standen heuer bei der Sportlerehrung des Marktes Schmidmühlen im Fokus der Öffentlichkeit: Die Tischtennisabteilung der Sportgemeinschaft und die Sportschützen. Einzelsportler und verschiedene Mannschaften beider Verein konnten im nun langsam zu Ende gehenden Jahr verschie- dene Siege oder Meisterschaften erringen. Bei einem Festakt im Oberen Schloss ehrte der Markt Schmidmühlen diese Sportler für ihre erfolgreich absolvierten Wettkämpfe und Meisterschaften. Seit einigen Jahren gehört es zu den guten Gepflogenheiten im Markt Schmidmühlen, zum Jahresende erfolgreiche Sportler zu ehren. Grundlage hierfür ist eine Ehrensatzung des Marktes, welche die Ehrungen im Einzelnen regelt. Und wie es sich auch schon in den letzten Jahren immer wieder zeigte, gibt es Jahr für Jahr Einzelsportler oder Mannschaften in Schmidmühlen, die sehr erfolgreich bei regionalen oder überregionalen Wettkämpfen abschneiden. Der Markt Schmidmühlen verfügt über ein breites Sportangebot, das unterschiedliche Interessen vieler Bürger abdeckt. Für dieses sportliche Angebot zeichnen in erster Linie der Golf- und Landclub, die drei Schützenvereine in der Gemeinde, der Skiclub, die Sportgemeinschaft mit den Abteilungen Tischtennis und Volleyball und der Sportverein verantwortlich. Nicht zu vergessen ist der Fischereiverein, der die Möglichkeit des Sportfischens ermöglicht, aber auch ein Verein wie der Kulturverein, der regelmäßig zu Wanderungen aufbricht. Es ist eine bunte Mischung aus Leistungs- und Breitensport, die es im Markt Schmidmühlen gibt. Das Angebot reicht von Kinder- und Jugendsport bis hin zu den Senioren. Zur diesjährigen Sportlerehrung war das Rathaus auch heuer wieder voll mit Sportlern, Funktionären, Markträten und Eltern besetzt. Unter ihnen auch die Vereinsvorsitzenden der erfolgreichen Vereine, Peter Meyer (Abteilungsleiter Tischtennis der Sportgemeinschaft) sowie Josef Popp (1. Schützenmeister der Sportschützen e.V.). In seiner Laudatio betonte Bürgermeister Peter Braun die positive Wirkung des Sports, der einerseits der Gesundheit und dem Wohlbefinden nützt, andererseits aber auch den anderen ein spannendes Freizeitvergnügen bringt. Er vergaß aber auch nicht, an die „Teams hinter den Kulissen zu erinnern und ihnen zu danken. Peter Braun: „Erfolg im Sport verdankt sich aber auch dem Team, das hinter dem Sportler steht, den Trainern und Betreuern, den Funktionsträgerinnen und -trägern in den Vereinen. Denn sie vermitteln das nötige Know-how, sie spornen an und motivieren. Ohne Trainer und Betreuer, ohne die Basisarbeit eines Vereins läuft heute nichts mehr, resümierte Peter Braun. Die Verleihung der Ehrenurkunden an die erfolgreichen Einzelsportler und Teams war schließlich sicher ein echter Höhepunkt im Sportjahr 2015. Zum Abschluss schloss sich ein kleiner Sektempfang an. (ajp)

 

Die geehrten Sportler – Einzelwertung und Mannschaftswertung


Sportgemeinschaft, Abteilung Tischtennis
Kreismeisterschaft Einzelwertung – Ehrenurkunde in Bronze
Martin Tyl: Sieger im Herrendoppel Spielklasse Herren D
Jürgen Roggenhofer: Sieger im Herrendoppel Spielklasse Herren D
Peter Meyer: Sieger im Herrendoppel Spielklasse Herren C
Peter Meyer: Sieger im Herreneinzel Spielklasse Herren C
Matthias Wiesner: 1. Sieger bei der Kreisminimeisterschaft, Altersklasse II


Sportschützen e.V.
Ehrungen für Landkreismeisterschaft – Ehrenurkunde in Bronze
Luftgewehr Einzelwertung
Torsten Flieder: 1. Platz 192 R Schüler männlich
Laura Baumann: 1. Platz: 182 R. Schüler weiblich
Selina Schambeck: 1. Platz 368 R. Jugend weiblich
Susanne Koller: 1. Platz: 374 R Junioren A weiblich
Bastian Schambeck: 1. Platz: 379 R. Junioren B männlich

Ehrungen für Landkreismeisterschaft – Ehrenurkunde
Luftgewehr Mannschaftswertung
Damenklasse: 1. Platz: Damen I 1093 R. (Angelika Hüttner - Lisa Höllriegl - Kathrin Wein)
Schülerklasse: 1. Platz: Schüler I 527 (Torsten Flieder - Laura Baumann - Sebastian Reheis )

Ehrung: Shooty – Cup des Deutschen Schützenbundes – Ehrenurkunde Ausscheidung des Oberpfälzer Schützenbundes
Schüler I: 1. Platz (Laura Baumann 189 R. und 190 R., Torsten Flieder 184 R./180 R. Sebastian Reheis 155 R. / 143 R)

Rundenwettkampf Schützengau Amberg – Ehrenurkunde in Bronze
Luftgewehr Einzelwertung
Torsten Flieder: Schüler männlich 1. Platz, 1078 R.

Rundenwettkampf Schützengau Amberg – Ehrenurkunde
Luftgewehr Mannschaftswertung
Schülerklasse: 1. Platz: 2921 Ringe

Gaumeisterschaft 2015 – Ehrenurkunde in Bronze
Luftgewehr Einzelwertung
Selina Schambeck: 1. Platz 356 R. Jugend weiblich

Gaumeisterschaft 2015 – Ehrenurkunde
Luftgewehr Mannschaftswertung
Schüler I: 1. Platz 471R.
Jugend I: 1. Platz 712 R.

Bayerische Meisterschaften des Oberpfälzer Schützenbundes – Ehrenurkunde in Bronze
Gisela Hüttner: 3. Platz 344 R., Damenaltersklasse
(ajp)

 

Foto: ajp zeigt die erfolgreichen Sportler mit Bürgermeister Peter Braun rechts sowie seinen beiden Stellvertretern Eva Eichenseer und Martin Bauer, links 1. Schützenmeister Josef Popp und TT – Abteilungsleiter Peter Meyer

 

 

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Breitbandausbau kann beginnen

v.l. Finanzminister Dr.Söder, Verwaltungsrat Gawlista, Staatssekretär Füracker
v.l. Josef Markl und Stefan Hanke je Telekom und Bürgermeister Peter Braun

Der erste Abschnitt vom Breitbandausbau in Schmidmühlen kann beginnen.

Am 13.10.2015 erhielt Geschäftsleiter Gawlista den Förderbescheid des Freistaates Bayern aus den Händen von Finanzminister Dr. Söder überreicht.

Darin wird dem Markt eine Zuwendung von 549.253,00 € bewilligt, das entspricht - hinzugerechnet 5.000,00 € als bereits ausgezahltes Startgeld - 90 % der von der Dt.Telekom angesetzten Wirtschaftlichkeitslücke von 615.837,00 €.

 

De Entscheidung für den schnellen Internetausbau in Schmidmühlen ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau in Schmidmühlen bekommen 1.014 Haushalte können dann Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s (Megabit pro Sekunde) nutzen. An einigen Adressen wird die Glasfaser direkt ins Haus verlegt werden (FTTH), dadurch sind Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s möglich. Bei der Telekom laufen derzeit die Ausschreibungen. Ausbaubeginn ist im Frühjahr 2016

 

Im Gemeindebereich wird die Telekom rund 21 Kilometer Glasfaser verlegen und 12 Multifunktionsgehäuse neu aufstellen oder mit modernster Technik ausstatten, war bei den Vorgesprächen zur Vertragsunterzeichnung zu hören.

Das neue Netz wird ab November 2016 so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Der Markt Schmidmühlen und die Telekom haben dazu im Nov. 2016 den Vertrag unterzeichnet.

„Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite. So ermöglichen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern in Kürze den begehrten Zugang zum schnellen Internet“, sagte Bürgermeister Peter Braun.

„Für Arbeitnehmer mit Home Office, Selbstständige und unsere Unternehmen bringt höheres Tempo enorme Vorteile. Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil, der sich auch positiv auf den Wert einer Immobilie auswirkt.“

 

„Wir danken dem Markt Schmidmühlen für das entgegengebrachte Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen“, sagten Stefan Hanke, Infrastrukturvertrieb Telekom Deutschland und Josef Markl, Telekom Technik zu. „Wir versorgen Schmidmühlen mit der neuesten Internet-Technik und machen den Markt damit zukunftssicher.“

 

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Gleichzeitig wird eine Firma für die Tiefbaumaßnahmen ausgesucht, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Kabel verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolgt der Anschluss ans Netz der Telekom. In der Regel vergehen zwischen dem Vertragsabschluss und der Buchbarkeit der Anschlüsse nur zwölf Monate.

 

Für einen zweiten Abschnitt, in dem dann auch noch andere Ortsteile versorgt werden sollen, läuft derzeit noch das Ausschreibungsverfahren.

 

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Verleihung der Sportabzeichen 2015 – Schmidmühlen bewegt sich

23.11.2015 von Johann Bauer

In einem feierlichen Rahmen hatte der Markt Schmidmühlen in das Rathaus eingeladen.

Erster Bürgermeister Peter Braun gratulierte allen Teilnehmern, die mit Erfolg die Prüfungen zum Deutschen Sportabzeichen abgelegt hatten. In einem feierlichen Rahmen wurden die Urkunden und Abzeichen überreicht. "Ich möchte ihnen meine Anerkennung für die Teilnahme aussprechen und dazu ganz herzlich gratulieren", betonte der Rathauschef. 

Sportabzeichenprüfer Johann Bauer konnte berichten, das die Personen mit großem Engagement an die Sache Sportabzeichen ran gingen. „Es beteiligten sich Sportler/-innen im Alter von 7 bis 68 Jahren. Alt und Jung waren mit vollem Elan bei den einzelnen Disziplinen". Das Deutsche Sportabzeichen orientiert sich an den motorischen Grundfähigkeiten Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination", so Johann Bauer. Der Nachweis der Schwimmfertigkeit ist obligatorische Voraussetzung für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens. "In diesem Jahr konnte Bauer erstmals gleich neun neue Sportler/-innen begrüßen, die sich den geforderten Leistungen stellten. Von Verletzungen ist man verschont geblieben, außer Muskelkater.

Dabei konnten bei den Erwachsenen abgelegt werden: 3 mal Silber, 14 mal Gold und 3 mal Gold mit der Zahl 5; bei den Jugendlichen: 1 mal Silber und 2 mal Gold.

Bürgermeister Peter Braun und Sportabzeichenprüfer Johann Bauer verteilten Urkunden und Abzeichen an die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler und zwar an: Tizian Graf, Viktoria Graf, Lukas Wetzel, Marion Graf, Karl Manglberger, Marion Bauer, Johann Bauer, Dieter Baumer, Lucia Baumer, Beate Braun, Peter Dammith, Albin Koller, Bernd Fruth, Peter Fochtner sen., Horst Heinke, Rita Heinke, Reinhard Stadlmann, Magdalena Stauber, Heidrun Söldner, Adolf Söldner, Wolfgang Nagy, Katrin Lüdtke, Anna-Lena Braun.

 

Bild: Sportabzeichen wurden an 23 Personen übergeben 

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Emhof - Feuerwehr

23.11.2015 von Josef Popp

 

Noch rechtzeitig vor Einbruch der kalten Witterung haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Emhof ein „ganzes Stück“ Arbeit geschafft und gut abschließen können. Seit dem Frühjahr letzten Jahres arbeiten die Mitglieder unermüdlich am Erweiterungsbau des neuen Gerätehauses. Es wurde deutlich erweitert und in vielen Bereichen wurden auch noch viele Modernisierungsarbeiten durch- geführt. Es hat eigentlich alles bestens geklappt, wie unisono Helmut Werner, er leitet für die Wehr die Bauarbeiten sowie Rudi Werner 1. Kommandant und Christian Singer, 1. Vorsitzender. Eigentlich hätte ja schon deutlich früher der Startschuss für den Umbau fallen sollen, aber nachdem die Vilstalschützen eine neue Bleibe und diese Schließlich im Untergeschoß des Gerätehauses gefunden haben, mussten Umplanungen vorgenommen werden und schließlich erst die Schießsportanlage fertig gestellt werden. Dies hat die Bauarbeiten am Gerätehaus verzögert. Aber das hat man gerne in Kauf genommen, wie Kommandant Rudi Werner versicherte. Schließlich haben mit dem neuen Schießstand die Vilstalschützen eine Bleibe für die Zukunft gefunden. Nun sind am Gerätehaus die „großen“ Bauarbeiten abgeschlos- sen, einschließlich der Außenanlagen. Durchaus zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen der Feuer- wehr bei einer abschließenden Inspektion der Außenanlagen. Auch dem Außenstehenden zeigt sich: Hier ist nicht nur ein Funktionsbau für die Feuerwehr, sondern auch ein echtes Schmuckstück für Emhof und den Markt Schmidmühlen entstanden. Nach dem genehmigten Plan wurden das Erdgeschoß und das Dachgeschoß um 100 Quadratmeter (EG + DG: je 5x10 m), das Kellergeschoß um 15 Quadratmeter (KG : 3x5m) und das komplett neue Untergeschoß um 122 Quadratmeter (UG: 3x8m + 7x14m) erwei- tert. Dies sind in der Gesamtfläche rund 250 Quadratmeter. Die Erweiterung umfasst für den umbauten Raum gesamt rund 810 Kubikmeter. Der ursprüngliche Grund für den Umbau war eigentlich höchst erfreulich. In den letzten Jahren erstarkte die Feuerwehr Emhof erheblich und hat zu den beiden Löschgruppen der Erwachsenen noch eine starke und aktive selbstverwaltete Jugendfeuerwehr hinzubekommen. Es war einfach zu eng, stellte Helmut Werner 2014, damals noch 1. Kommandant, bei der Jahreshauptversammlung fest. Allerdings, bis das letzte Werkzeug aus der Hand gelegt werden kann, wird es noch dauern. Jetzt kommen die Innenarbeit im Ausbildungsraum und verschiedenen Funktionsräumen dran, jetzt kommt das „ klein – klein“, Arbeiten, die niemand sieht. Diese werden sich noch einige Monate hinziehen. Im Herbst 2016, spekuliert Vorsitzender Christian Singer, wird man mit dem kirchlichen Segen das neue Gerätehaus offiziell in Betrieb nehmen können. (ajp)

Die Geschichte und Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr im Telegrammstil

> Die erste Erwähnung ist im königlichen Bezirksamt Burglengenfeld dokumentiert. Am 30. November 1870 fand eine Auslosung statt, nach der für die zugehörigen Gemeinden des Bezirks Feuerwehrspritzen angeschafft wurden. Emhof zog den 29. von 53 Plätzen.

> Somit musste eine Feuerwehr gegründet und ein Spritzenhaus gebaut werden. 1873 wurde das Haus genehmigt und nach dem Erhalt der Spritze im Jahre 1874 bestand zunächst nur eine Pflichtfeuerwehr.


> 1957 brach für die Feuerwehr das Zeitalter der Motorisierung an.


> Die alte "Feuerwehrhütte" war den Anforderungen längst nicht mehr gewachsen. Ein neues Haus musste her, in dem nun auch ein Auto Platz fand.


> Das Feuerwehrhaus wurde 1975 fertiggestellt und eingeweiht. Der Anhänger wurde 1975 im Tausch gegen das gebrauchte Löschfahrzeug der FF Schmidmühlen zurückgegeben.


> Im Jahr 2000 wurde damit begonnen, das Feuerwehrhaus zu erweitern und zu modernisieren. Dies geschah zum größten Teil in Eigenleistung vieler Emhofer, aber auch dank vieler Spendern.
(ajp)

 

Foto ajp : Ein Funktionsbau der zugleich auch ein echtes Schmuckstück ist. Zufrieden vlnr. 1. Vorsitzender Christian Singer, Bauleiter und 2. Kommandant Helmut Werner, 1. Kommandant Rudi Werner

 

 

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Feuerwehren können auf engagierte Jugend bauen

09.11.2015 von Josef Popp

 

Nach wie vor haben die Aus- und Fortbildungen bei den Gemeindefeuerwehren Emhof, Winbuch und Schmidmühlen einen hohen Stellenwert. Dies gilt auch und insbesondere für die Jugendgruppen der drei Wehren, die echte Aushängeschilder, nicht nur für die drei Feuerwehren, sondern auch für den Markt Schmidmühlen sind. Diese gute Nachwuchsarbeit ist für jede der drei Feuerwehren eine echte Basis, auf die die Kommandanten und Vereinsvorstände bauen können, und gerade mit ihren gut ausgebildeten Jugendlichen, die nach und nach in die aktive Truppe mit eingebaut werden, können die drei Feuerwehren den Herausforderungen und den Aufgaben der Zukunft gerecht werden. Regelmäßige Ausbildungen und entsprechende Prüfungen bei Leistungsabzeichen dokumentieren immer wieder den guten Ausbildungsstand. Nicht nur die einsatzbereite Wehr hat einen hervorra- genden Ausbildungsstand, sondern auch die Jugend. 17 Jugendliche aus den drei Feuerwehren Schmidmühlen, Winbuch  und Emhof unterzogen sich im Feuerwehrgerätehaus Schmidmühlen unter den kritischen Schiedsrichteraugen von Kreisbrandinspektor Hubert Blödt und Kreisbrandmeister Hubert Haller dem Wissenstest 2015, der in diesem Jahr unter dem Motto „Organisation der Feuerwehr und Jugendschutz“ steht. „Mit der Aufnahme in die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr ihres Wohnortes betreten die Feuerwehranwärter Neuland“, erklärte KBI Hubert Blödt am Prüfungsabend. Um sich in hier zurechtfinden zu können, brauchen die Feuerwehranwärter Orientierungshilfe. So vermittelte der Teil A des Ausbildungsprogramms ein allgemeines Grundwissen über die Organisation der Feuerwehr. Diese Erkenntnis können Jugendliche nur dann gewinnen, wenn sie über die Strukturen der Feuerwehr und das personelle Umfeld Bescheid wissen. Der Teil B befasst sich mit dem Jugend- schutz. Dies ist zwar kein feuerwehrspezifisches Thema, aber die Kenntnis der aktuellen Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes erachteten die Kreis- und Stadtjugendwarte als sehr wichtig, so KBI Hubert Blödt. Mit dem Wissenstest sollen die Jugendlichen eine Bestätigung für erste Lernerfolge in der Freiwilligen Feuerwehr erhalten und sie zur Fortsetzung der Ausbildung motivieren, wie KBI Hubert Blödt bei der Verleihung der Urkunden betonte. Diese Motivation dürfte nach der Prüfung im Geräte- haus Schmidmühlen wohl gelungen sein. Keine Frage: Alle Prüflinge absolvierten die Aufgabenstel- lungen  und konnten als verdienten Lohn die entsprechenden Leistungsabzeichen entgegen nehmen. Vorausgegangen sind intensive Vorbereitungen durch die Jugendleiter und Ausbilder der drei Feuerwehren. Den erfolgreichen Jugendlichen gratulierte auch 2. Bürgermeisterin Eva Eichenseer, die auch für die richtige „Brotzeit“ sorgte. (ajp)

 

Erfolgreiche Teilnehmer  Wissenstest 2015.

FF Schmidmühlen:

Stufe 1: Aileen Planer

Stufe 2: Sophie Fellner, Paula Weigert, Anna Manglberger , Lucas Ehrnsberger, Daniel Ehrnsberger Stufe 3: Matthias Riepl Stufe 4: Maurice Simon FF Winbuch:

Stufe 1: Paul Haas

Stufe 2: Theresa Justinger, Louis Weigert, Fabian Müller Stufe 4: Katrin Justinger, Maria Müller, Timo Respondek FF Emhof:

Stufe 1: Markus Werner, Sascia Strasser

(ajp)

 

Foto ajp die erfolgreichen Jugendlichen mit den Ausbildern und Funktionären der drei Wehren sowie KBI Hubert Blödt links und KBM Hubert Haller fünfter von rechts

 

 

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Die Allerseelenschiffchen von Schmidmühlen - So ist ein einmaliges Brauchtum in der Region erhalten geblieben.

 

04.11.2015 von Paul Böhm 

Die Allerseelenschiffchen auf der Lauterach bringen Licht in die dunklen November- tage. Ein wohl einmaliges Brauchtum hat sich in Schmidmühlen halten können. Nach dem Allerseelengottesdienst werden viele kleine Schiffchen in die Lauterach gesetzt. Dort wo in den Sommertagen zur Marktfestzeit an der Uferprominade die Morisken- tänzer in allen Farben beleuchtet stehen, kommen die Allerseelenschiffchen ins Wasser.

Wie Pfarrer Werner Sulzer im Allerseelengottesdienst anmerkte, ist gerade dieser Tag ein sich Erinnern an Menschen, die bereits verstorben sind. "Der Lauf des dahin fließenden Wassers ist wie die Vergänglichkeit des Lebens". Nicht einmal mehr eine Sekunde kommt zurück. So wie die kleinen, beleuchteten Schiffchen auf der Lauterach dahin treiben, sei letztendlich auch das Leben der Menschen als Nomaden in dieser Welt.

Das Brauchtum um die Allerseelenschiffchen ist seit dem Ende der achtziger Jahre wieder zu einer festen Einrichtung geworden. Ortheimatpfleger Michael Koller erzählt von diesem Brauchtum, das ihn vor fast achtzig Jahren schon durch seine Kinderzeit begleitet hat. "Damals wurde in der Woche nach Allerheiligen in der Friedhofskirche der Rosenkranz für die Armen Seelen gebetet". Die Mädchen hatten immer ein Wachsstöckl vor sich auf der Kirchenbank stehen. "Wir Buben hatten meist eine Kerze oder ein Stück eines Wachsstöckels dabei".

Dass es da manchen nicht um die Frömmigkeit gegangen ist, das kann man jetzt schon sagen, meint Michael Koller. "Wir haben da auch manchmal gezündelt". Aber: Es war damals Christenpflicht "in den Allerseelenrosenkranz" zu gehen.

Nach dem Rosenkranz in der Friedhofskirche haben wir dann  immer unsere Kerzenstummel oder Wachsstöcklreste auf kleinen Rindenschiffchen in die Lauterach gesetzt und dann ein Stück weiter drunten beim Sägewerk von Karl Böhm an der Schütz wieder aus der Lauterach gefischt. Dass dabei auch mancher nass geworden ist, das gehörte einfach mit dazu.

"Das war damals so der Brauch", erzählt er. "Wasser und Feuer hat damals schon die Leute angezogen und das ist bis heute so geblieben".

Im zweiten Weltkrieg war das Brauchtum um die Allerseelenschiffchen verboten worden, schon wegen der Luftangriffe in den letzten Kriegsjahren.

Ortheimatpfleger Michael Koller hatte öfter von diesem Brauchtum aus seiner Kinderzeit erzählt und einige Mitglieder des damaligen Fremdenverkehrsvereins, der dann in den Heimat- und Kulturverein übergeleitet wurde, hat sich dieses wohl in der Region einmaligen Brauchtums angenommen und wieder aufleben lassen.

Mit viel Ausdauer und Ehrgeiz werden jetzt in der Schule und daheim in Vaters Werk- statt die Allerseelenschiffchen gebastelt, um sie dann nach dem Gottesdienst am Allerseelentag in die Nacht hinaus wegschwimmen zu lassen.

Der ehemalige, aus Schmidmühlen stammende Bezirksheimatpfleger Dr. Adolf Eichenseer hat sich auch mit dem Brauchtum um das Allerseelenschiffchen befasst. In seinem Buch rund um das Oberpfälzer Brauchtum beschreibt er diesen Schmid- mühlener Brauch als einmalig in der Oberpfalz. Wo und wie letztendlich dieses Brauchtum entstanden ist, das reicht wahrscheinlich noch in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück. "Genau Anhaltspunkte habe ich dazu nicht herausfinden können".

Brauchtum rund im Allerheiligen und Allerseelen:

Ortheimatpfleger Michael Koller erinnert sich: Am Allerseelentag war es in Schmidmühlen auch der Brauch, dass damals die Kinder im Markt von Geschäft zu Geschäft gezogen sind und mit ihrem Spruch "Seis Christus um ein Spitzel" gebeten haben. Dazu muss man wissen dass damals mehrere Bäckereien und Kramerladen im Markt waren, die für diesen Anlass kleine Allerheiligenspitzel zum Verschenken an die Kinder vorbereitet hatten. "Ja, das war eine noudige Zeit damals", und da waren wir Kinder froh, wenn wir in jedem Geschäft eine Kleinigkeit bekommen haben", erzählt Michael Koller.

Sporadisch erhalten geblieben ist aber das Brauchtum, dass der Firmling von seinem Paten zu Allerheiligen einen Spitzwecken geschenkt bekommt. In den katholischen Gebieten ist es der Firmpate, der seinem Firmling drei Jahre einen Spitzwecken oder ein großes Spitzel schenkt. Der Beschenkte sagt zum Dank "Vergelt's Gott für die armen Seelen".

Die Allerseelenspitzel sollen aber auch an die armen Seelen erinnern, weiß Michael Koller zu erzählen. "Es herrschte der Glaube, dann man mit großzügiger Almosenvergabe an Arme und Schwache den eigenen verstorbenen Verwandten ein paar "Stufen zum Himmel" bauen könne".

 

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Markt Schmidmühlen – PC – Kurs für Senioren

03.11.2015 von Josef Popp

 

Sich weiterbilden heißt immer auch seinen Horizont zu erweitern und zudem für viele Bereiche des Lebens fit zu bleiben. Dies gilt sicher in erster Linie für die Arbeitswelt, aber immer mehr noch „im fortgeschrittenen Alter“ für Freizeit und den Alltag. Die fortschreitende Entwicklung im Computerbereich gab den Anlass für die Seniorenbeauftragte in Schmidmühlen, Christine Werner, zu einem EDV-Kurs für Senioren der VHS Seniorennetzwerk Amberg-Sulzbach einzuladen. Fünf Unterrichtstage mit insgesamt 15 Stunden waren angesetzt. Den Kurs leiteten Wolfgang Härtl und Werner Högner aus Sulzbach. Gekonnt und mit viel Fachwissen führten die beiden Referenten die „Späteinsteiger“ in die Materie ein. Die Kursteilnehmer waren ihrerseits mit großem Interesse bei der Sache, so dass alle Kursteilnehmer zum erfolgreichen Abschluss ein Teilnahmezertifikat erhalten haben. „Es hat allen sehr gut gefallen, sie haben viel gelernt“, dieses Lob der beiden Ausbilder zum Abschluss war zugleich eine feine Anerkennung. Und – es soll weiter gemacht werden. Der Zeitpunkt für einen weiteren Kurs steht allerdings noch nicht fest. Zum Abschluss kam auch die neue VHS – Beauftragte des Marktes, Martina De Wille, zugleich auch eine der beiden Seniorenbeauftragten des Marktes Schmidmühlen. Auch sie zeigte sich erfreut über den erfolgreichen Kurs. Martina De Wille bedankte sich mit einem Präsent bei den beiden Referenten. Ausdrücklich dankte Christine Werner auch der Schulleiterin Ursula Braun, der Hausmeisterin Elisabeth Bauer sowie Bürgermeister Peter Braun und Verwaltungsrat Thilo Gawlista für die tolle Unterstützung. (ajp)

 

Foto ajp die erfolgreichen Teilnehmer mit ihren Ausbildern Wolfgang Härtl und Herr Werner Högner aus Sulzbach (außen) und Martina De Wille von der VHS - Amberg – Sulzbach (Außenstelle Schmidmühlen).

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Hubertusmesse als Einstieg in die Wildwochenzeit "Jedes einzelne Lebewesen ist wertvoll"

26.10.2015 von Paul Böhm

 

 

 

Mit der Darbringung einer Jagdstrecke durch die Schmidmühlener Jägerschaft ist am vergangenen Samstag auch ein Stück Natur in die Pfarrkirche St. Ägidius eingezogen. "Es sind freilich nur Spuren, die wir von der Herrlichkeit der schönen Schöpfung aus der Natur in diesen Tagen erahnen können", meinte Pfarrer Werner Sulzer mit seinen Eingangsworten, der dazu auch seinen evangelischen Pfarrerskollegen Klaus Eberius aus Rieden mit begrüßen konnte.

Festliche Jagdhornklänge der Bläsergruppe der Kreisgruppe Burglengenfeld im Landesverband Bayern begeleiteten den Weg der Waidleute zum Altar für zur Legung einer kleinen Streckenlegung.

"Wer die Welt betrachtet, den erfüllt ein großes Staunen, eine große Ehrfurcht vor der Natur, die ihn lehren mit großer Vorsicht und Behutsamkeit damit umzugehen", merkte Pfarrer Werner Sulzer an.

Die Welt und damit die Schöpfung und daraus die Natur sei das besondere Geschenk für die Menschen.

So gebe es grundverschiedene Weisen, diese Welt zu betrachten. Für manche ist die Welt nichts anderes als pure Materie. "Wer die Welt so betrachtet, für den ist die nichts weiter als ein Supermarkt, aus dem ich mich nach Belieben bedienen kann". Die Frage, ob dem Ganzen ein tiefer Sinn zugrunde liegt, stelle sich ihm nicht. "Gut ist was mir nutzt, schlecht ist, woraus ich keinen Nutzen zu ziehen vermag".

Genau gesehen sei dies eine sehr arme, eindimensionale Weltsicht, die ganz und gar an der Oberfläche bleibt und die noch dazu immer ärmer wird, weil der Mensch ausbeuterisch  einen Ressource nach der anderen verbrauche und eine Art nach der anderen vernichte", so Pfarrer Werner Sulzer.

Dem stellte der Papst mit seinem Lehrschreiben "Laudato si" einen bewussten Anklang an den Sonnengesang des Hl. Franz von Assisi die Welt der christlich- ökologische Sicht entgegen. "Für einen Glaubenden ist die Welt Schöpfung, der ein Plan Gottes zugrunde liegt, beseelte Schöpfung".

 

Die Welt sei das Geschenk Gottes an uns, das von seiner Liebe zu seinen Geschöpfen erzählt und das wir voller Dankbarkeit und Zartgefühl nutzen dürfen. Die Schöpfung sein auf das Buch Gottes. "Jedes einzelne Geschöpf ist ein Buchstabe darin und jede Art ein Wort". Denn wer die Welt so betrachtet, für den wird jedes einzelne Lebewesen bedeutsam und wertvoll und zwar unabhängig vom menschlichen Nutzen.

Die Hubertusmesse ist zugleich aus das Jahresamt des Heimat- und Kulturvereins Schmidmühlen für seine verstorbenen Mitglieder. Umrahmt haben den Gottesdienst die Jagdhornbläsergruppe aus Burgengenfeld unter der Leitung von Ilona Rothballer und der Männergesangverein Liederkranz unter der Leitung von Johann Bruckmüller. Ein kleines Konzert vor der Pfarrkirche mit Jagdsignalen und passenden Liedbeiträgen des Männergesangverein Liederkranz rundete den festlichen Auftakt der Wildwochen und der Hubertusmesse ab.

 

Was so los ist: Mit einem breiten Streifzug durch die 35. Wildwochenszene in Schmidmühlen kann man noch bis zum Sonntag, 15. November den einen oder anderen kulinarischen Leckerbissen mit Wild aus heimischen Beständen in Schmidmühlen genießen. Am Samstag, 31. 10. und Samstag, 7. 11., Wildtage im Dorfgemeinschaftshaus (Anmeldung), Am Samstag, 14.11. ab 18 Uhr. 15.30 Uhr Wanderung, Treffpunkt beim Oberen Schloss. am Abend Wilderermusi mit den Gerner Zipfeklatschern im Gasthof „Zum Goldenen Lamm“ ab 19 Uhr

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Kindergarten besucht die Ausstellung im Hammerschloss – mit dem Luchs Aug in Aug

22.10.2015 von Josef Popp

 

„Wald, Wild und mehr“ – unter diesem Motto steht die mittlerweile dritte naturkundliche Ausstellung, nach 2005 und 2010, die anlässlich der 35. Wildspezialitätenwochen im Hammerschloss zu sehen ist. Die Kindergartenkinder des Kindergartens St. Georg ließen es sich nicht nehmen, bei der Naturaus- stellung den Wildtieren „ganz nah“ zu kommen. Wann, wenn nicht bei dieser Ausstellung, kann man mit dem Wolf oder Luchs, oder mit einem Hecht ganz nah auf Tuchfühlung zu gehen. Hat man in der heutigen Zeit keine Gelegenheit, diese Tiere in freier Wildbahn einmal ganz nah anzuschauen. Die Jäger Eduard Hierl und Karl Fochtner zeigten und erklärten den Kinder wirklich altersgerecht alles Wild, angefangen vom kleinen Rebhuhn bis zur Wildschweinfamilie, alles was im oder am Waldesrand lebt. Allesamt mit beeindruckenden Gebissen – so einem Tier möchte man wohl nicht allzu nahe kommen – dies hat wohl das eine oder andere Kindergartenkind gedacht. Nicht nur Reh und Wildschwein, sondern auch die Ausstellungen des Fischereivereins und der Imker beeindruckten die Kinder. Wie schon bei den letzten beiden Ausstellungen stießen nicht nur die Präparate der Jäger und Fischer, aber auch die Infoausstellung der Bayerischen Staatsforsten und des Bundesforstes sowie die Geräteausstellung der Imker auf großes Interesse. Schulen und Kindergärten aus dem Vilstal kamen nach Schmidmühlen. Koordiniert wurde die Ausstellung vom Heimat- und Kulturverein. Die Ausstellung ist nochmals am kommenden Sonntag von 13 bis etwa 17 Uhr geöffnet.

pop die Kindergartenkinder bei der Ausstellung mit den Jägern Eduard Hierl und Jagdpächter Karl Fochtner von links

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Schmidmühlen – Eröffnung der Ausstellung „Wald, Wild und mehr“

14.10.2015 von Josef Popp

 

Die Herbstzeit ist in Schmidmühlen nicht nur die Erntezeit, sondern seit mittlerweile 35 Jahren die Zeit der Gastronomie und der Jäger. Es sind die Wildspezialitätenwochen, die seit mehr als drei Jahrzehnten ein „Magnet“ für Feinschmecker sind. Der Markt Schmidmühlen ist nicht nur bekannt für sein Bewusst- sein für Kultur und Brauchtum, sondern auch für seine ausgezeichnete Gastronomie. Da darf im Herbst heimisches Wild auf der Speisekarte nicht fehlen. Seit 35 Jahren laden die Wildwirte mittlerweile zu diesen Schmankerlwochen ein. In rund zwei Wochen ist es soweit. Dann starten diese Schmankerl-wochen. Bereits im Vorfeld gibt es einige große Veranstaltungen, die auf diese Wildwochen vorbereiten. Dies sind ab kommenden Sonntag 18.10. die Ausstellung „Wald, Wild und mehr“ sowie der Knödel- bogen und die Wildstreckenlegung der Schmidmühlener Jäger zusammen mit den Wildwirten, der ebenfalls am kommenden Sonntag ab 16 Uhr stattfindet. Die Hubertusmesse am 24. 10 um 17 Uhr eröffnet dann offiziell die 35. Wildspezialitätenwochen. Mit einer Feierstunde wurde am Dienstag die Ausstellung „Wald, Wild und mehr“ im Hammerschloss eröffnet. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung des Marktes Schmidmühlen und des Kulturvereins. Die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Eva Eichenseer ging in ihrer Begrüßung auf die ethische Verantwortung für die Natur ein. Dabei zitierte sie ein uraltes indianisches Sprichwort: „Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, wir haben sie nur von unseren Kindern geliehen.“ Mit der Ausstellung will man einen kleinen Einblick auf den Arten- reichtum in der Natur geben, beginnend von den Bienen, über Fische und Tiere, die im und am Wasser, auf Feld und Flur und im Wald leben. Die Vorsitzende forderte, dass die Menschen mit dieser Leihgabe „Natur“ vorsichtig und verantwortungsbewusst umgehen müssen. Dies wird gerade in diesen Monaten deutlich vor Augen geführt, in denen Millionen von Menschen nicht nur vor Krieg und Terror fliehen, sondern auch vor bestehenden oder drohenden Hungersnöten, weil sie zum Beispiel aus Mangel an Wasser ihre Felder nicht mehr bewirtschaften können. „Die Natur ist unser kostbarstes Gut“, so Eva Eichenseer und dankte allen, die sich zum Schutz und zur Erhaltung unserer Natur beitragen, vor allem auch den Jägern, den Forstbetrieben, den Fischern und den Imker, die sich alle spontan bereit erklärt haben, bei dieser Ausstellung mitzumachen und sie mit großer Liebe zum Detail über Tage hinweg aufgebaut. Der Dank galt auch dem Markt Schmidmühlen. Jagd, Forst, Fischer und die Imker sind die Säulen dieser Ausstellung. Die Ausstellung zu den Wildwochen findet als Begleitveranstaltung mittler- weile zum dritten Mal im Hammerschloss statt. Standen beim ersten Mal nur jagdliche Aspekte im Vordergrund, so beleuchtet diese Ausstellung ein breites Spektrum. Erstmals wurden vor zehn Jahren Aktionswochen im großen Rahmen zu den 25. Wildwochen gestartet, damals auch eine Ausstellung im Hammerschloss, bei der ausschließlich jagdliche Aspekte im Mittelpunkt standen. Dies hat sich in den letzten zehn Jahren mit der zweiten und nun auch mit der dritten Ausstellung geändert. Die Konstante sind dabei die Jäger. Für diese gratulierte Franz Erras, der 1. Vorsitzende der Kreisgruppe Amberg im Bayerischen Jagdverband zu 35 Jahren Wildwochen und zu einer gelungenen Ausstellung. Er zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt an Exponaten im Hammerschloss und auch beeindruckt von der Tatsache, dass diese Wildwochen seit so vielen Jahrzehnten nichts an ihrer Attraktivität verloren haben. Ebenfalls eine feste Größe sind die Bayerischen Staatsforsten mit dem Forstbetrieb Burglen- genfeld, die sich heuer mit einer interessanten Ausstellung beteiligen. Auf die Bedeutung des Fledermausschutzes verweist eine Ausstellungstafel des Bundesforstes. Neben dieser Infotafel, auch über die „Fledermauskirche“ in Bergheim, lädt der Bundesforst mit Forstdirektor Dr. Markus Perpeet zu einem Vortrag ins Trachtenheim ein. „Wenn es der Biene gut geht, geht es allen anderen Lebewesen gut,“ so umschrieb der Vorsitzende des Imkervereins, Josef Fleischmann, die Bedeutung der Imkerei und der Bienen. Er bedankte sich, dass er mit dem Imkerverein zur Mitwirkung dieser Ausstellung eingeladen wurde. Zum zweiten Mal mit dabei ist der Fischereiverein Schmidmühlen. Hier verwies der Vorsitzende Josef Deml auch auf die Tatsache, dass Fischen nicht nur heißt, am Ufer zu sitzen und zu warten, bis ein Fisch anbeißt. Vielmehr liege der Schwerpunkt der Vereinsarbeit beim Gewässer- und am Artenschutz. Die Ausstellung werde man nutzen, über das Fliegenfischen zu informieren. So werden an den Sonntagen, 18. und 25. Oktober von 13.00 bis 17.00 Uhr erfahrene Fliegenfischer des Vereins umfassend über diese elegante Art zu Angeln informieren und zeigen am Nachmittag im Ausstellungs- raum des Vereins das Binden von künstlichen Fliegen. Jeweils von 14.00 bis 15.00 Uhr wird das Fliegenfischen an der Lauterach vor dem Schloss gezeigt. Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung der die Bläsergruppe der Kreisgruppe Amberg im Bayerischen Jagdverband. Wer Appetit auf zarte Rehmedaillons in Hagebuttensoße und Spätzle, Schwammerl und glacierte Fingernudeln eine gespickte Wildhasenkeule in Orangensoße mit Spätzle und Apfelrotkraut, hat, muss sich aber noch etwas gedulden. Die Wildspezialitäten starten offiziell am Samstag, 24. Oktober. Mit der Hubertusmesse in der Pfarrkirche St. Ägidius fällt dann der Startschuss für drei kulinarische Schmankerlwochen in der Vilstal- gemeinde. Beteiligt sind heuer die Gasthäuser Goldenes Lamm und Lindenhof sowie mit je einem „Wildspezialitätentag“ das Gasthaus Lautenschlager in Eglsee und das Dorfgemeinschaftshaus in Winbuch – Anmeldungen sind jeweils erwünscht. (ajp)

35. Wildspezialitätenwochen das komplette Programm
1) 13.10.2015 19.00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Wald, Wild und mehr“
Hammerschloss
2) 18.10. 2015 16.00 Uhr
Knödelbogen mit Wildstreckenlegung
Hammerschloss, Innenhof
3) 23.10.2015 19 Uhr
Vortrag: Dr. Markus Perpeet, Bundesforstbetrieb Hohenfels – Wo sich Hirsch und Panzer „Gute Nacht“ sagen
Zur Ökologie und militärischen Nutzung im Truppenübungsplatz Hohenfels
Trachtenheim
4) 24.10.2015 17.00 Uhr
Hubertusmesse, umrahmt vom Männergesangsverein und Jagdhornbläsergruppe
Pfarrkirche St. Ägidius
5) 24. 10. 19 Uhr
Valentinaden zum Wildwochenauftakt im Gasthof "Zum Goldenen Lamm" Dinner-Theater mit heiteren Stücken von Karl Valentin, Loriot u.a. mit Andrea Fincke-Karl und Stephan Karl (bereits ausverkauft) Samstag,
6) 25.10. ab 11.00 Uhr
Wildessen in Eglsee, Gasthaus Lautenschlager ( Anmeldung nötig )
Samstag,31.10 u. Samstag, 7.11.
Abends Harmonikamusik im Gasthof „Zum Goldenen Lamm.“

7) 14.11. ab 18 Uhr
„Wildtag“ mit Wanderung in Winbuch, Dorfgemeinschaftshaus ( Anmeldung nötig ). 15.30 Uhr startet eine Wanderung nach Winbuch. Treffpunkt beim Oberen Schloss.
14. 11. 19 Uhr
Wilderermusi mit den Gerner Zipfeklatschern im Gasthof „Zum Goldenen Lamm“
(ajp)

 

 

 

 

Fotos ajp von der Ausstellung und der Bläsergruppe aus Amberg

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Countdown zu den Wildspezialitätenwochen – zwei Veranstaltungen Schwerpunkt Ausstellung

08.10.2015 von Josef Popp

 

Herbst im Lauterachtal  - das heißt seit nunmehr 35 Jahren auch Wildspezialitätenwochen  in der Lauterachtalgemeinde. In zwei Wochen ist es wieder soweit. Dann laden Gastwirte aus Schmidmühlen, Winbuch und Eglsee zu diesen weit über die Landkreisgrenzen hinweg bekannten Wild – Schmanker-lwochen ein. Mit zwei Veranstaltungen bereitet der Heimat- und Kulturverein diese Wildspeziali-tätenwochen vor. Dies macht er aber nicht allein. Jagdpächter, Jäger, die Bayerischen Staatsforsten und der Bundesforst Hohenfels, der Fischereiverein und heuer auch zum ersten Mal der Imkerverein – unterstützt vom Markt Schmidmühlen, - bereiten bereits jetzt schon eine sicher sehenswerte Ausstellung im Hammerschloss vor. Sie steht unter dem Motto „Wald, Wild und mehr“  und wird offiziell am kommenden Dienstag eröffnet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Natur des Naturparks Hirschwald ist ein echtes Kapital - im bestens Sinne des Wortes, mit dem man auch werben kann. Bereits zum dritten Mal arbeiten Jäger und Fischer und seit heuer auch die Imker zusammen, um bei einer Ausstellung über den Lebensraum verschiedener Lebewesen und die Natur zu informieren. Dies ist sicher ein tolles Projekt und auf das Ergebnis der Zusammenarbeit, die Ausstellung im Hammer-schloss, darf man sich freuen. Die Kooperation von verschiedenen Gruppen oder Vereine hat in Schmidmühlen eine lange Tradition, erinnert sei hier nur an das Marktfest, das gemeinsame Ferien-programm oder auch der Adventsmarkt. Die Ausstellung ist thematisch gegliedert. Im Erdgeschoß präsentieren sich die Imker mit verschiedenen Gerätschaften und geben einen Einblick in ein „Bienenjahr“. Der Imkerverein blüht seit rund drei Jahren richtig auf. Die Zahl der Mitglieder und damit auch die Zahl der Bienenvölker haben sich vervielfacht. Mit etwas einhundert Jahre wird sich der Verein als eine junge Truppe präsentieren.  Honig vom heimischen Imker ist nach wie vor gefragt. Die Bedeutung des Honigs im Leben der Menschen kann man sogar im Alten Testament nachlesen. Hier spielt Honig eine wichtige Rolle, so wird das Paradies beschrieben als ein Ort, in dem „Milch und Honig fließen.“ Noch weit bis nach den Kriegsjahren war Honig die einzige Süßigkeit für die Menschen, insbesondere für die Kinder- in einer Zeit der Marchmelos und Gummibärchen eigentlich unvorstellbar.

Im zweiten Stock geben die Mitglieder des Fischereivereins einen Einblick in die Gewässerökologie. Sie sind quasi Jäger einer etwas anderen Art.  In der Vergangenheit war für den Menschen als „Jäger und Sammler“ - die Jagd auf den Fisch mit Speer oder Netz lebenswichtig; der selbst gefangene Fisch war als Nahrung überlebenswichtig. Die Natur, und hier insbesondere  das Ökosystem Wasser, besteht nicht nur aus  Fischen, sondern  z.B. auch aus  Krebsen, Muscheln, Amphibien, Pflanzen, Bisam, Biber, Wasservögeln. Die Vils als natürliche Ostgrenze und die Lauterach als natürliche Südgrenze sind mit ihren Wassereinzugsgebieten wichtige Bestandteile des Naturparks Hirschwald. Die Vils gilt als Barbenregion. Die Lauterach wird fischereibiologisch als „Forellenregion“ eingestuft.  Nicht nur der Fang, sondern auch Hege und Pflege sind Aufgaben der Fischereivereine. Nicht nur Edelfische wie Forelle und Karpfen, sondern auch dem Laien eher unbekannte Fischarten wie Nase und Nerfling, werden auch im Rahmen des Artenhilfsprogramms für bedrohte Fischarten, in die Fließgewässer gesetzt. Bei der Ausstellung informiert der Verein auch über die Vereinsarbeit und über den bevorstehenden Fischerkurs.  Auch die Jäger informieren (2. Stock)  über ihre Arbeit, die Hobby und Aufgabe zugleich ist. Jagd ist mehr als nur am Hochsitz sitzen und auf Wild zu warten. Vielmehr engagieren sich die Jäger auch bei der Hege und dem Artenschutz. So werden in den Revieren zahlreiche Biotopverbesserungsmaßnahmen durchgeführt. Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege verbunden. Die Hegepflicht obliegt dem Jagdausübungsberechtigten, aber auch den Grundeigentümern des jeweiligen Jagdbezirks, z. B. im Hinblick auf die Flächenbereitstellung für die Biotophege. Die Pflege und Sicherung der Lebensgrundlagen von Wildtieren sollte sich nicht nur auf die Erhaltung seltener oder gefährdeter Lebensräume konzentrieren, vielmehr sind alle Biotoptypen zur Bewahrung intakter Lebensgemeinschaften zu fördern. Die Wildlandstiftung, eine Einrichtung des Bayerischen Jagdver-bandes, kauft laufend Flächen für die Verbesserung der Lebensbedingungen freilebender Tiere und wildwachsender Pflanzen an. Es werden weiterhin Aktionen zur Förderung von Lebensräumen für eine Vielzahl von Tierarten, die nicht dem Jagdrecht unterliegen, wie z. B. Eulen, Fledermäuse und Reptilien durchgeführt. Der Eingriff in den Naturhaushalt ist notwendig, denn es gibt keine Naturlandschaften mit natürlichen Feinden mehr, sondern Kulturlandschaften. (ajp)

>> Die Ausstellung ist nicht nur am kommenden Dienstag geöffnet. Weitere feste Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit sind am Sonntag, 18.10 und Sonntag, 25.10 jeweils von 13 Uhr bis 17 Uhr.

 

Schwerpunkt Knödelbogen

 

SCHMIDMÜHLEN.  Auch  wenn es schon seit vielen Jahren landauf und landab Wildwochen in den verschiedensten Ausprägungen gibt, in Schmidmühlen unterscheiden sie sich doch von den anderen. In der Gemeinde Schmidmühlen haben Jäger, Forstleute und vor allem die Gastwirte noch ein hohes Ansehen und es wird vor allem die Tradition der Jagd hoch gehalten. Mit mittlerweile 35 Jahren gehören die Wildspezialitätenwochen in Schmidmühlen sicherlich zu den etabliertesten in der Region. Zum guten Gelingen dieser Wildspezialitätenwochen trägt auch die Tatsache bei, dass diese Veranstaltung in das gesellschaftlich – kulturelle Leben von Schmidmühlen eingebunden ist. Hier sei nur an die Hubertusmesse als Auftakt erinnert. Seit vielen Jahren sind auch die Jäger noch stärker als vorher in diesen Rahmen eingebunden. Immerhin liefern sie das Wild für die Gaststätten – auch in diesem Jahr. Eng verbunden mit der Jagd sind auch ihre Traditionen. So laden Jäger und Wildwirte am Sonntag 18. Oktober ab 16 Uhr zum schon traditionellen Knödelbogen ein. Mit dem Verblasen einer kleinen Jagdstrecke kann man auch einen Einblick in die jagdliche Tradition und Zeremonie gewinnen. Mit dabei sind auch heuer wieder die Jagdhornbläser. Der Knödelbogen findet im Innenhof des Hammerschlosses statt. (ajp)

 

 

 

Termine

1) Dienstag, 13.10.2015     19.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „Wald, Wild und mehr“

Hammerschloss

2) Sonntag, 18.10. 2015  16.00 Uhr

Knödelbogen mit Wildstreckenlegung

Hammerschloss, Innenhof

3) Freitag,  23.10.2015   19 Uhr

Vortrag: Dr. Markus Perpeet, Bundesforstbetrieb Hohenfels – Wo sich Hirsch und Panzer „Gute Nacht“ sagen

Zur Ökologie und militärischen Nutzung im Truppenübungsplatz Hohenfels

Trachtenheim

4) Samstag, 24.10.2015 17.00 Uhr

Hubertusmesse, umrahmt vom Männergesangsverein und Jagdhornbläsergruppe

Pfarrkirche St. Ägidius

 

(ajp)

 

 

Foto  ajp

 

Vlnr freuen sich auf viele Besucher der Ausstellung: Bürgermeister Peter Braun, Eduard Hierl, Eva Eichenseer, Stefan Renner, Karl Fochtner, Josef Deml

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Schmidmühlen vor den 35. Wildwochen

08.10.2015 von Josef Popp

 

Der Herbst deckt den Tisch, so heißt es landläufig. Dies gilt insbesondere für das Vils- und Lauterachtal. In beiden Täler trumpfen im Herbst die Wälder mit einer ungeheuer schönen Farbenpracht auf. Und im südlichsten Teil des Landkreises kann man diese bunte Jahreszeit nicht nur mit den Augen genießen, man kann den Herbst auch schmecken. Denn zu diesem  „bunten Herbst im Naturpark Hirschwald“ gehören in der Gemeinde Schmidmühlen vor allem auch die Wildspezialitätenwochen. Heuer kann man in der Lauterachtalgemeinde ein kleines, aber feines Jubiläum feiern: Vor 35 Jahren gab’s die Wildwochen zum ersten Mal. Eng verbunden sind die Wildspezialitätenwochen mit dem Heimat- und Kulturverein Schmidmühlen. Der Rechtsvorgänger, der Fremdenverkehrsverein, initiierte diese Schmankerlwochen, die immer noch nichts an ihrer Anziehungskraft verloren haben - im Gegenteil, weiterhin ein großer gastronomischer Magnet für die Region sind. 35 Jahre Wildspez!

 ialitäte

 nwochen geben heuer wieder sicher ein Zeugnis von ausgezeichneter Qualität der Speisen, einem hervorragendem Service, einem unvergleichbaren Ambiente und einem anspruchsvollen Begleitprogramm. Dies sind die feinen Unterschiede zu den anderen Wildwochen in der Region. In Schmidmühlen sind die Wildwochen nichts Aufgesetztes, sondern sie sind fester Teil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde. Ohne die feste Einbindung und ohne die Verankerung im öffentlichen Leben wären diese Schmankerlwochen bereits ein zu Ende geschriebenes Blatt im Buch der Heimatgeschichte. Waren es früher nur die bekannten Lauterachforellen, so sind es jetzt auch die Wildspezialitätenwochen, die den Markt Schmidmühlen über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt machen. Vor mehr als drei Jahrzehnten  hatte der damalige Fremdenverkehrsverein zwei wichtige, weil immer noch nachhaltig wirkende   Entscheidungen gefällt. Dies waren zum einen das Marktfest, die größte Openairparty!

  im südl

 ichen Landkreis vor fast vier Jahrzehnten Jahren und eben diese Schmankerlwochen vor 35 Jahren. Diese beiden Veranstaltungen – das Marktfest und die Wildspezialitätenwochen - prägen als Fixpunkte immer noch das Gemeindeleben und locken jedes Jahr viele tausend Besucher nach Schmidmühlen. Beide Veranstaltungen unterscheiden sich aber in einem wichtigen Punkt. Das Marktfest lebt von Innovationen, die Wildwochen leben von der Kontinuität. Dies gilt insbesondere für die ausgezeichnete Qualität des zubereiteten Wildes als Kontinuum – und das nun schon seit 35 Jahren. Der Beitrag des Heimat- und Kulturvereins ist nach wie vor die Hubertusmesse, mit dem die Wildspezialitätenwochen beginnen. Für die diesjährigen Jubiläumswochen hat der Kulturverein sowie der Markt Schmidmühlen zusammen mit vielen Partnern eine Vielzahl von Begleitveranstaltungen, die von einer großen Ausstellung, der Hubertusmesse am Samstag (Beginn bereits 17 Uhr) über kulinarische Valentinaden, e!

 inem Vort

 rag, Aktionstage im Hammerschloss, den Knödelbogen der Wildwirte und Jagdstreckenlegung der Schmidmühlener Jäger reichen, in Vorbereitung.  Wer  Appetit auf zarte Rehmedaillons in Hagebuttensoße und Spätzle, Pfifferlinge und glacierte Fingernudeln eine gespickte Wildhasenkeule in Orangensoße mit Spätzle und Apfelrotkraut, hat, muss sich aber noch etwas gedulden.  Die Wildspezialitäten starten offiziell am Samstag, 24. Oktober.  Mit der Hubertusmesse in der Pfarrkirche St. Ägidius fällt dann der Startschuss für drei kulinarische Schmankerlwochen in der Vilstalgemeinde. Beteiligt sind heuer die Gasthäuser Lindenhof und Goldenes Lamm sowie mit je einem „Wildspezialitätentag“ das Gasthaus Lautenschlager in Eglsee und das Dorfgemeinschaftshaus in Winbuch. (ajp)

 

 

Termine

1) 13.10.2015     19.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „Wald, Wild und mehr“ Hammerschloss

2) 18.10. 2015    16.00 Uhr

Knödelbogen mit Wildstreckenlegung

Hammerschloss, Innenhof

3) 23.10.2015     19 Uhr

Vortrag: Dr. Markus Perpeet, Bundesforstbetrieb Hohenfels – Wo sich Hirsch und Panzer „Gute Nacht“ sagen Zur Ökologie und militärischen Nutzung im Truppenübungsplatz Hohenfels Trachtenheim

4) 24.10.2015     17.00 Uhr

Hubertusmesse, umrahmt vom Männergesangsverein und Jagdhornbläsergruppe Pfarrkirche St. Ägidius

5) 24. 10.             19 Uhr

Valentinaden zum Wildwochenauftakt im Gasthof "Zum Goldenen Lamm" Dinner-Theater mit heiteren Stücken von Karl Valentin, Loriot u.a. mit Andrea Fincke-Karl und Stephan Karl (bereits ausverkauft)

6) 25.10.              ab 11.00 Uhr

Wildessen in Eglsee, Gasthaus Lautenschlager ( Anmeldung nötig )

7) 14.11.              ab 18 Uhr

„Wildtag“ mit Wanderung in Winbuch, Dorfgemeinschaftshaus ( Anmeldung nötig )

14. 11.   19 Uhr

Wilderermusi mit den Gerner Zipfeklatschern im Gasthof „Zum Goldenen Lamm“ Ab 24. 10. Im Gasthof Lindenhof: Jeden Samstag Sitzweil mit den Salleröder Buam sowie jeden Freitag musikalische Unterhaltung mit dem „Wilden Hans“. Zudem Verlosung mit Hauptgewinn „Sightseeing - Wochenende in Nürnberg. Bestehend aus, zwei Hotelübernachtungen mit Frühstück für zwei Personen in der Nürnberger Innenstadt bzw.  Altstadt. Termin nach Absprache“. (ajp)

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Schmidmühlen – Markt – Nach dem Marktfest ist vor dem Marktfest

23.10.2015 von Josef Popp

 

Nach dem Marktfest ist vor dem Marktfest, dieser Spruch gilt nun schon seit mehr als drei Jahrzehnten in Schmidmühlen. Genauer gesagt seit 37 Jahren und - es wird im kommenden Jahr eine Neuauflage geben: das 38. Marktfest. Bevor es aber soweit ist, galt es für die Organisatoren und Vereinsvorstände des diesjährigen Marktfestes Bilanz zu ziehen. Zu der obligatorischen Abschlussbesprechung konnte Bürgermeister Peter Braun die fast vollzählig Erschienenen im Trachtenheim begrüßen. Insgesamt, das kann vorweg genommen werden, zogen alle Beteiligten ein positives Resümee. Bürgermeister Peter Braun konnte mit den Vereinsvertretern auf ein gelungenes und vor allem buntes Marktfest zurück blicken. Die Vereine haben sich wirklich ins Zeug gelegt und ein sehenswertes Programm zusammen- gestellt. Entsprechend positiv fiel auch die Bilanz aller Teilnehmer aus. „Wir hatte mit dem Wetter Glück“, resümierte der Bürgermeister. Bei einem weiß – blauen Himmel startete man mit dem traditionellen Festzug und das Marktfest endete mit einer lauen Sommernacht am Sonntag. Als eine absolute Bereicherung wurde die Belegung des Schlossgartens des Oberen Schlosses gewertet. Der Zuspruch war enorm, es war eine echte Attraktion, wie Bürgermeister Peter Braun feststellte. Neben der rockigen Miusik gab es auch ein Kontrastprogramm: Die „Romantische Lauterach“, bei der die Moriskentänzer entlang der Lauterach farbig angestrahlt wurden, erfuhr eine Neuauflage – ein meditatives und farbenfrohes Erlebnis. Wirklich gelungen war auch das Engagement der Bundeswehr, hier so hofft nicht nur der Bürgermeister, wäre eine Wiederholung eine „feine Sache“. Was die Attraktionen anbelangt, dankte der Bürgermeister allen Vereinen.  Exemplarisch seien hier nur an den tollen Festzug, die Auftritte auf der Bühne, die Gestaltung des Frühschoppens durch den Männer- gesangverein,  das Kinderprogramm sowie die Ausstellungen des Katholischen Frauenbundes erwähhnt. Die diesjährige Ausstellung stand unter dem Motto „ Eine unvergessene Zeit – von der Wiege zur Schule“. Die Vertreterinnen des Frauenbundes zeigten sich optimistisch, dass ihnen bezüglich einer Neuauflage der Ausstellung in der alten Schmiede für das nächste Jahr wieder etwas einfallen wird. Aber auch was „Speis und Trank“ betraf, war man bei diesem Marktfest in Schmidmühlen bestens „bedient“, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Renner war auch diesmal wieder das Eselrennen in der Flutmulde und so die ersten Planungen,  es könnte im nächsten Jahr eine Neuauflage geben. An beiden Tagen gab es ein breites Musikprogramm von Volksmusik, vom Schlager zum Boarischen, Rock und Pop, bis hin zur Unterhaltungsmusik. Auch in den kommenden Jahren, so die einhellige Meinung, will man auch an beiden Tagen auf ein breitgefächertes Musikprogramm mit unterschiedlichen Musikrichtungen auf verschiedenen Plätzen Wert legen. Positiv wurde auch die diesjährige Standlstraß´ gewertet, auch der Bücherflohmarkt der Pfarr- und Gemeindebücherei stellte eine absolute Bereicherung des Marktfestes dar. Mit den Einnahmen, so Grete Fochtner, könne man wieder den Bestand in der Bücherei mit guter Literatur ergänzen. Ein derart gelungenes Marktfest setzt natürlich die Hürden hoch für ein noch besseres im kommenden Jahr. Erste Ideen und Verbesserungen wurden schon mal vorab diskutiert. Für diese Aufgabe bleibt ja jetzt noch Zeit, sich in den nächsten Monaten Gedanken zu machen. Fest steht aber sicher, dass am ersten Samstag im August  wieder  das erste Fass Bier angezapft wird – dann zum 38. Marktfest.  (ajp)

 

Ausblick

Die erste Besprechung zum nächstjährigen Marktfest wird voraussichtlich im Februar stattfinden.

Der Termin für das Marktfest 2016 steht fest: 6. und 7. August 2016.

 

(ajp)

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Marianne Fleischmann übergibt die Führung der Volkshochschulaußenstelle an Martina De Wille

Von links Bürgermeister Peter Braun, Martina De Wille, Marianne Fleischmann, VHS Leiter Manfred Lehner, Reinhard Fleischmann und VHS Mitarbeiterin Sonja Donhauser

(von Paul Böhm)

 

 

Nach 35 Jahren gibt Marianne Fleischmann ihr Amt als Leiterin der Volkshochschule in Schmidmühlen ab. Als ihre Nachfolgerin im "Amt" wurde Martina De Wille vom Leiter der Volkshochschule im Landkreis Amberg Sulzbach Manfred Lehner beauftragt.

Im Bereich der Erwachsenenbildung der Volkshochschule hat Marianne Fleischmann Geschichte geschrieben, meinte Manfred Lehner in seinem geschichtlichen Rückblick. "1980 hatte Marianne Fleischmann dieses Amt von ihrem Mann Reinhard Fleichmann übernommen, der bereits vorher über mehrere Jahre die Organisation der Kurse und Veranstaltungen geleitet hatte.

Gewachsen ist die Bewegung der Volkshochschule in Schmidmühlen nach der Gebietsreform im Jahr 1972. Erster Leiter war übrigens der langjährige Rektor der Volksschule in Schmidmühlen Michael Ringer gewesen. "Mit der Übergabe des Staffelholzes an Martina De Wille übergibt mit Marianne Fleischmann auch die Dienstälteste Leiterin  einer Volkshochschuleaußenstelle ein wohl bestelltes Haus", meinte Manfred Lehner in seiner Laudatio. Es waren die legendäre Kochkurse und die Bastelabende mit denen die Volkshochschule immer punkten konnte. In ihre Ära fallen aber auch die Gründung der Schmidmühlener Kulturwochen, um die sie sowohl Marianne Fleischmann als auch ihr Mann Reinhard Fleischmann bleibende Verdienste erworben haben. Dazu kommen noch die Diaabende, die Organisation von Vorträgen, Wanderungen und vor allem die Englisch Kurse von Reinhard Fleischmann, der es immer wieder schaffte, dass auch in diesen freiwilligen Kursen Vokabeln spielerisch leicht "gepaukt" wurden.

Erste PC Kurse standen damals im Veranstaltungskalender und für Manfred Lehner war es immer ein Genuss als Tester von verschiedenen Menüs aus der Schulküche eingeladen zu werden, wie er dazu aus seiner Erinnerung anmerkte.

Bis nach Hersbruck ist damals das Ehepaar Fleischmann als Pionier in Sachen "Basteln bei der Volkshochschule" gefahren.

Dazu gelte auch ein Dank an die Volksschule und den Markt Schmidmühlen, die mit der Bereitstellung der Schulküche und Klassenzimmer immer hervorragende Unterstützung gegeben haben, so Manfred Lehner.

Dass man immer wieder mit der Spontanität der Schmidmühlner rechnen musste, davon erzählte Marianne Fleischman aus ihrem reichen Erfahrungsschatz an Erlebnissen aus dieser Zeit. "Wenn keine Kursanmeldung eingegangen ist und man dann trotzdem am ersten Abend aus allen Nähten geplatzt ist, das waren immer aufregende Momente für mich", erzählte Marianne Fleischmann.

Auch ihre Nachfolgerin im Amt als VHS- Leiterin in Schmidmühlen, Martina De Wille ist kein unbeschriebenes Blatt für den Bereich der Erwachsenenbildung. Als Seniorenbeauftragte und Leiterin verschiedenster VHS- Kurse, angefangen von Englischabenden bis hin zu Bastelkursen und Handarbeit hat sich Martina De Will bereits einen guten Namen gemacht.

 

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13.09.2015 Tag des offenen Denkmals in Winbuch

(von Josef Popp)

 

Nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal in Winbuch, beteiligte sich der Markt Schmidmühlen am Tag des offenen Denkmals. Bei diesem Tag öffnete die ehemalige Dorfschmiede ihre Tore und gab einen Einblick in längst vergangene Zeiten. Das Schöne an diesem Tag war, man konnte auch einem Schmied bei seiner Arbeit zuschauen, den Rauch des Schmiedefeuers einatmen und mit ihm schwitzen. Georg Koller und Erwin Gural gaben den rund 500 Besuchern, die am Sonntag aus der ganzen Oberpfalz den Weg nach Winbuch fanden, einen Einblick in die Arbeit des Dorfschmieds „annodazumal“. Die Geschichte der Dorfschmiede war und ist auch die Geschichte des Dorfes. Als 1965 der Dorfschmied von Winbuch, Josef Schaller, krank wurde, und dieses höchst ehrenwerte Handwerk nicht mehr ausüben konnte, zeichnete sich das Ende einer Epoche der Dorfgeschichte ab - unwiederbringlich. Erwin Gural, der Schwiegersohn des Dorfschmieds hielt in der Schmiede die Zeit an und bewahrte so für Winbuch ein Stück Heimatgeschichte.

Denn die Dorfschmiede war wohl der wichtigste Betrieb in einem Dorf. Kaum vorstellbar, dass heute ein Dorf wie Winbuch ein eigener „Mikrokosmos“ war, der sich selbst versorgte und das alles dafür auch „seine“ Zeit brauchte. Für die jüngeren Generationen, die in einer Welt des schnellen Internets, von Paket- und sonstigen Schnelllieferdiensten aufwächst, nicht mehr vorstellbar. Noch bis in die 50iger und 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts musste das Allermeiste, was in einem Dorf gebraucht wurde, hier auch hergestellt werden. An die Arbeit in der Dorfschmiede konnten sich noch viele Besucher in Winbuch erinnern. Die alte Dorfschmiede von Josef Schaller  wurde 1940 gebaut - von französischen Kriegsgefangenen. Diese waren in Winbuch untergebracht. Unter diesen Kriegsgefangenen war auch ein tüchtiger Maurer, der schließlich bei dem Aufbau der Schmiede mitarbeitete. Arbeit gab es in der damaligen Zeit für einen Dorfschmied „zuhauf“, zumal Dorf- schmied Josef Schaller in den Nachbardörfern für seine hervorragende Arbeit bekannt war. Zusammen mit dem „Wagner“ Michael Feuerer fertigte er die Wagen an, die die Landwirte brauchten. Der eine war für das Holz, der andere für das Eisen zuständig. Dies waren sicher „Großaufträge“, aber auch sonst gab es für einen Dorfschmied wie Josef Schaller viel zu tun. Zum Beispiel Gaul und Ochsen beschlagen. Einen guten halben Tag war er mit dem Beschlagen beschäftigt. Pro Pferdefuß wurde rund eine Stunde verplant, mal vier, ein halber Arbeitstag. Die Dauer war aber auch vom Durst des Schmieds und des Knechts – in erster Linie vom Geld, das der Knecht mitbekam, abhängig. Letzterer bekam vom Bauern immer auch etwas Geld mit, um sich für die Zeit des Wartens und Mithelfens mit Bier zu versorgen. Ein Schwerpunkt der Arbeit der Dorfschmiede war neben dieser Tätigkeit vor allem die Instandhaltung der bäuerlichen Arbeitsgeräte wie Pflug oder Egge. So konnte man in Winbuch auch allerlei altes Werkzeug bewundern.

 

Dieser europaweit begangene Tag des offenen Denkmals“ - jeweils am zweiten Sonntag im September – stand unter dem Motto "Handwerk, Technik, Industrie". Mit diesem Motto beteiligt sich der deutsche Tag des offenen Denkmals an der europaweiten Kampagne "European Industrial and Technical Heritage Year 2015". Ziel der Kampagne ist es, auf die Bedeutung dieser industriellen und technischen Denkmale für die Denkmallandschaft in Europa hinzuweisen. Denn: Nicht nur  Gotteshäuser und historische  Altstädte formen baukulturelle Identität, sondern auch Industrie und Handwerksbetriebe. Das Handwerk bildet die Grundlage unserer Denkmallandschaft, so sind seit 2003 traditionelle Handwerkstechniken Teil des immateriellen Weltkulturerbes. Gewerke der Stein- und Holzbearbeitung, Metallurgie, Webtechniken oder Töpferei sind Jahrtausende alt, ja teilweise „so alt wie die Menschheit“.

 

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Schmidmühlen – Trachtenverein beim Ferienprogramm immer ein „Gewinn“

01.09.2015 von Josef Popp

 

Auch wenn das Ferienprogramm noch rund zwei Wochen dauern wird, so kann man jetzt schon eine positive Bilanz ziehen. Das breite und bunte Programm kam bei den Kindern und Jugendlichen gut an. Die nun schon fast mehr als zwei Jahrzehnte gedeihliche Zusammenarbeit von Markt, Pfarrei und Vereinen zahlt sich aus. Das Spektrum reichte auch heuer wieder von Sport und Abenteuer bis hin zu Kreativkursen. Immer ein Gewinn beim Ferienprogramm ist der Heimat- und Volkstrachtenverein, der in den vergangenen Jahren immer wieder beliebte und gerne nachgefragte Veranstaltungen anbot. So war es auch diesmal nicht anders. Vierzehn Kinder kamen ins Trachtenheim, genauer gesagt in den Schatten des mächtigen Hammerschlosses, um eine „Massagespinne“ kreativ zu gestalten. Unter der Leitung von Michaela Mehringer und Christine Fuchs machten sich die Kinder an die Arbeit, die Vorlagen bunt und farbenfroh zu gestalten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Es hat nicht nur Spaß gemacht, sondern man konnte auch etwas mit nach Hause nehmen. Bei diesem „Produkt“ hatten nicht nur die Kinder ihren Spaß, sondern auch die Eltern, wenn die Massagespinne auch richtig angewendet wird. (ajp)

 

Ferienprogramm Endspurt: Das Restprogramm für den September
„Tarnen und Täuschen“: Dienstag, 01. September von 15:00 – 18:00 Uhr. Tarnen und Täuschen wie die Indianer. Die Naturvölker waren Meister im Tarnen und Schleichen. Wie sie das gemacht haben und welche Rolle Wildtiere dabei spielen wird an diesem Tag gelernt. Themen: Tarnen mit Naturmaterialien, Schleichen, natürliche Verstecke, Alarmsysteme im Wald, Stockbrot am Lagerfeuer. Alter: 6-12 Jahre, Unkostenbeitrag: 8 Euro, Anmeldung war erforderlich. Verantwortlich: Heimat- und Kulturverein

„Über Kimme und Korn“: Freitag, 11. September von 17:00 bis 18:00 Uhr
Schnupperschießen bei den Sportschützen. (Mindestalter 10 Jahre), Keine Vorkenntnisse und keine Anmeldung erforderlich. Leitung: Stefan Koller, 1. Jugendleiter. Treffpunkt: Schützenheim „Alter Bahnhof“, Bahnhofstr. 12, Verantwortlich: Sportschützen e.V. Schmidmühlen.

Treffpunkt: Tischtennis: Samstag, 12.09.2015, 15:00 bis ca. 17:00 Uhr.
Schnuppertischtennis. Teilnehmen können alle Kinder, Jugendliche und natürlich auch Eltern, die sich für den Tischtennissport interessieren. Mit zu bringen sind saubere Turnschuhe mit einer hellen abriebfesten Sohle, evtl. Sportkleidung und – sofern vorhanden – ein Tischtennisschläger. Sollte kein Schläger vorhanden sein, so kann auch ein Schläger der Tischtennisabteilung benützt werden. Angeleitet werden alle Teilnehmer von Jugendtrainer Arpad Deak und Sportwart Bernd Wetzel. Schulturnhalle, Verantwortlich: Sportgemeinschaft, Abteilung Tischtennis

„Neunerlturnier“: Sonntag, 13. September ab 10:30 Uhr nach dem Gottesdienst
Unkostenbeitrag: 1 Euro. Neben vielen Sachpreisen erhalten 1. Sieger 15 Euro,
2. Sieger 10 Euro und 3. Sieger 5 Euro. Treffpunkt: Pfarrheim Schmidmühlen, Verantwortlich: Pfarrgemeinderat und Kolpingfamilie
(ajp)

 

Foto ajp: Beim Trachtenverein, die beiden Jugendleiter: sitzend Christine Fuchs, stehend Michaela Mehringer mit den Kids

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Aktionsjahr „Waldnaturschutz 2015“

Anton Preischl -mitte- ist überzeugt, dass Waldbau und Naturschutz sich gegenseitig positiv ergänzen.

(von Josef Popp)

Waldbau und Naturschutz - zwei Aufgabengebiete für den Forst und die Naturschutzverbände, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Allerdings nur auf den ersten, wie die Teilnehmer einer Exkursion in und durch den Gemeindewald von Schmidmühlen erfuhren. Auf den zweiten, genaueren Blick passen Naturschutz und Waldbau bestens zusammen. Zu dieser Exkursion lud das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg mit Beratungsförster Anton Preischl ein. Unterstützt wurde diese Aktion auch von Richard Lehmeier vom Landschaftspflegeverband. Mit dabei als Ansprechpartner waren Bürgermeister Peter Braun, Erwin Graf, stellvertretender Betriebsleiter vom Forstbetrieb Burglengenfeld sowie Isabell Lautenschlager vom Naturpark Hirschwald. Bei dieser Aktion gab es nicht nur wichtige Informationen, sondern auch einige kritische Nachfragen, die doch zu kontroversen Diskussionen nach sich zogen.

 

Im Herbst 2013 erfolgte eine umfassende Durchforstung des Gebiets „Tummelplatz“. Durchforstet wurden etwa 10 Hektar. Ursprünglich diente der Hang bis etwa Mitte der 50iger Jahre des letzten Jahrhunderts als Weidefläche, bis er sukzessive immer mehr verbuschte. Im Jahr 2006 erfolgten auf Initiative des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins erste Maßnahmen zur Sicherung des Trockenrasen - etwa 1,5 Hektar. Dabei konnte für den Markt Schmidmühlen ein Erlös von etwa 20 000 Euro erzielt werden. Holz ist der umweltverträglichste Rohstoff, so Anton Preischl, den man so naturnah wie möglich nutzen sollte. Ziel des nachhaltigen naturnahen Waldbaus ist, dass man so viel Holz entnimmt, wie nachwächst. Naturnah arbeiten und wirtschaften heißt aber auch, dass Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten werden oder neu entstehen. Neben dem Markt Schmidmühlen gab es bei der Durchforstung aber auch noch einen zweiten Profiteur - die Natur. So blieb bei dieser Aktion auch Totholz stehen, das wiederum Lebensraum für Höhlenbrüter bietet. Ziel der Durchforstung, so Anton Preischl, war auch, mehr Licht auf den Waldboden zu lassen, um die sogenannte Naturverjüngung, das heißt den Anflug von Laubbaumarten; zu fördern. Der nach Südwesten hin offene Standort fordert mit Blick auf dem Klimawandel geradezu einen Umbau hin zu wärmeliebenden Laubbaumarten. Richard Lehmeier nannte in diesem Zusammenhang Mehlbeere, Kirsche, Wildbirne, Nussbaum oder auch die Elsbeere. Ob die Sämlinge sich gegen die Konkurrenz aus Brombeere und Schlehe behaupten können, hängt auch vom Verbissdruck durch Rehwild ab.

 

Die inzwischen vom Bauhof Schmidmühlen aufgestellten drei Weiserzäune werden in zwei bis drei Jahren erste Aufschlüsse dazu geben. In diesem Zusammenhang verwiesen Richard Lehmeier auf die aus naturschützerischer Sicht durchaus als Lebensraum wertvollen Brombeer- und Schlehenbereiche im Wald, wenngleich eine waldbauliche Verjüngung oft verzögert wird. Viele „Hecken“ ? Vögel brüten gerne im Brombeergestrüpp, da Nester und Jungvögel durch die Stacheln geschützt werden und gleich entsprechend Nahrung wie Früchte oder Insekten vorfinden.

 

Erwin Graf, Forstbetrieb Burglengenfeld, wurde auf die vermeintlich zu großen Holzeinschlagsmengen im Staatswald angesprochen. Graf verwies in diesem Zusammenhang zu vielen kleinen Hieben in der Vergangenheit auf heutzutage wenige, konzentrierte und entsprechend umfangreiche Hiebe, die ins Auge stechen. Er verteidigte diese Maßnahmen mit dem Hinweis, dass durch langfristige Inventuren und Vergleiche von Einschlag und Zuwachs ein nachhaltiger Umgang mit den Staatswäldern garantierte sei. Anton Preischl bestätigte, dass viele Bürger die Holzernte kritisch, sicher auch negativ sehen. Aber der Rohstoff Holz wächst vor unserer Haustüre und er wächst immer wieder nach. Und viele nutzen ihn: zum Bauen, zum Heizen und zum Wohnen. 

 

Richard Lehmeier bezog auch Stellung auf die Freistellung von Felsen im Vils- und Lauterachtal. Eine Freistellung im Gemeindewald Schmidmühlen ist derzeit nicht vorgesehen. Die Freistellung von Felsen folgt nach bestimmten Kriterien, nicht jeder Fels muss freigestellt werden. Die Freistellung erfolgt bei besonderer kultureller Bedeutung oder bei artenschutzfachlicher Bedeutung, beispielsweise Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten, die an den speziellen Lebensraum „besonnter Fels“ angepasst sind, wie Donarsbart, Pfingstnelke, Segelfalter. Zum Abschluss zeigte sich Bürgermeister Peter Braun angetan von „seinem“ Gemeindewald. Peter Braun abschließend: Wir wollen unseren Wald weiterhin naturnah bewirtschaften, weil dies langfristig ökonomisch und ökologisch der sinnvollste Weg ist.

 Hintergrund: Integrativer Ansatz der bayerischen Forstwirtschaft "Bayern ist mit 2,5 Millionen Hektar Wald und rund einer Milliarde Kubikmeter Holzvorrat das Waldland „Nummer eins“ in Deutschland. Unter dem Motto »Schützen und Nutzen auf ganzer Fläche« bringen wir ökologische, ökonomische und soziale Ansprüche an den Wald in Einklang", betonte Minister Brunner in einer Regierungserklärung.

Der Wald und seine Bewirtschaftung sind in den letzten Jahren zunehmend in die öffentliche Diskussion geraten. Dabei wird oftmals Waldbewirtschaftung  auf die reine Holzernte. Die Fülle der Leistungen, welche die bayerische Forstwirtschaft für den Naturschutz und das Gemeinwohl aller Bürgerinnen und Bürger erbringt, tritt dabei oftmals in den Hintergrund. Um diese Leistungen wieder vermehrt in das Bewusstsein der Menschen zu rücken, erklärte Forstminister Helmut Brunner das Jahr 2015 zum "Aktionsjahr Waldnaturschutz".

 

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Nach 77 Jahren wieder Kirchweih in Enslwang

(von Paul Böhm)

Nach 77 Jahren wieder eine Kirchweih in Enslwang! Gut 150 Schmidmühlener Bürgerinnen und Bürger waren am 05.07.2015 mit dabei, als nach all den Jahren zum ersten Mal wieder im abgelösten Juradorf im Truppenübungsplatz wieder ein Kirchweihbaum aufgestellt und ausgetanzt worden ist. Freilich dieses Mal nicht im Schatten des Kirchturmes von St. Nikolaus in Enslwang, sondern nicht weit weg vom Minarett, das jetzt das dominante Bauwerk im Übungsdorf ist.

Damals war das freilich anders! 1937 haben die Enslwanger zum letzten Mal in einer, ihnen eigenen Art die Dorfkirwa gefeiert. Doch dann ist die Ablösung gekommen. Die Reichswehr hatte im Zuge der Wiedereinführung der Wehrpflicht im Dritten Reich einen Truppenübungsplatz für das 7. Bayerische Armeekorps gefordert. Letztendlich ist die Wahl auf das Hohenfelser Land gefallen. Auch wenn sich damals viele Bauern geweigert haben, ihre Heimat aufzugeben. Knapp 10000 Hektar umfasste der Wehrmachtsübungsplatz nach seiner Ablösung im Jahr 1938/1939.

 

So haben die Enslwanger im Jahr 1937 zum letzten Mal ihre Kirchweih gefeiert. Eine Kirchweih, von der Altvordere sagen, dass sie immer eine ganze Woche gedauert hat. Aus dieser Zeit stammt auch das heute noch bekannte Sprichwort "Oh Enslwang, Oh Enslwang, wirst untergeh´n wie Hüpflham". Ob diese Worte wegen des ausschweifenden Kirchweihfestes so entstanden ist, oder wegen eines untergegangenen Bauerngehöftes in dieser Juragegend ist nicht mehr nachzuvollziehen.

Der Heimat- und Kulturverein Schmidmühlen hat in Zusammenarbeit mit der Reservistenkameradschaft, den Kirchweihpaaren und nicht zuletzt dem Markt Schmidmühlen als offiziellen Ansprechpartner bei der US Army in Hohenfels die Gelegenheit genutzt, im Zuge einer Truppenübungsplatzrundfahrt die Enslwanger Kirchweih zu organisieren - und dies erstmals wieder nach 77 Jahren. Das diese Truppenübungsplatzrundfahrt fast den Rahmen des Machbaren sprengte, sehen Bürgermeister Peter Braun sowie die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Eva Eichenseer wohl auch darin, dass man nur selten die Möglichkeit hat, dieses militärische Terrain zu betreten.

Von der Filialkirche St. Nikolaus sind nur noch ein paar Grundmauern zu sehen und auch sonst erinnern nur noch schroffe, verwitterte Steinquader alter Bauernhäuser, dicht umwachsen von Obstbäumen und Hollerstauden an diese ehemals menschliche Besiedelung.

Das neue Enslwang prägen jetzt Gehöfte im orientalischen Baustil. Flachdächer und schützende Einfriedungen ziehen sich entlang der Dorfstraße mit vielen kleinen Verkaufsbuden als realitätsnahes Ausbildungsszenario für die vielfältigsten Übungsszenarios multinationaler Truppenverbände.

Gleich neben der geschotterten Dorfstraße, die wohl damals in einem nicht zu guten Zustand gewesen war, konnten gut 150 Exkursionsteilnehmer ein wenig Enswanger Kirwaluft schnuppern. Es gab Bratwürstl vom Grill und das reichlich, es gab kühle Getränke und dazu bodenständige Musik von den beiden Kirwamusikanten Alexander Böhm und Werner Koller.

Sogar einen bunt geschmückten Kirchweihbaum hatten die Schmidmühlener Reservisten aus dem Waldbestand des Bundesforstes im Dorf aufgestellt. Und zur Feier des Tages tanzten die Schmidmühlener Kirchweihpaare unter der Federführung von Armin Lamecker und Philipp Pirzer den Enslwanger Kirchweihbaum unter dem Beifall der Zuschauer aus - und dies nach 77 Jahren zum ersten Mal!

Von Seiten des Marktes Schmidmühlen und des Heimat- und Kulturvereins bedankten sich Bürgermeister Peter Braun und Eva Eichenseer bei den Reservisten und den Kirwaleuten aus Schmidmühlen sowie der Helferin vor Ort von der Ersthelfergruppe Hirschwald, Regina Armbruster aus Hohenburg für die sichere und professionelle medizinische Betreuung.

 

 

Fast einen halben Tag waren drei Reisegruppen quer durch den Truppenübungsplatz Hohenfels in klimatisierten Bussen unterwegs gewesen, ehe sie Kirwastation Enlswang machten. Für viele auch überraschend, denn im Vorfeld hatte man den "Kirwaplan Enslwang 2015" nicht preisgeben wollen.

Von Emhof führte die Fahrt zum Übungsdorf, entlang der Feldlandebahn nach Kirchenödenhart, Geishof, Matzhausen, Oberdietldorf, Haasla, Butzenhof, Mehlhaube, Unterödenhart und Nainhof. Weitere Stationen waren das Feldlager Nainhof, Schmiedheim, Gstettertahl, Geroldsee, Pielenhofe, Griffenwang, Weidenhüll, Raversdorf, Schwend nach Enslwang. Auf dem Heimweg waren Waltersheim und Bergheim noch Anfahrstationen, ehe mal wieder nach Schmidmühlen zurückkehrte.

 

 

Gesichte verbindet Emhof und Kittensee: Wie die Busbegleiter Norbert Wittl, Albin Koller und Paul Böhm erzählten, gibt es besondere geschichtliche Zusammenhänge zwischen Emhof und Kittensee im Erweiterungsgebiet: In der Kirche von Kittensee hat sich über lange Jahre, so wie auch in der Kirche in Emhof, eine Steinplatte befunden, die an ein Gefecht im Rahmen des spanischen Erbfolgekrieges an Generalfeldmarschall Friedrich von Brandenburg erinnert, der am 28. März 1703 beim Vilsübergang in Emhof von einer Schrapnelle schwer getroffen am darauffolgenden Tag in Kittensee in einem Bauernhaus "Beim Fruth" verstorben war.

Hintergrund der Schlacht von Emhof ist der Spanische Erfolgekrieg, als sich von 1701 bis 1714 die Österreicher und die Franzosen um die spanische Königskrone stritten, da der letzte habsburgische Herrscher in Spanien König Karl II. kinderlos verstorben war. So spielten damals auch Emhof und Kittensee eine kleine Rolle im Twist der beiden großen Europäischen Herrscherhäuser des habsburgischen Österreichs und des französischen Königs, die beide um die iberische Königskrone stritten. Der Bayerische Kurfürst Max Emmanuel hatte damals Partei für die Bourbonen ergriffen und so war auch die Oberpfalz in den Krieg hineingezogen worden.

 

 

Zitate:

Eva Eichenseer, Heimat- und Kulturverein: "Eine tolle Sache, wenn man bedenkt, dass Enslwang nur ein paar Kilometer von Schmidmühlen weg ist, aber trotzdem so unerreichbar weit weg ist.

 

Bürgermeister Peter Braun: Danken möchte ich den knapp vierzig Helferinnen und Helfer von der Reservistenkameradschaft und den Kirchweihpaaren, die diese Enswanger Kirwa nach 77 Jahren organisiert haben.

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Nachbarschaftshilfe im Aufbau

20.04.2015 von Paul Böhm

Eine Stärke des ländlichen Raums ist der soziale Zusammen-halt. In vielfa­cher Weise helfen sich schon jetzt Nachbarn und Bekannte gegen­seitig. Freilich gibt es auch Personen, die durch dieses Raster fallen. Sei es, dass sie neu zugezogen sind oder als letzte Person eines Freundeskreises in die Lage kommen, Hilfe zu bedürfen. Sei es, dass die Familienange-hörigen genau in dem Moment wegziehen, als sie altersbedingt mehr Hilfe brauchen.

Träger der Nachbarschaftshilfe in Schmidmühlen sollen sowohl die politische und kirchliche Gemeinde sein. Am Dienstag 28. April 2015 findet um 19.45 Uhr eine erste Informationsveran-staltung im Pfarrheim (Hauptstr. 32 rechts vor dem Kindergar-ten) statt. Die Teilnah­me an dieser Veranstaltung verpflichtet zu nichts.

Zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten wollen der Markt Schmidmühlen und die Pfarrei St. Ägidius versuchen, in Schmidmühlen ein soziales Netzwerk aufzubauen, das dann einspringt, wenn akut und kurzfristig, für einen überschau-baren Zeitraum oder nur gelegentlich von Zeit zu Zeit Hilfestel-lungen nötig sind.

Gedacht ist z.B. an:

-          vorübergehende Hilfestellungen beim Einkauf (z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt, bis man selbst wieder in der Lage dazu ist)

-          Begleitungen oder Fahrdienste zum Arzt, Therapeuten oder Gottes­dienst

-          Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen oder Behördengängen

-          Besuchsdienste und Spaziergänge

-          Kleinstreparaturen im Haushalt (z.B. Wechseln einer Glühbirne)

Nicht leistbar durch die Nachbarschaftshilfe sind dauerhafte Hilfen in Gar­ten und Haushalt oder pflegerische Leistungen. Dafür gibt es professionel­le Dienste.  Die Gründe und Anlässe, weshalb jemand in eine solche Lage gerät, sind vielfältig.

Um solche Dienste anbieten zu können, braucht es einen möglichst großen Kreis an freiwilligen Helfern, die bereit sind einen Teil ihrer Zeit einzubrin­gen. In welchem Maß und in welcher Form jemand hilft, kann jeder selbst bestimmen. Diskretion und Verschwiegenheit sollten eine Selbstverständ-lichkeit sein.

Die Veränderungen in unserer Gesellschaft ? das Älterwerden der Menschen und das Ausdünnen familiärer Strukturen ? macht solche Hilfen erforderlich. Schneller als einem lieb ist, kann man selbst in die Situation gelan­gen, dass man Hilfe bedarf. Schenke sie anderen diese Hilfe.

 

 

 

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Friedhofsmauer

Bei einem Ortstermin des Bauaus­schusses fiel den Mitgliedern des Gre­miums auf, dass die Friedhofs­mauer im südwestlichen Bereich des Friedhofs deutlich nach innen geneigt ist. Die Prüfung durch einen Statiker ergab, dass die Standsicherheit der Mauer in diesem Bereich nicht mehr gewährleistet und sie einsturzgefähr­det ist. Auf 1m neigt sich die Mauer um 17 cm.

Der betroffene Bereich wird am 20.04.2015 mit einem Absperrband ge­sperrt. Bitte begeben Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht hinter das Ab­sperrband. 

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Ein Teil der Friedhofsmauer gilt als einsturzgefährdet

27.08.2015

Inzwischen liegt das Sanierungskonzept vom Ingenieurbüro vor.

Danach soll die Schiefstellung der Mauer durch Einbau von Fundamenten und seitlichen Stützen so abgesichert werden, dass ein Einsturz nicht möglich ist. Allerdings bedarf die Maßnahme noch der denkmalschutzrechtlichen Erlaubnis durch das Landratsamt, die bis zum heutigen Tage noch nicht vorliegt.

Die betroffenen Grabbesitzer wurden vom Markt in einem eigenen Schreiben informiert.

 

 

20.04.2015 von Paul Böhm

Die Standsicherheit für einen knapp 30 Meter langen Teilbe-reich der Friedhofsmauer in Schmidmühlen ist gravierend vermindert. Für diesen Mauerabschnitt besteht die Gefahr eines Einsturzes, so die Beschreibung aus dem Gutachten des eingeschalteten Statikers.

Sorgenfalten bekommt Bürgermeister Peter Braun wenn er das Gutachten um die Standsicherheit der Friedhofsmauer in Schmidmühlen studiert. Ein großes Teilstück Mauer Richtung Süd-Westen zu US Wohnsiedlung hin ist nach einem erstellten Gutachten als einsturzgefährdet einzustufen.

Bei einem Ortstermin hatten sich sowohl der Bauausschuss des Marktgemeinderates als auch Pfarrer Werner Sulzer ein Bild zum Baustand gemacht. Die Prüfung durch einen Statiker ergab jetzt, dass die Standsicherheit der Mauer im südwestli-chen Bereich nicht mehr gewährleistet ist und als einsturzge-fährdet eingestuft werden muss. Auf einen Meter Höhe neigt sich die Friedhofsmauer in diesem Bereich mittlerweile um 17 Zentimeter.

Der Betroffene Bereich, so die Anordnung von Bürgermeister Peter Braun, wird umgehend mit einem Absperrband gesperrt. Die Friedhofsbesucher werden gebeten, nicht mehr hinter dieses Absperrband zu gehen, so Bürgermeister Peter Braun und Pfarrer Werner Sulzer.

Wie dem Gutachten zu entnehmen ist, weist die Friedhofs-mauer auf der Süd-Westseite eine deutliche Schiefstellung auf einer Länge von 25 Meter mit gut 17 Zentimeter auf.

Besonders prekär dürften die Sicherungsarbeiten werden, weil unmittelbar vor der Mauer Gräber angeordnet sind. Bei der Anordnung der Gräber vor der Wand kann man von einer Gründungstiefe von etwa 60 Zentimetern ausgehen. Die Gräber werden in der Regel zwischen 1,80 - 2,00 Meter angeordnet. Hierdurch, so der Gutachter, wird die Gründungsebene der Mauer untergraben. Der Boden wird aufgelockert und mit dem Einbruch der Gräber sackt das Erdreich im Bereich der Funda-mentsohle ab. Dadurch verlor das Fundament im Laufe der Jahrzehnte seine Stützung durch den gewachsenen Boden.

Im stark verformten Mauerbereich, man spricht zwischen 15 bis 17,5 Zentimeter pro Meter Wandhöhe auf einer Länge von knapp 30 Metern, ausgehend von der Süd-West Ecke. Hier ist die Standsicherheit nicht mehr im erforderlichen Maß gegeben.

Erforderliche Maßnahmen nannte der Gutachter, dass der gefährdete Mauerbereich mittels Abstützungen, die zwischen den einzelnen Gräbern angeordnet werden, vorerst temporär zu sichern. Für eine langfristige Erzielung  der Standsicherheit muss man wohl den gefährdeten Wandbereich abtragen und die Wiederherstellung von ausreichend tief gegründeten Fun-damenten für einen Wiederaufbau der Mauer rechnen.

Ein weiterer Lösungsansatz wäre auch die Nachgründung oder eine Tieferführung der Fundamente mit Kleinbohrpfählen und Stabilisierung  der Mauer mit Erdankern.

 

 

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Die Freiwillige Feuerwehr hat in bestehendes Feuerwehrgerätehaus um einen Anbau erweitert. Die Einweihung wurde feierlich begangen

16.06.2015 von Johann Bauer

Mit einem Kirchenzug zogen die Vereine mit Land-rat, Bürgermeister, Marktrat und Kreisbrandrat vom Dorfgemeinschaftshaus durch die Straßen von Win-buch zum Feuerwehrgerätehaus, wo Gottesdienst mit Pfarrer Werner Sulzer gefeiert wurde. Die Aktiven hatten hierzu einen Altar, Kreuz und ein Bild aufgebaut. Die musikalische Gestaltung erfolgte durch die Blaskapelle "St. Ägidius". Pfarrer Werner Sulzer sagte zur Eröffnung "Wir wollen das Feuerwehrhaus wieder in Betrieb nehmen und Gott danken für das Gelingen, vor allem dass es keine Unfälle beim Bau gab". In seiner Predigt erzählte Pfarrer Werner Sulzer eine Geschichte. Nach einer Messe ging ein Pfarrer durch ein Moor nach Hause und blieb nach kurzer Zeit bis zu den Knöcheln im Moor stecken. Die Feuerwehr wollte ihm helfen, doch lehnte der Pfarrer die Hilfe ab. Als der Pfarrer aber immer tiefer einsank, kam noch zwei-mal die Feuerwehr, doch lehnte der Pfarrer erneut mit den Worten "Nein ich vertraue auf Gott, er wird mir schon helfen". Doch der Pfarrer sank immer weiter ein und kam schließlich in den Himmel hinauf zu Gott und sagte "Lieber Gott ich habe auf dich vertraut, warum hast du mir nicht geholfen". Doch Gott erwiderte, "Mein Sohn ich habe dir dreimal die Feuerwehr als Hilfe geschickt, doch du hast immer wieder abgelehnt"!

Pfarrer Werner Sulzer sagte zu den Gläubigen, "Man soll als Christen auf Gott vertrauen, er hilft auf irdische Weise". So auch am Gründonnerstag hier in Winbuch, als bei einem Großbrand viele freiwillige Helfer mit massiver Hilfe den Schaden vergleichs-weise gering gehalten haben. "Menschen haben geholfen, wenn der Wind allerdings etwas anders geblasen hätte, wären sehr große Probleme entstan-den. Der Einsatz von Menschen - die Hilfe von Gott". Man könnte an der Brandstelle zwei Schilder mit den Worten "Menschen haben geholfen und Gott hat geholfen" aufstellen! Nach der Predigt ging Pfarrer Werner Sulzer durch das Feuerwehrgeräte-haus und weihte auch den Anbau. 

1. Vorstand Ludwig Spies sprach seinen Dank für alle Helfer aus und begrüßte die Ehrengäste. Die Glückwünsche und Dank überbrachte auch Landrat Richard Reisinger. "Solche Aktivitäten zeichnen die Winbucher aus. Der Zusammenhalt in Winbuch sei Vorbild für ländliche Entwicklung". "Dank für das Engagement" entgegnete auch 2. Bürgermeisterin Eva Eichenseer. "In vielen Stunden habt ihr den Anbau geschafft. Ich beglückwünsche die Feuerwehr auch zur tollen Kinder- und Jugendfeuerwehr". Ein herzliches Vergelt´s Gott sagte Kreisbrandrat Fredi Weiß zu 24 Stunden Einsatz der Feuerwehr. "Das Ehrenamt ist unverzichtbar"!

Über due Bauphase des Anbaus und Containerplatzes informierte Kommandant Reinhard Götz. Am 11. Juni 2014 habe man nach längerer Planungsphase mit dem Vorhaben begonnen mehr Platz für die aktive Wehr zu schaffen. Die ganze Baustelle habe man in fünf Bauabschnitte eingeteilt. 1. Schaffen eines Neben-eingangs. Bisher war der Zugang ins Feuerwehrhaus nur über das Haupttor möglich. "Dies war sehr unpraktisch, da jedes Mal das große Tor geöffnet werden musste. Deshalb haben wir einen separaten Eingang geschaffen". 2. Erstellen eines Anbaus. Da das Feuerwehrhaus aus nur einem Raum bestand, hatte man keine Möglichkeit Material, Gerätschaf-ten und Ausrüstung zu lagern bzw. keine Möglich-keit kleinere Reparaturen vor Ort auszuführen. Somit wurde beschlossen, einen ca. 20 Quadratmeter großen, absperrbaren Nebenraum als Lagerraum und Werkstatt anzubauen. ". Neueindeckung des beste-henden Gerätehauses. Das alte Dach des Feuerwehr-hauses hatte auch schon bessere Zeiten gesehen und wurde somit im Zuge der Umbauten gleich passend neu eingedeckt. 4. Gestaltung der Außenflächen. Nach dem Anschluss des Dorfes an das örtliche Kanalsystem war eine Neugestaltung des Vorplatzes dringend nötig. 5. Gestalten eines Containerab-stellplatzes. Die Recyclingcontainer des Landkrei-ses wurden bei der Neugestaltung der Außenflächen mit in das Konzept integriert und bekamen eben-falls einen neuen Aufstellplatz. "An diesen Umbau-maßnahmen hat sich der Landkreis finanziell betei-ligt"!

"Ohne Sponsoren wäre so ein Projekt für eine kleine Feuerwehr wie Winbuch nicht machbar. Somit hat den Hauptteil der Materialkosten die Gemeinde Schmidmühlen getragen. Der Feuerwehrverein hat einiges selbst übernommen. Darüber hinaus haben wir auch viel Unterstützung privater Personen und von Geschäftsleuten erhalten"! Götz dankte hierfür allen, die in welcher Form auch immer die Feuer-wehr unterstützt haben. Die Wehr selber hat ca. 800 Arbeitsstunden am Feuerwehrhaus verbracht, um das Projekt zu stemmen. "Erst am Samstagabend um 19 Uhr haben wir den letzten Staub von den Tür-klinken gewischt, um euch heute Stolz unser Werk präsentieren zu können. Vor ein paar Wochen hat sich wieder gezeigt, dass auch die kleinen Wehren, vor allem im ländlichem Rau, ihre Daseinsberechti-gung haben. Durch die Zusammenarbeit der großen und kleinen Wehren im Lauterach-/Vilstal und Umge-bung stelle wir alle zusammen eine schlagkräftige Truppe, auf die sich die Bevölkerung verlassen kann", sagte Kommandant Reinhard Götz. Anschließend traf man sich gemeinsam im Dorfgemeinschaftshaus zum gemütlichen Teil, hier spielte die Blaskapelle St. Ägidius auf.  

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Seit 25 Jahren im Marktrat tätig

01.06.2015 von Paul Böhm

Bürgermeister Peter Braun und Johann Luschmann gehören seit 25 Jahren dem Marktrat in Schmidmühlen an. Als eine sehr ehrenvolle Aufgabe bezeichnete es 2. Bürgermeisterin Eva Eichenseer, den beiden Mitglieder des Marktrates in Namen des gesamten Gremiums zu diesem Jubiläum zu gratulieren. "Danke für eueren Einsatz und euer Engagement". Denn schließlich seien 25 Jahre ein sehr bemerkenswerter Zeitraum. "In dieser Zeit habt ihr die Politik in Schmidmühlen entschei-dend mit geprägt und damit die Heimatgemeinde vorange-bracht". Sie bedankte sich für das gute Beispiel, das man auch bei der Zugehörigkeit zu unterschiedlichen politischen Überzeugungen trotzdem respektvoll und achtsam miteinander umgehen kann.

 

 

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Ihr Jawort gilt heute noch

26.05.2015 von Paul Böhm

Das war für die Eheleute Josefa und Ernst Schwendner die große Überraschung des Tages. Zur ihrer Eisernen Hochzeit ließen neben Landrat Richard Reisinger auch der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und Bundespräsident Joachim Gauck die besten Glück- und Segenswünsche durch Bürgermeister Peter Braun übermitteln. Dazu überbrachte er auch die besten Wünsche von Seiten des Marktes Schmidmüh-len zum 65. Hochzeitstag.

"Unsere große Leidenschaft sind Spaziergänge in die Umge-bung von Schmidmühlen", erzählen Josefa und Ernst Schwendner. Das Taubenbachtal und die Landschaft um Kreuth haben es ihnen besonders angetan. Und wenn das Wetter an den Pfingsttagen einigermaßen passt, dann sind für die beiden auch ein Ausflug in den Bayerischen Wald oder nach Weltenburg im Terminkalender. Einst Nachbarskinder,

sowohl Josefa Schaller, so ihr Mädchenname, als auch Ernst Schwendner gingen in Schmidmühlen zur Schule, wenn auch ein paar Jahre zeitversetzt. Als Nachbarskinder haben sie schon viel Zeit miteinander verbracht. Aus der "Sandkasten-liebe" ist für sie beiden schließlich die Liebe fürs Leben gewor-den, erzählten sie Bürgermeister Peter Braun.

Vor 65 Jahren haben sie sich das Jawort fürs Leben gegeben, und das gilt auch heute noch.

Ernst Schwendner arbeitete bis zu seiner Pensionierung bei der Bahn, seine Frau Josefa war nach der Kindererziehung bei der Hosenfabrik Rieger & Schildt auf dem Theilberg und bei den Wanschuras in Harschhof tätig.

 

Gesundheit ist das größte Geschenk für sie. "Dies schätzen wir mehr als alle anderen irdischen Güter". Die Eheleute Josefa und Ernst Schwendner haben nur einen großen Wunsch: Dass es ihnen weiterhin gesundheitlich gut gehen möge. Dazu gehören für sie ausgiebige Spaziergänge, Geselligkeit und das Interesse am allgemeinen Geschehen in ihrer Heimatgemeinde Schmidmühlen.

Zu diesem außergewöhnlichen Hochzeitstag gratulierten ganz besonders ihre beiden Töchter mit Familien, drei Enkel und zwei Urenkel.

 

Junge Buchen sind auf dem Vormarsch, die Kiefer auf dem Rückzug.

16.03.2015 von Paul Böhm

Auch für die Bundesforstleute sind die Waldbestände des Truppenübungs-platzes Hohenfels immer wieder ein "lernendes System". Auf dem Prüfstand der Bundesforstzentrale war in den vergangenen Tagen die Arbeit des Bundes-forstbetriebes mit Sitz in Schmidmühlen. In regelmäßigen Zeitabständen kommen die Experten der Bundesanstalt für Immobilienauf-gaben auch nach Schmidmühlen, um sich von der geleisteten Arbeit zu überzeugen - und dies hat in der Gesamtbeurteilung sehr gut ausgesehen, wenn man die Ergebnisse der verschie-denen forstlichen Betrachtungen übereinanderlegt. Etwa alle zehn Jahre stehen für die Forstleute Inventur und Planung an. Dieser ökologische Kassensturz  wurde im Bundesforstbetrieb mit Spannung erwartet. Außerdem wollten die Bundesförster vor Ort von Forsteinrichter Alexander Patt und Unternehmer Markus Schöning wissen, ob sie bei der Betreuung der Wälder des Truppenübungsplatzes die Naturnähe weiter steigern konnten. Schließlich gehört der Truppenübungsplatz zu einem EU-Schutzgebiet, in dem Flora, Fauna und Habitate (FFH) von überregionaler Bedeutung zu finden sind. Im Dialog mit den US Streitkräften werden die Waldfunktionsflächen, die die speziellen mili-tärischen Ansprüche erfüllen sollen, ausge-wiesen und im Zuge der turnus-mäßigen Forsteinrichtung inventarisiert, bewertet und beplant, so der Leiter, Forstdi-rektor Dr. Markus Perpeet.

Die Schlusspräsentation der Ergebnisse der Forsteinrichtung fand nicht von ungefähr im US Hauptquartier des Joint Multinational Readiness Center (JMRC) statt, denn die Wälder des Truppenübungsplatzes sollen die negativen Auswirkungen des Militärbetriebes, also Staub-, Schlamm- und Lärmaustrag in die umliegende Kulturlandschaft so weit wie möglich abmildern.

US Oberst Thomas H. Mackey bestätigte bei der Veranstaltung das forstliche  Leitbild der nächsten Jahre für die Übungsplatz-wälder, das Forstdirektor Dr. Markus Perpeet zu Beginn der Zusammenkunft entworfen hatte. Auch wenn natürlich gegen Panzerketten kein Kraut gewachsen ist, trotzt ein artenreicher, naturnaher Buchenwald mit viel Biomasse, an anspruchslosen Belastungen am besten - und kann so eine Schutzfunktion entfalten.

"Da wir keine Hellseher sind - wer von uns hätte vor einem Jahr mit einer Krim- und Ukraine Krise gerechnet - brauchen wir eine Übungsplatzlandschaft, die bei Störungen mit größtmöglicher Flexibilität reagiert. Der Bundesforst ist da auf dem richtigen Weg", so Oberst Thomas Mackey, derzeitiger Kommandeur des JMRC. Neue Kulissen schaffen für neue Übungsszenarien rund um die Übungs-dörfer ist eine der Anforderungen des Militärs in Hohenfels an die Forstleute.

Die wichtigen Inventurergebnisse aus den sieben Forstrevieren wurden bei der Vorstellung der Planungsergebnisse auf einer Fläche von 9600 Hektar Wald und 6600 Hektar Freifläche zusammengefasst. 37 Prozent des Waldbestandes sind Kiefern, 27 % Buchenwälder und 25 % Fichten sind die Hauptbaum-arten, wobei die 80 bis 120 jährigen Bestände überwiegen. Den Holzbestand nannte Dr. Markus Perpeet mit etwa 250 Kubik-meter pro Hektar. Biotopbäume, sogenannte Spechtbäume seien in mindestens 450 Waldorten zu finden. FFH Lebens-raumtypen wurden mit 2000 Hektar genannt.

Wie bei der Präsentation zu hören war, konnte der Holzvorrat bei einem Holzeinschlag von fünf Kubikmetern pro Jahr und Hektar bei gleichzeitigem Zuwachs von sechs Kubikmetern gesteigert werden. Er soll in gleicher Höhe beibehalten werden, um die Nachwehen der Plünderungen bei der Errichtung des Übungsplatzes im Jahr 1951 weiter ausgleichen, so Dr. Markus Perpeet. Damals war innerhalb weniger Monate mehr als 300000 Festmeter Holz in den Wäldern des Erweiterungs-gebietes geschlagen worden.

Erfreulich sei auch, dass in den letzten 10 Jahren rund 1000 Hektar Buchenverjüngung natürlich entstanden ist, also ohne den Steuerzahler durch Pflanzungen zu belasten, so Dr. Perpeet. Das führen die Forsteinrichter eindeutig auf die Anstrengungen des Bundesforstbetriebes zurück, die Wild-bestände durch verstärkten Abschuss und intelligente Behand-lungskonzepte einzuregulieren. So soll das Rotwild tagaktiv in ungestörten Ruhezonen Gras, statt Rinde fressen. Allerdings leiden vor allem empfindliche Mischbaumarten wie Linden, Ahorn, Kirschen, und Elsbeeren noch unter Verbiss- und Rinden-schäle und damit auch die geschützten  Lebensraum-typen des FFH- Gebietes. Bei mehr als der Hälfte der Waldbe-stände ist immer noch Wildverbiss festzustellen, war bei der Tagung zu hören.

So ermutigte der aus der Bundesforstzentrale Bonn angereiste Leitende Forstdirektor Marco Reeck den Bundesforstbetrieb, das bisher Erreichte als Etappenziel anzusehen. "Sie haben in den letzten 10 Jahren gezeigt, was machbar ist, wenn man mit der Natur arbeitet". Es bleibt ihnen aber nicht erspart, weiter konsequent  an einem Ausgleich zwischen Waldwachstum und Wildschäden zu arbeiten. "Ich weiß, dass die Bejagung durch intensive Militärübung oft stark eingeschränkt ist". Trotzdem: Wer sich zu früh zurück-lehnt, hat verloren.

Die Forstreviere in Hohenfels:

Der Truppenübungsplatz Hohenfels ist in sieben Forstreviere gegliedert:

Hohenfels 2139 Hektar; Unterlinder 2161 Hektar; Velburg- Süd 2176 Hektar, Velburg- Nord 2575 Hektar; Schmidmühlen 2500 Hektar, Hohenburg 2285 Hektar und Ransbach mit 2393 Hektar.

 

 

 

Bürgermeister Peter Braun über die Schulter geschaut

14.03.2015 von Paul Böhm

"Wie viel Geld gibt die Gemeinde im Jahr aus, wie oft ist eine Marktratssitzung und welche Ämter sind im Rathaus angesie-delt"? Eine Vielzahl an Fragen hatten die Kinder für ihren "Rathaustag" bei Bürgermeister Peter Braun zur Beantwortung mitgebracht. Im Rahmen des Heimat- und Sachkundeunter-richtes waren in den vergangenen Tagen die Kinder der 4. Klasse der Erasmus Grasser Grundschule zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Monika Ziechaus im Rathaus gekommen.

Zuerst im Amtszimmer beim Rathauschef zur Begrüßung, beim Geschäftsleiter Thilo Gawlista und die Räumlichkeiten der Verwaltung und der Kämmerei bei Manfred Schindler, waren Anlaufstationen der Schülerinnen und Schüler gewesen.

"Welche Aufgaben hat der Bürgermeister, wie viele Termine haben sie in der Woche und wie viele Marktgemeinderäte gibt es. Wie viel Geld hat die Gemeinde in den letzten Jahren in den Unterhalt der Schule gesteckt und um was muss sich die Gemeinde kümmern"? Themen waren aber auch die Organi-sation einer Gemeinderatssitzung, das Bürgerbegehren um den Fochtnerstadl und die Frage nach einer Katzen- und Meer-schweinchensteuer.

Bürgermeister Peter Braun informierte die jungen Leute über die Organisation der Verwaltung und die anfallenden Arbeiten im Bauhof der Gemeinde, angefangen vom Straßenunterhalt bis hin zum Betreiben der Abwasseranlage.

Viele waren doch überrascht, welche Vielfalt an Aufgaben, angefangen vom Standesamt und dem Einwohnermeldeamt bis hin zum Winterdienst und der Betreuung der Wasserversor-gung erfüllt werden müssen, um eine funktionsfähige Kommu-naleinrichtung zu betreiben.

Es hat den Kindern sichtlich Spaß gemacht, einmal im Bürgermeisterzimmer und im Sitzungssaal sein zu können. Von Seiten der Schulkinder aus der vierten Klassen bedankten sich die Klassensprecher Viktoria Graf und Matthias Wiesner bei Bürgermeister Peter Braun für den etwas anderen Unter-richtstag.

 

Ein geschätzter Jubilar

16.03.2015 von Paul Böhm

"Schön dass ihr alle zu meinem Geburtstag gekommen seid, das ist die größte Freude für mich". Seine vertraute Umgebung ist für Baptist Fischer das Firmengelände seines von ihm auf-gebauten Zimmereibetriebes geblieben, auch wenn er nicht mehr in der ersten Reihe steht. Daheim, das sind für ihn seine Kinder, seine Familie, seine Lebensgefährtin Christa Schießl und sein Geburtsort Emhof; ein liebenswertes Stück Heimat sind für den frischen 80- jährigen Geburtstagsjubilar aber auch seine Vereine und das gesellschaftliche Leben im Markt Schmidmühlen. So war es auch eine selbstverständliche Sache, dass mehr als zehn Vereine und die Emhofer Dorfgemeinschaft ihm seine Aufwartung machten.

Als viertes Kind der Eheleute Anna und Ludwig Fischer wurde der Jubilar in Emhof geboren. Er besuchte nach die achtklas-sige Dorfschule und darauf sei er heute noch stolz.

1960 heiratete er Therese Bäuml aus Plattenhof. Als Altlehrling bei der Zimmerei von Franz Bauer als Allertshofen legte er 1960 die Zimmererprüfung  als Oberpfalzbester damals ab. Er besuchte bis 1963 die Ingenieursschule mit dem Abschluss als Bautechniker und Zimmerermeister. 1963 übernahm er auch nach dem unerwarteten Tod seines Vaters den elterlichen Betrieb. Es folgten laufende Betriebsausweitungen, 1980 kam der Umzug nach Schmidmühlen.

Stolz ist er darauf, dass seine drei Söhne dem Zimmereige-werbe treu geblieben sind, die Meisterprüfungen sehr erfolg-reich ablegten und andere Qualifikationen erreichten. Etwa 30 Auszubildenden war er ein gewissenhafter Lehrmeister. Ein schwerer Verlust war für ihn der Tod seine Ehefrau im Jahr 2006 gewesen.

Baptist Fischer gilt als Motor der 1966 wieder gegründeten Freien Wählergemeinschaft in Emhof. Als Marktrat vertrat er die Belange seines Heimatortes Emhof von 1972 bis 1984 im Schmidmühlener Rathaus. Zu seinen Erfolgen zählen unter anderem verschiedene Straßenbaumaßnahmen im Dorf, der Bau des Feuerwehrgerätehauses, Grundstückskäufe für Sport- und Spielplatz, die Ausweisung des Emhofer Siedlungsgebietes "In der Zell" und der Straßenausbau nach Pettenhof. Aus dem Marktrat ist er 1996 ausgeschieden.

Zu seinen Ehrenämtern zählt der Jubilar auch den Vorsitz des Prüfungsausschusses der Zimmerer über fast zwei Jahrzehnte, er war 21 Jahr Obermeister der Zimmererinnung Schwandorf und Vorsitzender der Vertreterversammlung der Innungs-krankenkasse.

Zu seinen Auszeichnungen zählen verschiedene Urkunden und Ehrenmitgliedschaften von Vereinen und Institutionen, darun-ter auch die silberne Ehrennadel des Landesverbandes der Zimmerer in Bayern und der Goldene Meisterbrief der Hand-werkskammer.

Zu seinem Ehrentag gratulierten ihm seine vier Kinder mit ihren Familien sowie Pfarrer Werner Sulzer für die Pfarrei sowie die Vertreter der Kreishandwerkerschaft. Von der Marktge-meinde Schmidmühlen würdigte Bürgermeister Peter Braun die Verdienste des Jubilars als geschätzten und fachkundigen Kommunalpolitikers. "Baptist Fischer hat sich mit seinem Sachverstand und Einsatz große Verdienste in Emhof und Schmidmühlen erworben".

 

"Ein denkwürdiger Tag ist das heute schon für mich"

13.03.2015 von Paul Böhm

Für den Präsidenten des Golf- und Landclubs Schmidmühlen Heinz Mestermann war die Mitgliederversammlung des Golf- und Landclubs in den vergangenen Tagen eine besondere Sitzung. Gesundheitsbedingt gab er nach 20 Jahren an der Spitze des Golf- und Landclubs das Präsidentenamt ab. Seinen Posten räumte auch Schatzmeister Eduard Braun, der vorüber-gehend im vergangenen Jahr nochmals die Lücke für den ausgeschiedenen Schatzmeister Friedhelm Schäfer geschlossen hatte. Ebenfalls, beruflich bedingt, schied auch Vizepräsident Udo Kass aus der Vorstandschaft aus.

Bei den Nachwahlen bis zur turnusgemäßen Gesamtwahl im Frühjahr 2016 wurde Harald Thies zum neuen Präsidenten gewählt. Neuer Vizepräsident des Golf- und Landclub Schmidmühlen ist jetzt Stefan Graf. Zum Schatzmeister wählte die Mitgliederversammlung Reinhard Kämpf.

Ein erster Akt der neu formierten Vorstandschaft war die Ernennung des bisherigen Präsidenten Heinz Mestermann zum Ehrenpräsidenten des Golf- und Landclubs Schmidmühlen.

"Nach der langen Winterpause können wir bald wieder über Golf reden." Optimistisch zeigte sich der scheidende Präsident des Golf- und Landclubs, Heinz Mestermann bei der Hauptversammlung im Altenbuchnersaal in der Hauptstrasse.

Die Saisonvorbereitungen sind angelaufen. Auf dem Theilberg herrschte bereits in den vergangenen Tagen schon wieder reger Spielbetrieb, auch wenn man auf das Turniergeschehen noch bis nach Ostern warten muss.

 

Vielfältig waren die Überschriften in den Zeitungen über die Berichte aus den Jahreshauptversammlungen der vergangenen zwei Jahrzehnte gewesen. "Große Investitionen beim Golf- und Landclub", und "Platzerweiterung" stand da zu lesen. "Unser Haushalt ist ausgeglichen" - und die beruhigende Aussage von Heinz Mestermann bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2010 "Unser Platz ist wieder schuldenfrei" waren ein kleines "Auf und ab" im Geschichtsbarometer der vergangenen 20 Jahre unter der Ägide von Heinz Mestermann als Präsident gewesen.

"Trotz Mitgliederschwankungen ist es mit unserem Club immer kontinuierlich nach oben gegangen", resümierte Heinz Mestermann die Zusammenfassung der Club- und Mitglieder-entwicklung in den vergangenen zwei Jahrzehnten. 504 Mit-glieder gehörten zum Jahresende 2014 dem Golf- und Land-club an.

Damit der Platz attraktiv bleibt, hat man im vergangenen Jahrzehnt mehrere Hunderttausend Euro in die Zukunfts-fähigkeit investiert - auch unter dem derzeitigen Makel, dass auch Deutschlandweit bei den Golfclubs die Mitgliederzahlen rückläufig sind. "Etwa zwei Drittel unseres Haushaltes werden in den Platz investiert", merkte Heinz Mestermann zu den Clubfinanzen an.

 

Frischer Wind auf dem Platz!

Ein besonderes Augemerk wird die neue Vorstandschaft auf eine deutliche Verbesserung des Platzes legen. Dazu wurde ein professioneller Head- Greenkeeper mit Top Referenzen engagiert, war bei der Mitgliederversammlung zu hören. Im steht ein neues, tüchtiges Mitarbeiterteam zur Verfügung. Auch der erweiterte Maschinenpark entspricht allen Anforde-rungen für eine hervorragende Platzpflege. Der Golf- und

Landclub Schmidmühlen bietet heuer Interssierten einen preiswerten Einstieg ins Golfen an. Mit einem stark ermäßigten Jahresbeitrag von 690 Euro will man Anfängern den Start in die Faszination Golf erleichtern. Die Ausrüstung für die Aus-bildung durch den Pro wird gestellt. Der Ausbildungskurs zur Erlangung der Platzreife ist im Jahrbeitrag enthalten. Der Club ist aber auch bei der Beschaffung eines preiswerten Startsets nach Bestehen der Platzreifeprüfung behilflich.

 

Angebot für Vereinswechsler: Der Golf und Landclub Schmidmühlen macht all jenen aktiven Spielerinnen und Spielern anderer Clubs, die den Verein wechseln wollen, eine preiswertes Kennenlernangebot. Sie können die Saison 2015 in Schmidmühlen mit einem auf 690 Euro reduzierten Jahresbeitrag spielen, vorausgesetzt, sie schließen sich dem Verein für ein weiteres Jahr al Vollmitglied (1040 Euro) an.

 

Der Trend der Neuausrichtung des Turniergeschehens der vergangenen Jahre wird auch heuer wieder fortgesetzt. Mehr als zwanzig Sponsorturniere stehen im Turnierkalender. Die Oberpfalzwoche wird wieder zu Gast auf dem Theilberg sein. Dazu kommen noch die wöchentlichen Damen- und Herren-golftermine, die Clubmeisterschaften und Ligaturniere.

Der Turnierauftakt ist das Charite Turnier zu Gunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe am Ostermontag.

Für Bürgermeister Peter Braun zählt der Golf- und Landclub zu den besonders zugkräftigen Vereinen nicht nur im Markt Schmidmühlen. "Den Golf- und Landclub zählen wir schon seit langen Jahren als einen wichtigen Bestandteil unserer Vereinslandschaft im Markt", meinte er in seinem Grußwort an die Mitgliederversammlung.

 

Aus der Jahresstatistik des Golf- und Landclubs Schmid-mühlen:

Im vergangenen Jahr 2014 wurden 29 Sponsorturniere von 1839 Teilnehmern gespielt. Im Schnitt sind das 64 Teilnehmer pro Turnier aufs Jahr verteilt.

Das beste Bruttoergebnis des Jahres 2014 erzielt Matthias Schmid mit 39 Punkten. Die besten Nettoergebnisse spielten Karl Bernhard mit 53 und Jürgen Seidl mit 49 Punkten. Den Meistpreis an Turnierteilnahmen gewannen Reinhold Scharl (28 Turniere), Marianne Seidl (25), Udo Kass (24), Harald Holfeld und Karl Heinz Mulzer mit je 23 Turnieren. Die besten Handicaper im Club sind Matthias Schmid (+1,5), Sebastian Braun (2,8) und Eva Cormann (3,2). Die meisten Bruttoturniere haben Paul Cormann (10), die meisten Nettowertungen Lucca Renner (6) gewinnen können.

Vereinsmeister 2014 im Club wurde bei den Damen Ulrike Leikam, bei den Herren Sebastian Braun, bei den Seniorinnen Ursula Kass, bei den Senioren Bruno Schleinkofer, in der Jugendwertung Daniel Graf und im Vierer Daniel Graf und Reinhold Scharl.

 

„Oans is Manna“, dann machten sie sich schweigend auf den Weg.

19.02.2015 von Paul Böhm

Frack und Zylinder zu tragen, gehört zur Tradition. Der letzte Akt des Faschingsgeschehens lief gestern, am Aschermittwoch in Schmidmühlen mit dem oft kopierten, aber nie erreichten Fischzug. Es wird ruhig in der Wirtsstube beim Ochsenwirt kurz vor „Oans“. Im Wirtshaus gegenüber der Kirche wird zwar keine große Aschermittwochpolitik gemacht, dort kommen die Männer zum traditionellen Fischzug zusammen, und das schon seit mehr als 100 Jahren.

Zeremonienmeister Thomas Wagner verkündet mit ernster Miene die Verhaltensregeln zum Fischzug. Für ein paar Grünspunde, darunter auch Faschingsprinz Sebastian Pirzer ist dieser Traditionszug freilich Neuland. Doch die Masse der Fischzugteilnehmer kann dieses Prozedere schon auswendig - aber trotzdem gibt es jedes Jahr ein paar Strafzettel wegen Pfeifen, Lachen, Singen oder Grimassen ziehen. Darum kümmert sich Steuereintreiber Klaus Schwarz. Die Verhal-tensregeln sind fest eingefahren und das Grumeln der Fischzugteilnehmer signalisiert Zustimmung.

Übrigens Ehrengast beim Fischzug in Schmidmühlen war heuer der amerikanische Generalkonsul Bill Moeller, der von Passau her kommend noch eine Runde beim Fischzug in Schmidmühlen mitgegangen war  - und es hat ihm sichtlich Freude bereitet.

 

Honorig und g´stand´n war das um die Jahrhundertwende des 19. Jahrhunderts entstandene Brauchtum des Fischzuges beim Aschermittwochgang. Im Markt ist nämlich dieser dienstälteste Heischebrauch seiner Art in Bayern zu sehen, einem Brauchtum, dem bis in die späten Abendstunden ?in schweigender Reihe? nachgegangen wird. Zuerst die Laternen-träger Josef Vogl und Christian Graf, dann Faschingsprinz Sebastian Pirzer, Zeremonienmeister Thomas Wagner, Bürger-meister Peter Braun, Ehrengast Generalkonsul Bill Moeller, Brotmeister Michael Eckmeder, Fischmeister Markus Hummel und Steuereintreiber Klaus Schwarz.

 

Dass der Fischzug vor zwei Jahren eher keine Chance um die Auszeichnung als Weltkulturerbe der UNESCO gegen die bayerischen Schwergewichte gehabt hat, nehmen die Fisch-zugteilnehmer recht gelassen hin. "Da wäre dann wohl auch einiges an unserem alt überliefertem Brauch verwässert wor-den", davon ist die Mehrheit der Fischzugteilnehmer überzeugt.

 

Elf Stationen waren es heuer, der vom Fischzug angesteuert wurden. ?Etwa vierzig Pfund frisches Bauernbrot und 800 Fische führen wir heuer im Zug mit?, informiert Markus Hummel im weißen Schurz. Dazu kommen noch einige hundert Liter Freibier über die elf Wirtshausstationen verteilt. 

 

„Oans is glei, Manna, etz pack mas“ so mahnt Zeremonien-meister Thomas Wagner zum Aufbruch an. Er ruft die Fisch-zugteilnehmer zur inneren Ruhe und Einkehr auf. „Wir gehen immer auf der linken Straßenseite. Voran wird die Laterne von Josef Vogl und Christian Graf getragen, dann marschiert der Faschingsprinz Sebastian Pirzer, der Zeremonienmeister und Bürgermeister Peter Braun zusammen mit anderen Hono-ratioren.“ Dann kommt der Fischmeister Markus Hummel und der Brotmeister Michael Eckmeder. „Am Schluss wir von Bernd Bauer die Laterne getragen“.

 

Schon gut eine halbe Stunde vorher waren die ersten Männer zum Ochsenwirt gekommen, um sich das obligate „Billettl“ als Zeichen der Teilnahme am Fischzug vom Zeremonienmeister Thomas Wagner auf den Frack malen zu lassen. Fünf Euro für Nichtfaschingszugteilnehmer, drei Euro für die Teilnehmer ist die Rechnung.

 

Schnell geht es auf die volle Stunde zu und durchs Wirtshaus-fenster schauen die Späher auf die Kirchenuhr von St. Ägidius hinüber, denn ihr Glockenschlag ist das Zeichen zum Auf-bruch. Schweigend verlassen sie das Wirtshaus, denn draußen auf der Straße darf nicht mehr geredet, gepfiffen, gesungen oder andere Grimassen gemacht werden. ?Fünf Euro kostet jeder Verstoß, und beim dritten Mal erfolgt der Rausschmiss?, so hatte es Thomas Wagner allen verkündet. Ab der der Haus-türschwelle gilt eben "Fischzugmiene" und absolute Ruhe für die illustre Gesellschaft, die dann am späten Abend bei Kerzenlicht noch den Geldbeutel im Kirwabaumloch begraben wird.

 

Hintergrund zum Fischzug in Schmidmühlen.

 

Schmidmühlen (hmx) In der Acta des Kastenamtes Burglen-genfeld findet man bereits 1568 eine Aufzeichnung über Hopfenanbau in Schmidmühlen. Bezüglich des ?Millfeldt alldort?, eines Grundstückes an der Lauterach, so informierte Hofmarksherr Georg Hausner damals das Kastenamt über den Bürger Sebastian Perre, der dort neben dem Feldweg einen Hopfengarten angelegt hatte.

Im Urkataster vom 13. August des Jahres 1832 findet man bei vielen Grundstücken rund um Schmidmühlen das Hopfensymbol als Grundstücksnutzung eingezeichnet. ?1844 war ein gutes Hopfenjahr für Schmidmühlen, dass der Preis für einen Zentner von 120 Gulden

bis auf 30 Gulden zurückfiel?. 1860 wurde ein Zentner Hopfen mit 270 Gulden gehandelt und 1867 vernichtete der Kupfer-brand, eine Pilzkrankheit, große Bestände des angebauten Hopfens.

Heimatpfleger Josef Rappl berichtet von 136 Braurechten bei 139 Hausnummern im Markt um die Zeit von 1812 als seinerzeit vom Amtsgericht Burglengenfeld das Schmidmüh-lener Gerichtsgebäude für 1731 Gulden an die Koummun-brauer verkauft wurde. 1902 waren es noch 35 eingetragene Kommunbraurechtler, die regelmäßig Bier gebraut haben.  Ab hier findet man erste Fischzugspuren, die aber durch den ersten Weltkrieg wieder verwässert wurden.

Der im Jahr 1901 gegründete Burschenverein ist es gewesen, der sich um diesen Heischebrauch wieder angenommen hatte. Während des ersten Weltkrieges muss man davon ausgehen, dass dieser Brauch nicht zu sehen war. Erst Jahre nach Kriegsende nahm sich der Burschenverein dieses Heische-brauches wieder an. In diese Jahre, etwa um 1925 darf man auch die Wiederaufnahme des Brauchtums ansiedeln.

Damals zählte man im Markt 19 Gasthöfe und Bierschänken, die teilweise mit eigenen Braurechten ausgestattet waren und heute noch sind. Dazu kam noch die Kommunbrauerei in der "Mulz", die aber in den 50-zier Jahren das Bierbrauen ein-stellte.

 

Um 1900 werden folgende Gastwirtschaften im Markt genannt: Beim Hackl ( Espach Johann), beim Lammmichl (Espach- Altnbuchner), Wagner (Markjackl), Bayerischer Hof (Hiltl), Kannesmetzger (Schmid- Bräu), Ochsenwirt (Martin Spies), Wolderl (Espach Ludwig/ Michl), Goldene Anker (Hummel), Dirschenreither (Kneidl Josef), Kirchenschreiner (Mehringer Josef), Edl (Weigert), Goldener Stern (Sternwirt), Hirschenwirt (Weigert), Fischer (Renghart Heinrich), Fuchs (Ludwig/ Lindenhof), Christoph (Lehmeier), Hiasl (Bräustüberl), Post (Rubenbauer), Simma´l (Eckhaus Poststraße/ Rathausstraße, ehemaliger Friseursalon Wagner)

 

 

 

 

Die Schmidmühlner und ihr Kreisverkehr

18.02.2015 von Paul Böhm

Einen großartigen Faschingsshowdown erlebten am Faschings-dienstag tausende von Narren und jene, die mit ihnen sympa-thisieren im Zentrum des Südens. Wie man zum Faschings-finish gekommen ist - natürlich über den Kreisverkehr. Egal ob links herum oder rechts herum, bei diesem Narrennachmittag mit schönstem Frühjahrswetter war es eigentlich egal, wo man auf die Faschingsautobahn aufgefahren ist. Geisterfahrer gab es in Schmidmühlen nicht!

Wie ausgehen wird, die Sache mit dem Bürgerentscheid - da werden wohl wieder die Emhofer ein gehöriges Wörtchen mitreden, denn auf sie kann sich der Bürgi wohl verlassen, war ein plakatives Zugmotto. Für den Bürgi war es übrigens, so zwischen den Zugnummern hineingefragt, der publikums-trächtigste und bunteste Faschingszug der vergangenen Jahre mit etwa sechs bis sieben Tausend Gästen.

Auf dem Zugweg musste man natürlich auch an der ersten und einzigen Faschingsviagraausgabe vorbeifahren - und da hat Manche und auch Mancher verstohlen, aber tief in die hinge-haltene blaue Schachtel gegriffen!

Nicht fehlen durften auch die Hexengruppen aus Schmidmüh-len und dem benachbarten Dietldorf samt den Riedener Goaß-landlern.

Die Damen des Frauenbundes ließen im Querformat jene Partystimmung aufleben, wie man sie zuletzt nach der Fußball WM bei uns im Land erleben konnte.

Die Power Party "Zant - Pauli" wird es demnächst auch in Schmidmühlen geben und das große Wickingerschiff aus Diesenbach hatte zu einer Rast im Schmidmühlener Faschingshafen angelegt . Der Stammtisch der "Hoglbouchern" huldigte ihrem König Ludwig. Die Emhofer gelobten noch einmal ihrem Hofmarksherrn im Rathaus Treue und Beistand.

Die als "China Kracher" verkleidete Blaskapelle aus dem benachbarten Dietldorf unter der Stabführung von Volker Schmidt gab zusammen mit der Hausherrenkapelle, allen voran Vorstand Richard Fischer und Dirigent Josef Lobenhofer den richtigen Faschingston vor. Und dazwischen wummerte es aus überdimensionalen Lautsprechern "So ein schöner Tag".

 

Die exzellenten Farbtupfer des Faschingsgenres waren freilich wieder einmal mehr die Garden aus Dietldorf, Rieden uns Haselmühl, die fast schon in Schmidmühlen daheim sind. Eine Show waren natürlich die Schmidmühlener Mädels, angefangen von der Kinder- über die Jugendgarde, die zusammen mit der Prinzengarde ihrem Publikum mit Auszügen aus ihrem Tanz- und Showprogrammen huldigten.

Ein letztes Mal huldigten die Prinzessinnen und Tollitäten aus Dietldorf, Rieden, Haselmühl und natürlich des Faschings-komitee Schmidmühlen mit ihrem Heimvorteil ihren begeistert mitgehenden Fangemeinden.

Die Deutsche Bahn wurde ebenso durch den Faschingskakao gezogen wie die matten Fußballcracks des SV, die sich sogar selbst auf die Faschingsschippe genommen haben. Und damit alles in ruhigen, geordneten Bahnen abgelaufen ist, dafür sorgten wieder einmal mehr die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr zusammen mit der Ersthelfergruppe aus Rieden und Vilshofen.

 

 

Schmidmühlener Sterne leuchten beim Wildererball

16.02.2015 von Paul Böhm

Noch einmal richtig Vollgas gaben die Narren am Faschings-wochenende in Schmidmühlen im Altenbuchnersaal in der Hauptstrasse. Es war Wildererzeit und da haben es die Mädels der Prinzengarde und die Burschen des Männerballetts noch einmal so richtig krachen lassen. Zusammen mit den fünf Quertreibern setzten die Mitglieder des Faschingskomitees einen weiteren Stern am Faschingshimmel des Südens nach dem Motto "boarisch, fetzig, guad". Es herrschte tolle Stimmung und selbst die fünf Quertreiber waren überrascht, dass gleich von Anfang an die Tanzfläche immer dicht gefüllt war. So wie in Amberg beim Weiberfasching waren die auch in Schmidmühlen eine Klasse für sich. Es war einfach toll, wie sie es verstanden, die Stimmung rüberzubringen und mitzureissen.

Den Startschuss für eine lange Wildererballnacht gaben natürlich Prinzessin Julia I. und Prinz Sebastian I. mit ihrem Prinzenwalzer. Ein zackiger Gardetanz der elf Gardemädels ließ schon fast den alterwürdigen Espach-Parkettboden im Saal zittern.

Von sechzehn bis sechzig war das Publikum breit gestreut gewesen, das sich für die lange Schmidmühlener Faschings-nacht auch einiges an originellen Kostümen und Szenen hat einfallen lassen. Dass bekanntlich die Wilderer - und davon hat man in jener Nacht in Schmidmühlen eine ganze Menge gesehen, erst etwas später, aber dafür etwas länger unterwegs sind, ist wohl ihrer Spezies und dem "Wildererblut" zuzuschrei-ben, das in ihnen steckt und so wie der Grippevirus in diesen tollen Faschingstagen eben genverändert zum Ausdruck kommt.

Für die Schmidmühlener und ihre Gäste war es eine schöne Erinnerung an jene Zeiten in den sechziger und siebziger Jahren, als noch jedes Wochenende von ausverkauften Faschingsbällen berichtet werden konnte.

"Bayern des san wir", war heuer das Motto des Showtanzes, mit dem die Prinzengarde um Gardetrainerin und Kommandeuse Marion Bauer mit ihren Showtanz richtig punkten konnten. Um allerdings die ganz heiße Nummer des Männerballetts zu erleben, musste man schon bis nach Mitternacht ausharren. Wohl auch deswegen, weil die Boys ein bisschen scheu sind oder wie man im Volksmund sagt "Schaich" sind - oder sich zumindest so geben.

 

Glimmer und Glanz beherrschte neben den vielen originellen Masken und Verkleidungen die Szene mit den traditionell in Rot- Weiß gehaltenen Gardekostümen. Gewohnt, ausgefeilt und exakt einstudiert mit einem Schuss Akrobatik versehen war ihr Gardetanz anzusehen. Zackig und mitreißend der Showtanz das "Wouh" Erlebnis des Abends.

 

Übrigens, die Idee des Wildererballs wurde einstmals in Emhof aufgegriffen und nach Schmidmühlen getragen, so ist der Faschingsrenner entstanden. Richard Bauer hatte sich damals der Sache angenommen und organisiert - jetzt ist er mittlerweile zu einem Selbstläufer geworden ist.

Wie lange die Wilderernacht in Schmidmühlen gedauert hat, wird letztendlich das Geheimnis bleiben, denn die erzählen ja auch nicht, wann sie vom Ansitz nach Hause gekommen sind.

 

 

 

 

 

Zwar kein Weltkulturerbe, aber ein Erbstück

14.02.2015 von Paul Böhm

Sie führen zwar nicht das Prädikat "Weltkulturerbe", aber sie sind trotzdem ein Erbstück! Seit 46 Jahren ziehen die Hexen am Faschingsfreitag in Schmidmühlen um die Häuser - von Mittags um "Oans" bis manchmal auch Nachts um "Oans". Auch gestern waren sie wieder im Markt unterwegs, um sich den hinter fantasievollen Masken und Bemalungen den nötigen Respekt zu verschaffen. Dass die selbstbewussten Hexendamen überall zuvorkommend bedient und hofiert werden, ist natürlich bei dieser geballten Hexenmacht eine selbstver-ständliche Sache, denn anlegen sollte man sich mit dieser Spezies an diesem Tag eher nicht. Etwa ein Duzend Einkehren plus X stand heuer auf dem Programm, erzählten Oberhexe Martina Vierl und Faschingsprinzessin Julia Lamecker aus der illustren Weiberschar. "Und überall gibt es reichlich Besen-treibstoff in den unterschiedlichsten Mischungen".

Auch bei den Hexen besteht Versicherungspflicht, darauf legt man in Schmidmühlen großen Wert. "Damit alles in geregelten Bahnen abläuft, sind sie mit ihrem Beitrag über das Faschingskomitee haftpflichtversichert". Bisher ist zwar bis auf ein paar nächtliche Ausrutscher nichts passiert, aber die hatten immer einen anderen Hintergrund, erzählt Martina Vierl lachend aus der Hexengeschichte.

Trotzdem, es ist ein liebevoller, lustiger und netter Hexenhaufen, den man gestern wieder in Schmidmühlen erleben konnte. Stationen waren unter anderem die Amts-räume von Bürgermeister Peter Braun im Oberen Schloss, Banken, Arztpraxis und dann zum späten Abend natürlich der Besuch der "Schwarzen Nacht" beim Ochsenwirt mit den Staubigen aus Hohenburg und der "Hasenfuß".

 

Hintergrund:

Entstanden ist das Schmidmühlener Hexentreiben aus einer Idee heraus, die von der damaligen Faschingsprinzessinen Barbara Wein und Brigitte Schneider gestrickt worden war. ?Die Männer haben den Fischzug - und wir machen jetzt die Hexen". Darauf basiert die Schmidmühlener Hexengeschichte, die am 14. Februar 1969 ihre gelungene Generalprobe feierte. ?Seit dieser Zeit sind alljährlich die Schmidmühlener Hexen unterwegs?, erzählen auch die beiden ?Gründungshexen? Brigitte Schneider und Barbara Wein aus ihrer Jugendzeit. ?Wir hätten es uns nicht träumen lassen, dass aus dieser ?Schnapsidee? von damals sich dieses schöne Brauchtum entwickelt hat.?

Heuer führt Martina Vierl das Hexenregiment bereits im 7. Jahr, auch schon ein Erbstück, dass sie damals von ihrer Mutter Ingrid Vierl übernommen hat.

Willkommen im Markt Schmidmühlen!

13.02.2015 von Paul Böhm

Als eine der angenehmsten Aufgaben des Jahres bezeichnete es Bürgermeister Peter Braun zusammen mit den Vertretern der Freiwilligen Feuerwehren aus Schmidmühlen, Emhof und Winbuch zusammen mit seinen Bürgermeistervertretern Eva Eichenseer und Martin Bauer, die jüngsten Mitbürger des Jahrgangs 2014 aus der Marktgemeinde zusammen mit ihren Eltern im Rathaus willkommen zu heißen.

Mit Vornamen heißen sie Frieda, Luis, Alexander, Paul, Anna, Lorenz, Amelie, Mia-Sophie, Jakob, Magdalena, Lena, Lara und Krisia. Dreizehn Neugeborene waren es im vergangenen Jahr, die mit Erstwohnsitz in Schmidmühlen angemeldet wurden, um es in der Verwaltungssprache auszudrücken.

Wie Bürgermeister Peter Braun anmerkte, ist man im Jahr 2014 mit der Geburtenrate, so wie in vielen anderen Gemein-den auch, etwas abgerutscht. Im Jahr 2013 waren es 18 Geburten gewesen.

 

Trotzdem: "Umso mehr freuen wir uns über jedes Kind und seine Eltern, die in unsere Gemeinde kommen und die hier wohnen".

Damit die Wohngemeinde Schmidmühlen attraktiv bleibt, hat die Marktgemeinde zusammen mit dem Träger des Kinder-gartens St. Georg in den vergangenen Jahren wieder viel Geld in die Hand genommen. "Etwa 450000 Euro sind es gewesen, die für den Kindergarten, die Schule, Kindertageseinrich-tungen und Spielplätze bezahlt worden sind".

 

Der Markt Schmidmühlen kann sich glücklich schätzen, durch entsprechende Partner ein doch recht komfortables Betreuungsangebot anzubieten. "Ob Mutter-Kind-Gruppe, Kinderkrippe, Großtagespflege, Kindergarten, die Erasmus Grasser Grundschule und einer Mittags- und Hausaufgaben-betreuung stehen zusammen mit einem breit gefächerten Angebot unserer Vereine für die Jugendarbeit".

Das wichtigste aber für die Kinder bleiben Mutter und Vater. Eine intakte Familie ist der beste Garant für eine gute Ent-wicklung eines Kindes, meinte Bürgermeister Peter Braun.

Mit dem Begrüßungsgeld von 100 Euro könne die Gemeinde zwar keine Reichtümer übergeben. "Damit wollen wir ein Zeichen setzen, denn der Markt Schmidmühlen legt großen Wert darauf, immer eine kinderfreundliche Gemeinde zu sein, in der vor allem junge Eltern gut auskommen können.

 

Von Seiten der Feuerwehren überreichte Feuerwehrkomman-dant Jürgen Ehrensberger aus Schmidmühlen zusammen mit den Feuerwehrvertretern aus Emhof und Winbuch Rauch-melder an die jungen Familien. "Mit diesen unscheinbaren Geräten helfen sie mit, vorbeugenden Brandschutz zu leisten". Er gab noch zusätzliche Tipps, wo die besten Anbringungs-standorte für die Rauchmelder in einer Wohnung sind. "

 

Ein schneidiger Besuch beim Bürgermeister am frühen Vormittag.

13.02.2015 von Paul Böhm

"Schmidmühlen OHO"! Die närrischen, schnittfesten Damen des Faschingskomitees Schmidmühlen haben gestern, am unsinnigen Donnerstag, die Regentschaft im Rathaus von Bürgermeister Peter Braun bis zum Ende der tollen Tage übernommen, so wie dies in anderen Faschingshochburgen der Brauch ist.

Gute Miene zum Faschingsspiel musste neben Bürgermeister Peter Braun auch Verwaltungsleiter Thilo Gawlista machen, dem mangels Krawatte eine gehörige Scharte ins gepflegte Nackenhaar geschnitten wurde.

Beigestanden ist ihm weder die herbeigerufene Mannschaft des Bauhofes, noch die Verwaltung und Bürgermeister Peter Braun, um größeren Schaden von ihm abzuwenden. Im Gegenteil, denen hat es so richtig Spaß gemacht, ihren Verwaltungsleiter so unter der Schere zu sehen!

"Man muss sich was einfallen lassen", meinten Faschingsprinzessin Julia Lamecker zusammen mit Simone Fleischmann und Petra Fellner von den schnittfesten Damen. Ein paar Knöpfe oder ein eh schon spärlich wachsendes Haupthaar tun´s auch, wenn keine schnittfeste Masse vorhanden ist, meinen sie.

Lachender Dritter war heuer Heinrich Weigert, dem die Damen sanft und einfühlsam sein Gemeindekrawattl schon im Vorzimmer zurechtgestutzt hatten.

Mit einem kräftigen "Schmidmühlen OHO"  hat heuer die weibliche Herrschaar das Rathaus, den Kindergarten, die Schule, Banken und Wirthäuser abgeräumt. Oft geht es "Ratz-fatz" über den Schreibtisch oder die Ladentheke hinweg. Ein schönes Gaudium in der Faschingszeit, das die Schmidmüh-lener schon seit langen Jahren pflegen.

 

Klassische Musik von jungen Leuten im Hammerschloss

09.02.2015 von Paul Böhm

"Die Konzertpianistin und Musikpädagogin Jelena Lichtmann aus Amberg ist für die Freunde konzertanter, klassischer Musik einer der guten Geister des Hammerschlosses in Schmidmüh-le geworden". Ihr Name steht für feinen Musik- und Kunst-genuss, der wohl auch gerne von den Hofmarksherren frührer Zeiten gerne angenommen worden wäre. Damals, in der Blüte-zeit des Eisenhammers in Schmidmühlen in der Hammer-strasse, wird man wohl Musik aus der Zeit des späten Mittel-alters und anderer Genres gelauscht haben - jetzt waren es Werke, aus der späten Romantik bis zur Moderne, unter anderem von Vivaldi, Haydn, Johann Sebastian Bach bis hin zum 1938 in Prag geborenen Karel Svoboda.

 

In regelmäßigen Abständen kommt die Amberger Musikpäda-gogin mit ausgewählten Musikschülerinnen und -Schülern nach Schmidmühlen, um die Musikliebhaber mit auf eine kleine Konzertreise zu nehmen, sozusagen mit ihnen auf "Tournee" zu gehen.

Der Heimat- und Kulturverein Schmidmühlen hatte nicht zum ersten Mal dazu eingeladen - und es sollte auch dieses mal wieder ein schöner Erfolg für die jungen Protagonisten werden.

Alexandra Herdegen spielte auf der Viloline das Allegro 2 von Fiocco und ?Introduction & Polonese? ( C. Böhm) sowie am Klavier die Filmmusik ?Drei Haselnüsse für Aschenbrödel? von Karel Svoboda. Von Helena Wels (Klavier) hörte man Bachs ?Alusette? sowie das Violinenspiel nach einer Meditation von J. Massenet und ?Souvenir de Sarasate? (W. H. Potstock).

Regina Findling (Violine) hatte die Noten von Vivaldis ?Konzert G-Dur? (1. Satz) mitgebracht. Am Klavier hörte man von ihr das Tonbild ?Poetisches Bild? von Grieg.

Verena Schwager (Klavier) hatte ?Siziliano? von Johann Sebastian Bach für ihren Schmidmühlener Auftritt einstudiert. Andreas Irler überzeugte am Klavier mit Bachs Präludium & Fuga in g-Moll ebenso, wie Kathrin Raab (Klavier) mit Haydns Sonata Es-Dur (1. Satz).

Lisa Hofmann spielte zur Querflöte die Aria von Peteris Vasks. Milena Täschner hatte Dvoraks Klavierstück ?Reverie? ausgesucht. Ein tolles Finale zauberte Stefanie Rumpler am Altsaxofon nach einer Fantasie, genauer gesagt nach der "Fantasie on original theme" von Jules Demerssemann.

 

Von Seiten des Heimat- und Kulturvereins Schmidmühlen dankte sich Vorsitzende Eva Eichenseer für die besonderen musikalischen Darbietungen bei den Protagonisten - auch im Namen der vielen Gäste, die aus dem weiteren Umfeld von Schmidmühlen zu diesem Konzerterlebnis gekommen waren. Wie Jelena Lichtmann anmerkte, sei das Konzert ein besonderes Erlebnis für sie gewesen, zusammen mit einer Auswahl ihrer Musikschülerinnen und Schüler in Schmidmühlen musizieren zu dürfen - denn schließlich darf sie in diesen Wochen auf das schöne Geschenk "35 Jahre Musik und Bühne" zurückblicken.

 

Menschen im Vilstal ? FF Schmidmühlen dankt langjährigen Vorsitzenden Birner

20.01.2015 von Josef Popp

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der Feuerwehr Schmidmühlen aufgeschlagen. Nach zehn Jahren in der Verantwortung als 1. Vorsitzender stellte sich Thomas Birner nicht mehr für den Posten zur Verfügung. Er möchte sich verstärkt in die aktive Ausbil-dungsarbeit einbringen, so erläuterte er kurz seinen Verzicht auf eine neue Kandidatur. Seine letzte Jahreshauptversammlung als Vorsitzender nahm er auch zum Anlass, auf das vergangene Jahrzehnt zurückzublicken. Neben der Weihe von zwei Fahrzeugen, dem Mehrzweckfahrzeug und dem HLF, bildete die Feier zum 140 jährigen Bestehen mit Florianstag im Rahmen der 1000 ? Jahr ? Feier des Marktes einen echten Höhepunkt. Zudem konnte der Mitgliederstand konstant gehalten werden, was durchaus nicht selbstver-ständlich war, denn im letzten Jahrzehnt verstarben rund 100 Mitglieder. Seinem Nachfolger könne er ein solides finanzielles Polster hinterlassen, so Birner. Seinem Nachfolger, Christian Renghart, wird er aber noch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Markt dankte dem ausgeschiedenen Vereinsvor-sitzenden mit einem Präsent. Bürgermeister Peter Braun überreichte den Ehrenkrug des Marktes. Der Verein dankte dem langjährigen Vorsitzenden mit einem Präsentkorb.  (ajp)

Auf dem Foto ajp vlinr. Matthias Huger (2. Kommandant), Johann Pirzer (Vorsitzender von 1990 bis 1993), Thomas Birner (Vorsitzender 2005 bis 2015), Jürgen Ehrnsberger (1. Kommandant), Bianca Birner, Christian Renghart (neuer Vorsitzender), Alfons Huger (Vorsitzender 1993 bis 2005), Florian Pirzer (2. Vorsitzender).

 

 

 

Emhof ? nach 22 Jahren ein neuer 1. Kommandant: Rudi Werner ? langjähriger Kommandant Helmut Werner zurück in die 2. Reihe

14.01.2015 von Josef Popp

Am Sonntag ist bei der südlichsten Feuerwehr im Landkreis Amberg ? Sulzbach eine Ära zu Ende gegangen. Der langjährige Kommandant Helmut Werner verzichtete bei der Jahreshauptversammlung mit Kommandantenwahl nach mehr als zwei Jahrzehnten in der Verantwortung auf eine erneute Kandidatur. Ohne Zweifel, das zeigte der lobende Rückblick vom Vorsitzenden Christian Singer, hat Helmut Werner die FF Emhof geprägt. Für sein Engagement erhielt er letztes Jahr  aus den Händen von Kreisbrandrat Fredi Weiß und Bürgermeister Peter Braun das Feuerwehr-Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach in Silber. Das Ehrenkreuz des KFV?AS wird nur an aktive Feuerwehrdienstleistende verlie-hen, die Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach bzw. Mitglied eines anderen Kreisfeuerwehrverbandes im Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. sind und sich insbesondere um das Feuerwehrwesen im Landkreis Amberg-Sulzbach verdient gemacht haben.  Bei Helmut Werner ist dies wirklich der Fall. Er trat im September 1982 in die FFW Emhof als aktives Mitglied ein. Bereits knapp drei Jahre später wurde er 2. Maschinist und 1991 Gerätewart. Am 20. Dezember 1992 wählten ihn die Aktiven der Wehr zu ihrem 1. Kommandanten. Nach 22 Jahren zieht er sich aber nicht aus der Verantwortung zurück, sondern steht der FF Emhof und der Gemeinde Schmidmühlen weiter als 2. Kommandant zur Verfügung und wird sich zudem um die Gerätschaften kümmern. Nicht zu vergessen: Beim Gerätehausanbau führt er immer noch die Regie. Zu seinem Nachfolger wählten die 30 Aktiven Rudi Werner, wahrlich auch kein Unbekannter im Feuerlöschwesen des Landkreises. Der neue Kommandant trat am 28.11.1984 in die Wehr ein, war vom 10.12.2006 bis 11.01.2015 der 1.Jugendwart und bereits seit 12.12.2010 zweiter Kommandant. Für sein neues Aufgabenfeld hat sich Rudi Werner bereits auf verschiedenen Lehrgängen vorbereitet.  Für seine bisherige Dienstzeit erhielt er bereits Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25-jährige Dienstzeit. Die beiden Komman-danten müssen noch durch die Gemeinde und den Kreisbrandrat bestätigt werden. Die Wahl tritt zum 1. Februar in Kraft. Den beiden neuen Kommandanten gratulierten nicht nur die Aktiven und Bürgermeister Peter Braun, sondern auch Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor Hubert Blödt. Für seine Leistungen als 1. Kommandant überreichte  Bürgermeister Peter Braun dem ausgechiedenen Kommandnaten den Ehrenkrug des Marktes.  (ajp)

Interessant zu wissen ? der Feuerwehrkommandant: Die Wahl der Kommandanten ist im Artikel 8 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes geregelt. Darin wird auch die Aufgabe des Kommandanten beschrieben. Er hat unter anderem für die Einsatz-bereitschaft der Feuerwehr zu sorgen.

Der Kommandant wird nur von den Feuerwehrdienst leistenden Mitgliedern der Wehr gewählt und der Feuerwehranwärter, die das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Ein Feuerwehrkommandant muss nach Vollendung seines 18. Lebensjahres mindestens vier Jahre in der Feuerwehr Dienst geleistet haben.

Er muss durch die Gemeinde im Benehmen mit dem Kreisbrandrat bestätigt werden.

 

(ajp)

 

Jahreshauptversammlung der FF Schmidmühlen ? Christian Renghart neuer Vorsitzender

13.01.2015 von Josef Popp

 

Traditionell lädt die Feuerwehr am Sonntag nach Dreikönig zu ihrer Jahreshaupt-versammlung ein. Zu der diesjährigen Versammlung konnte 1. Vorsitzender Thomas Birner zahlreiche Mitglieder, unter ihnen die Ehrenmitglieder Hermann Weigert und Alfons Huger sowie 1. Bürgermeister Peter Braun mit den Markträten Josef Popp, Mathias Huger, Johann Edenharter sowie Johann Bauer  begrüßen. Der besondere Gruß galt auch Kreisbrandrat Fredi Weiß sowie Kreisbrandinspektor Hubert Blödt. Der Verein zählt derzeit 381 Mitglieder, davon sind drei Ehrenmit-glieder. Zehn Neuaufnahmen sind zu verzeichnen. Vier Mitglieder, Arnold Kleinod (Ehrenmitglied), Michael Wagner, Raimund Feuerer und Bernhard Kiebel  verstar-ben im vergangenen Jahr. Der Vorsitzende konnte auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Zu den vielen Veranstaltungen gehörte das Gedächtnissamt für die verstorbenen Mitglieder, der Florianstag in Pittersberg, das 125jährige Vereins-jubiläum der FF Pittersberg, die Fahrzeugweihe in Vilshofen, sowie die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, am Festzug zur Eröffnung des Marktfestes und am Volkstrauertag. Fest zum Jahresprogramm gehören das Abbrennen des Johannifeuers und das Gartenfest. Gelungen war auch das elfte Seniorentreffen. Zudem konnte man 20 Mitgliedern zu ?runden? Geburtstagen gratulieren. Ein Höhepunkt war die Einweihung des neuen Löschfahrzeuges, blickte der Vorsitzende zurück. Nachdem  Thomas Birner nach zehn Jahre als 1. Vorsitzender nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stand, nahm er die Gelegenheit wahr, eine persönliche Bilanz zu ziehen. Neben der Weihe von zwei Fahrzeugen bildete die Feier zum 140 jährigen Bestehen mit Florianstag im Rahmen der 1000 ? Jahr ? Feier des Marktes einen echten Höhepunkt. Zudem konnte der Mitgliederstand konstant gehalten werden, was durchaus nicht selbstverständlich war, denn im letzten Jahrzehnt verstarben rund 100 Mitglieder. Seinem Nachfolger könne er ein solides finanzielles Polster hinterlassen. Dieses grundsolide finanzielle Polster konnte auch Kassenwartin Martina Vierl nachweisen. Sie gab einen Überblick über wichtige Einnahmen und Ausgaben. Kassenrevisor Josef Ferstl, der zusammen mit Hans Rubenbauer letztmals die Kasse geprüft hatte, konnte eine tadellose Kassenführung bescheinigen, bei der alle Kassenbewegungen belegt werden konnten und auch der Satzung entsprachen. Auf 29 Einsätze konnte 1. Kommandant Jürgen Ehrnsberger zurückblicken. Dabei nannte er insbesondere einen Kaminbrand, einen Brandeinsatz bei Brunnhof sowie verschiedene Verkehrsunfälle, unter anderem bei Etsdorf mit einem Toten, sowie noch zwei Verkehrsunfälle bei Winbuch.  Die Wehr zählt derzeit 30 Aktive (5 Frauen) und 10 Jugendliche (4 Frauen). Zwölf Funkübungen wurden gehalten, zahlreiche Absperrdienste geleistet, beim Brauch des Allerseelenschiffchens hat man wieder mit der technischen Ausrüstung und Personal geholfen, man war beim Ferienpro-gramm mit dabei und hat zudem zahlreiche Aktive bei Kursen schulen lassen. Die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren, nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern auch mit den Nachbarwehren ist vorbildlich und problemlos. Besonders hob Kommandant Jürgen Ehrnsberger, wie übrigens auch der Vorsitzende, die Jugendarbeit hervor. Die Jugendgruppe, die von den Jugendleitern Christian Renghart und Florian Schmidt geführt wird, ist bestens in den Verein und die aktive Wehr integriert und in der Vereinsarbeit engagiert. So arbeitet die Jugend für den Verein beim Marktfest, beim Adventsmarkt und beim Knödelbogen und half auch bei allen Aktivitäten des Vereins mit. Dickes Lob für diese  engagierte Vereinsarbeit gab es auch von KBI Hubert Blödt, der der FF Schmidmühlen eine hohe Einsatz-bereitschaft und einen guten Ausbildungsstand bescheinigte. Sicher hat das neue Löschfahrzeug auch zur Verbesserung der Sicherheit im Markt Schmidmühlen beigetragen. Der Dank und die Anerkennung für eine vorbildliche Arbeit sprach auch Bürgermeister Peter Braun aus. Der Markt weiß, was er an der FF Schmid-mühlen hat. Die nächste große Aufgabe, eine Entscheidung zum Feuerwehrhaus, wird in den nächsten Jahren in Angriff genommen. Nach mehr als 30 Jahren zeigen sich die Verschleißerscheinungen, die man ? in welcher Form auch immer ? behe-ben muss und wird. Den scheidenden Vorsitzenden Thomas Birner dankte er mit dem Ehrenkrug des Marktes. Die Neuwahlen gingen reibungslos vonstatten. Neuer Vorsitzender wurde Christian Renghart, der weiter auf ein bewährtes Team bauen kann. (ajp)

 

Die neue Vorstandschaft

1. Vorsitzender: Christian Renghart 

2. Vorsitzender: Florian Pirzer

1. Schriftführerin: Christina Pirzer

2. Schriftführerin: Katharina Müller

1. Kassier: Martina Vierl

1. Fähnrich: Harald Scheuerer

2. Fähnrich: Julian Decker

Kleiderwart: Patrick Hauser

Beisitzer: Armin Roidl, Florian Schmidt, Matthias Segerer

Kassenprüfer: Markus Fleischmann, Michael Lautenschlager

(ajp)

 

Foto ajp  die neue Vorstandschaft mit dem neuen Vorsitzender Christian Renghart, 4. von rechts