Besitzer und Kümmerer von Kapellen auf dem Gemeindegebiet geehrt

22.12.2014 von Josef Popp

Oft stehen sie unbeachtet am Wegesrand oder an Waldrändern, aber sie sind echte Kleinode in einer Gemeinde ? die kleinen Kapellen oder Bildstöcke. Die Bewerbung mit der Marienkapelle in Eglsee  beim Wettbewerb ?Unser Dorf soll schöner werden,  unser Dorf hat Zukunft? war für Bürgermeister Peter Braun der Anlass, bei einem Festabend im Hammerschloss allen Besitzern, vor allem den ?Kümmerern? mit einem kleinen Geschenk zu danken. Er dankte allen, die diese Kapellen irgendwann einmal errichtet haben, aber auch jenen, die sich jetzt um diese ?kleinen Schätze? kümmern. Viele dieser Kapellen sind steinerne Zeitzeugen, sie erzählen aber auch von Schicksalen oder sie sind auch einfach nur Ausdruck tiefen christlichen Glaubens. Dem Dank schloss sich auch Landrat Richard Reisinger an. Für ihn sind die  Bürger, die sich ehrenamtlich um Vereine, Menschen oder auch diese Kapellen kümmern, unverzichtbar für den Zusammenhalt einer Gesellschaft. Mit einem Präsent dankte der Markt Schmidmühlen all jenen, die sich um diese Kapellen und Bildstöcke kümmern.

Dies sind: Ingrid Vierl (Hammerkapelle), Martha und Georg Forster (Marienkapelle Pirkenhof), Reinhard Wallner (Henglkapelle), Heimkehrerkapelle (erbaut von Franz ? Xaver Eichenseher, Reservistenkameradschaft), Rösselwirtskapelle (Johann Rubenbauer, Baulastträger FF Schmidmühlen), Johann Koll (Michaelikapelle Markhof), Johann und Frieda Schaller (Schallerkapelle), Maria Geiger (Marienbildstock Hirschberg), Petra Fleischmann, Tanja Fleischmann (Angerkapelle), Günther Schmid, Frieda Schaller (Kannesmetzgerkapelle), Bernhard Wiesner (Kapelle Maria mit dem Kind, Brunnhof), Gabriele und Klaus Vögerl, Rupert Auer (Auerkapelle Emhof), Rita und Michael Lautenschlager (Marienkapelle, Eglsee), Leonhard Feuerer (Feuererkapelle), Ludwig Kellermeier (Marienkapelle mit Mariengrotte, Emhof), Monika und Johann Graf (Kapelle in Pettenhof). (ajp)

Foto ajp zeigt die Besitzer und ?Kümmerer? der Kapellen mit Bürgermeister Peter Braun sowie Landrat Richard Reisinger

 

Kapellen auf dem Gebiet des Marktes Schmidmühlen

22.12.2014 von Josef Popp

Sie sind Zeugnisse tiefen christlichen Glaubens und stehen auch für Zeitge-schichte und Zeitgeist: kleine Kapellen oder Bildstöcke. Sie wurden meist auf die Eigeninitiative von Privatleuten errichtet. Es gibt viele Kapellen, bei denen man weder die Erbauungszeit kennt, noch typische Merkmale eines bestimm-ten Stiles zu entdecken vermag. Auch der Anlass oder die Erbauer bleiben oftmals ?im Dunkeln?. Anders ist es beispielsweise bei der Schallerkapelle. Ihre Geschichte kann man anhand von Dokumenten gut nachvollziehen.  Die Kapelle, wie sie jetzt an der Brunnlettstraße steht, wurde als Ersatz für die alte Kapelle gebaut, die im Jahr 1962 dem Straßenverkehr weichen musste. Ein Akt im Staatsarchiv Amberg gibt Aufschluss. Man erfährt zwar nicht, aus welchen Grund der Landwirt und Regensburger Bote Leonhart Schaller eine Kapelle erbaut hat, aber so wurde es mündlich überliefert, sei ein Feuerrad vom Brunnlettberg heruntergerollt und sei an dem ehemaligen Standort der Kapelle zum Stillstand gekommen. Erst als die Kapelle gebaut war, hätte der Spuk ein Ende genommen. Dies ist sicher die geheimnisvoll-mystische Erklärung, der andere, eher wahrscheinliche Grund war wohl der Tatsache zuzuschreiben, dass Leonhart Schaller als Bote und Fuhrmann mit seinem Gespann und seiner Fracht vielen Gefahren ausgesetzt war. Immerhin schreibt man das Jahr 1846, als er mit dem Bau begann. Schaller wandte sich eines Tages an seinen Pfarrherrn und besprach mit ihm sein Vorhaben. Das Pfarramt Schmidmühlen berichtete daraufhin am 20. August 1844 an das Landgerichtsamt: ?Der hiesige Regensburger Bote Leonhart Schaller will auf seine  Kosten auf einen Grund und Boden, den ihm der hiesige Magistrat abgetreten, nach anliegenden Plan eine Feldkapelle im sogenannten Harschhofer Feld erbauen. Das Onis fabricae übernimmt der Antragsteller. Man stellt nun das Ansuchen an die kgl. Distrikts ? Polizeibehörde Burglengenfeld, die Genehmigung zu erteilen. In Hochachtung S. Frank, Pfarrer.?  Die Genehmigung dauerte dann doch einige Zeit. Erst als der Bürgermeister Reindl bescheinigte, dass Leonhart Schaller ein Vermögen von 1500 Gulden besitzt und mit diesem Vermögen die Kapelle nicht nur bauen, sondern auch unterhalten konnte, wurde der Bau der kleinen Kapelle genehmigt. Am 28. März 1846 hat die Regierung in Regensburg  ?im Namen seiner Majestät des Königs den Entwurf Lit. A. zu einer Feldkapelle in Schmidmühlen, welche mit Zustimmung des bischöflichen Ordinariats Regensburg  auf Kosten des Boten Leonhart Schaller in Schmidmühlen erbaut werden soll, als zur Ausführung geeignet, ohne Änderung,  Allerhöchst zu genehmigen geruht?.  Vier Wochen später war Baubeginn für die von Maurermeister Josef Flierl geplante Kapelle. Als Altarbild ließ der Stifter ein großes Pieta ? Bild malen, das in einem Rokokorahmen gefasst war. Nach dem verkehrsbedingten Abbruch Anfang der 60iger Jahre wurde die Kapelle von Anton Kreitmeier, Max Kuschel und Hermann Schaller wieder neu aufgebaut. Maria Hirteis stiftete das vom Dorfgendarmen Gareis gefertigte Kreuz. Die Planung über nahm der Markt, der auch das Material stiftete. Ähnlich mystische Geschichten wie bei der ersten Schallerkapelle  ranken sich auch um den Neubau der Marienkapelle in Eglsee. Diese gehört schon seit ?Menschengedenken" zum ?Stoffelbauernanwesen?. In der jetzigen Form wurde sie  etwa um 1880 erbaut an der Stelle, an der bereits eine kleinere Vorgängerkapelle gestanden war. Mündlichen Überlieferungen ach sollte die jetzige Kapelle ein kleines Stück weiter weg gebaut werden, aber über Nacht wurde alles wieder an den Standort der früheren Kapelle zurückgebracht. Schließlich wurde die Kapelle an ihrem jetzigen Standort, dort wo auch die Vorgängerkapelle gestanden hatte, wieder aufgebaut. Ein ähnliches Schicksal wie die alte Schallerkapelle hat die Angerkapelle ? die ursprüngliche Kapelle wurde ein ?Opfer des Straßenverkehrs?. Im Jahr 1952 wurde sie von einem Lastzug angefahren und so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr angebracht war.  Im Jahr 1955 erfolgte ein Neubau in unmittelbarer Nähe. Die jetzigen Eigentümer haben die Kapelle in den vergangenen Monaten mit viel Arbeitsaufwand renoviert. Zwei Kapellen wurden von ehemaligen Wehrmachtssoldaten nach ihrer glücklichen Heimkehr aus dem zweiten Weltkrieg erbaut: die Heimkehrerkapelle in Schmidmühlen und die Feuererkapelle in Emhof.  Die Heimkehrerkapelle wurde von Franz Xaver Eichenseer aus Schmidmühlen im Jahr 1951 erbaut. Im Innern der Kapelle ist ein Relief "Maria mit dem Kinde" mit einem Heimkehrer, wohl Franz Xaver Eichenseer zu sehen. Im Hintergrund sieht man die Kreuzbergkirche. Der verdiente spätere Heimatforscher erbaute die Kapelle genau an der Stelle, an dem er nach dem Krieg erstmals wieder seinen Heimatort sah. Jüngeren Datums ist die Feuererkapelle in Emhof.  Diese Leonhardikapelle wurde im Jahr 1990 von Leonhard Feuerer aus Emhof erbaut.  Grund war seine  gesunde Rückkehr aus dem 2. Weltkrieg. Der Bildstock zeigt einen verwundeten Soldaten, der von seinem Kameraden getragen wird.

 

Weitere Kapellen und Bildstöcke im Gemeindegebiet

Kapelle/ Bildstock in Hirschberg: Der Bildstock liegt rechter Hand, ca. 100 Meter vor dem Anwesen Schmalzbauer in Hirschberg und wurde vor einigen Jahren restauriert.

Kapelle in Pettenhof: In früheren Jahren war die Kapelle auch der Sammel-punkt für den Bittgang nach Emhof bis zum Ende der fünfziger Jahre gewesen. An der Kapelle haben sich die Prozessionen aus Lanzenried, Dietldorf und Emhof getroffen. Von der Kapelle ist man dann gemeinsam nach Emhof gegangen.

Kellermeierkapelle: Gleich neben der Filialkirche St. Jakobus gelegen. Das Innere der Kapelle birgt eine kleine Mariengrotte mit einer Madonnenfigur.

Auerkapelle: Direkt am Ortsausgang von Emhof. Das Bild zeigt die Darstellung der Viehheiligen St. Wendelin und St. Leonhard.

Hammerkapelle: Ist als eine Marienkapelle im Volksmund bekannt. Erbaut im 18. Jahrhundert. Stifter war vermutlich der Besitzer der Hammermühle.

Kannesmetzgerkapelle: Beim Aufgang zum Kreuzberg auf der linken Seite des Fußweges. Die Kapelle ist eine Marienkapelle und steht an der Grenze zum Truppenübungsplatz Hohenfels.

Rösselwirtskapelle: Neubau im Jahr 1972 von der Freiwilligen Feuerwehr Schmidmühlen. Stifter ist die Familie Rubenbauer (Rösselwirt). Die Kapelle steht auf Gemeindegrund. Im Innern ist ein Christusrelief aus Kupfer getrieben mit der Aufschrift "Kommet alle zu mir".

Henglkapelle: Marienkapelle. Die Familie Hengl, heute das Anwesen von Reinhard Wallner, hat es mit der Bitte um Hilfe für ein besonderes Anliegen gebaut.

Pirkenhofkapelle: Im Inneren ein Nachbildung des original Marienbildnisses aus dem Jahr 1987, da das Originalbild in schlechtem Zustand war. Die Kapelle wurde von den Vorbesitzern um 1900 erweitert. Vorher war nur eine kleine Kapelle als Bildstock ausgerichtet, gestanden. Schmuckstück der Kapelle ist die 1857 gegossene Kirchenglocke aus Haidensbuch, heute im Truppenübungsplatz Hohenfels gelegen.

Brunnhofkapelle: Motiv des Altarbildes ist ein Marienbild mit dem Kind. Erbaut wohl im 19. Jahrhundert von den Vorbesitzern, der Familie Humml. Die Kapelle steht unter Denkmalschutz.

Markhofkapelle: Michaelskapelle. Erbaut wurde sie im Jahr 1890 von Michael Hummel. Der Künstler des 1927 gemalten Deckengemäldes ist Johann Berr. Die Kapelle steht unter Denkmalschutz. (ajp)

Foto ajp die aktuelle Schallerkapelle

Die alte Schallerkapelle ? Foto: Archiv heimatkundlicher Arbeitskreis

 

 

 

Markt Schmidmühlen Festakt ? Verleihung von Bürgermedaillen

12.12.2014 von Josef Popp

Es ist mittlerweile ein guter Brauch, dass zum Jahresende der Markt Schmidmühlen verdiente Bürgerinnen und Bürger, aber auch erfolgreiche Sportler ehrt. Unter den zahlreichen Gästen konnte Bürgermeister Peter Braun auch Landrat Richard Reisinger und Pfarrer Werner Sulzer  im Festsaal des Hammerschlosses begrüßen. Heuer stand neben drei Funktionärs-ehrungen auch die Verleihung von zwei Bürgermedaillen an. In seiner Laudatio zitierte Bürgermeister Peter Braun den Spruch des früheren amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy: ?Frage nicht, was der Staat für dich tut. Frage, was du für den Staat tust.? Peter Braun weiter: Für Staat können wir genauso gut Gesellschaft einsetzen oder andere Menschen, also danach fragen, was wir für Menschen tun können, die uns nahe stehen oder die Unterstützung brauchen, für unser näheres oder weiteres Umfeld. Die Frage, was man für andere oder die Gemeinschaft tun kann, sie wird doch eher selten gestellt, so Braun. Manche stellen sich diese Frage allerdings nie; andere indessen machen sie buchstäblich zur Richtschnur ihres Handelns. Das Wirken dieser Menschen zu würdigen, die auf vielfältige Weise etwas für andere tun, das ist unserem Markt Schmidmühlen ein wichtiges Anliegen, betonte der Bürgermeister.  Als Zeichen des Dankes verleiht der Markt Schmidmühlen deshalb seit  einigen Jahren die Bürgermedaille. Damit haben wir eine gute Tradition geschaffen, um Persönlichkeiten aus unseren Reihen auszuzeichnen, die sich für andere oder das Gemeinwohl engagieren. Die Verdienste, die mit der Bürgermedaille gewürdigt werden, liegen auf ganz unterschiedlichen Gebieten. Peter Braun: Da finden sich Menschen mit großem sozialen Engagement, Menschen die sich sehr stark in der Vereins-arbeit engagieren, anderen liegt das kirchliche Ehrenamt sehr am Herzen. Viele haben sich in der einen oder anderen Form kommunalpolitisch engagiert und damit zur Lebensqualität unserer Gemeinde beigetragen. Was auch immer sie geleistet haben, ihr Wirken ist stets anderen zugutege-kommen. Auch der Einsatz von Hermann Schutzbier und Paul Böhm , so Peter Braun, denen wir heute mit der Überreichung der Bürgermedaille in Bronze danken, geht weit über das normale Maß hinaus. Und das möchten wir jetzt mit dieser kleinen Feierstunde würdigen. Jede Gemeinde kann sich glücklich schätzen, Menschen mit ihrer Haltung in ihren Reihen zu wissen. Denn jede Gemeinschaft ist darauf angewiesen, dass Bürgerinnen und Bürger sich für das verantwortlich fühlen, was um sie herum geschieht, und dass sie aktiv werden. Jede Gesellschaft kann nur gut bestehen, wenn es Menschen gibt, die über den eigenen Tellerrand hinausblicken und Gemeinsinn beweisen. diejenigen, die sich um andere kümmern oder um Belange von allgemeinem Interesse, halten dies für selbstverständlich. Und deshalb sind sie nicht selten überrascht, wenn sie erfahren, dass ihnen die Bürgermedaille verliehen wird. Mit Paul Böhm und Hermann Schutzbier erhielten heuer zwei politische Urgesteine die Bürgermedaille. Unter dem Applaus der anwesenden Gäste überreichte Bürgermeister Peter Braun den beiden langjährigen Kommu-nalpolitikern die Ehrenurkunde und die Bürgermedaille in Bronze. (ajp)

Hermann Schutzbier gehörte 30 Jahre dem Marktrat an, davon war er 12 Jahre Fraktionsvorsitzender der SPD. Sein Amt als Alterspräsident in der Zeit von 2002 bis 2014 erfüllte er mit großer Gelassenheit, aber auch mit Würde. Prägende Spuren hat Hermann Schutzbier bei seiner Arbeit im Kulturaus-schuss hinterlassen, in dem er mit den Marktratskollegen die 1000-Jahrfeier im Jahr 2010 vorbereitete, aber auch die Ehrensatzung des Marktes mit ausgearbeitet hat.

Zeitgleich, vor 30 Jahren zog auch Paul Böhm in das Marktratsgremium ein. Großes Anliegen war ihm stets die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde im Auge zu behalten. Paul Böhm war  ein Marktrat, der den Haushalt einer Gemeinde nicht nur lesen, sondern auch werten bzw. bewerten konnte. Darüber hinaus wurde Paul  Böhm von 2002 bis 2008 zum 3. Bürgermeister gewählt. (ajp) 

 

 

 

Schmidmühlen ? drei weitere Bürger geehrt

von Josef Popp 15.12.2014

Neben der Verleihung der Bürgermedaillen an Hermann Schutzbier und Paul Böhm wurden noch drei weitere Bürger im Rahmen des Festaktes geehrt. Die verbindende Wirkung  der ehrenamtlichen Arbeit hob Landrat Richard Reisinger in seinen Grußworten hervor. Politiker meinen oft, sie seien es, die eine Gesellschaft zusammenhalten und prägen. Dies mag wohl manchmal so sein, in Wirklichkeit sind es die Bürger, die sich ehrenamtlich für den Nächsten, die Kultur, die Heimat oder im Sport engagieren und hier  Zeit opfern, so der Landrat. Wohl jeder, der sich dafür entscheidet, sich in einem Verein zu engagieren, rechnet nicht mit großem Dank oder großen Ehrungen. Landrat Richard Reisinger dankte allen, die sich für die Gemeinschaft ein-setzten. So wie Maria Weigert oder Bernhard Graf, die vom Katholischen Pfarramt der Pfarrei St. Ägidius für die Ehrenurkunde in Gold vorgeschlagen wurden. Beide engagieren sich in den verschiedensten Funktionen für die Filialkirche St. Bartholomäus in Winbuch.  Mit der Ehrenurkunde in Bronze wurde Hildegard Segerer geehrt. Sie zeichnet seit einem Jahrzehnt für die Kasse der Blaskapelle St. Ägidius verantwortlich. Auch ihnen dankte Peter Braun für ihre Arbeit für die Kirche in Winbuch beziehungsweise für die Blaskapelle St. Ägidius und überreichte ihnen die entsprechenden Ehrenurkunden. Wie in den letzten Jahren umrahmte eine Musikgruppe der Blaskapelle St. Ägidius den Festakt. Im Anschluss an die Feierlichkeiten lud der Markt zu einem kleinen Umtrunk ein. (ajp)

Foto ajp Bernhard Graf, Maria Weigert, Hildegart Segerer mit LR Richard Wagner und Bgm Peter Braun

 

Schmidmühlen ? Sportlerehrung ? 2014

15.12.2014 von Josef Popp

Seit einigen Jahren gehört es zu den guten Gepflogenheiten im Markt Schmidmühlen, zum Jahresende erfolgreiche Sportler zu ehren. Grundlage hierfür ist eine Ehrensatzung des Marktes, welche die Ehrungen im Einzelnen regelt. Und wie es sich auch schon in den letzten Jahren immer wieder zeigte, gibt es Jahr für Jahr Einzelsportler oder Mannschaften in Schmidmühlen, die sehr erfolgreich bei regionalen oder überregionalen Wettkämpfen abschnei-den. Der Markt Schmidmühlen verfügt über ein breites Sportangebot, das unterschiedliche  Interessen vieler Bürger abdeckt. Für dieses sportliche Angebot zeichnen in erster Linie der Golf- und Landclub, die drei Schützen-vereine in der Gemeinde, der Skiclub, die Sportgemeinschaft mit den Abteilungen Tischtennis und Volleyball und der Sportverein verantwortlich. Nicht zu vergessen ist der Fischereiverein, der die Möglichkeit des Sportfischens ermöglicht, aber auch ein Verein wie der Kulturverein, der regelmäßig zu Wanderungen aufbricht. Viele weitere Vereine bieten ziel-gerichtet für Senioren oder Jugendliche ein Gesundheitstraining an. Es ist eine bunte Mischung aus  Leistungs- und Breitensport. Die Ehrung der Sportler hat für den Markt Schmidmühlen eine große Bedeutung. In seiner Ansprache dankte Bürgermeister Peter Braun  allen Sportlern, die auch der Marktgemeinde Schmidmühlen viele mitreißende Wettkämpfe und spannende Spiele beschert haben. Peter Braun weiter:  Ihr alle habt eine großartige Leistung erbracht, als Einzelsportler oder im Team. Ihr alle habt in den entscheidenden Momenten Euer Bestes gegeben, einige sind regelrecht über sich hinausgewachsen. Ihr wusstet, was Ihr wollt, und habt zielstrebig trainiert. Durch euer sympathisches Auftreten habt ihr auch den Ruf von Schmidmühlen als Sportgemeinde eindrucksvoll bekräftigt. Ihr habt Schmidmühlen würdig vertreten. Die Sportler, die in diesem Jahr geehrt wurden, haben an Meisterschaft von den Gau-, Landkreis, Kreismeister-schaften oder Bezirksturnieren bis hin zu Bayerischen und Deutschen Meisterschaft erfolgreich teilgenommen. Die Einzelsieger kamen von den Sportschützen, der Sportgemeinschaft mit der Abteilung Tischtennis oder mit Peter Bauer, der seit vielen Jahren bei den Stihl ? Timber ? Sports ? Series erfolgreich dabei ist. Die erfolgreichen Mannschaften kamen vom Sportverein, der zwei Meistertitel feiern konnte, der Sportgemeinschaft, Abteilung Tischtennis mit einem Meistertitel sowie den Sportschützen, die sich im Nachwuchsbereich über drei Meistertitel freuen durften. Zwölf Einzelsportler, wobei Matthias Riepl und Gisela Hüttner von den Sportschützen zweimal geehrt wurden sowie sechs Teams konnten auszeichnet werden. (ajp)

Sportlerehrung Ehrenurkunde in Bronze: Sportschützen e. V. SchmidmühlenMatthias Riepl, Landkreismeister Luftgewehr, Schüler männlich, 1. Gaumeister Luftgewehr Schüler männlich Laura Baumann, Landkreismeister Luftgewehr, Schüler weiblich Susanne Koller, Landkreismeister Luftgewehr, Junioren B weiblich Gisela Hüttner, Landkreismeister Luftpistole Damenklasse; 1. Gaumeister Luftpistole Damenaltersklasse Torsten Flieder, 1. Sieger Einzelwertung Rundenwettkampf, Luftgewehr, Schülerklasse Marco Artner, 1. Gaumeister Luftgewehr, Junioren B Selina Schambeck, 1. Gaumeister, Luftgewehr, Jugend A weiblich.

Sportgemeinschaft, Abteilung Tischtennis Laura Tyl, 1. Siegerin des ersten und zweiten Bezirksbereichsranglistenturniers Süd Matthias Wiesner, 1. Sieger der Kreismeisterschaft 2014, Tischtennis ? Minis (bis 8 Jahre)

Ehrenurkunde in Silber: Gisela Hüttner, Sportschützen e.V., Vizemeisterin der Bayerischen Meisterschaft im Sportschießen des Oberpfälzer Schützenbundes, Luftpistole, Damenaltersklasse

Peter Bauer, 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft 2014 der Stihl ? Timber ? Sports - Serie

Mannschaftswertung:

Sportgemeinschaft, Abteilung Tischtennis 1. Jugendmannschaft: Meisterschaft in der 2. Kreisliga im Kreis Amberg

Sportverein ?Eintracht? Schmidmühlen D ? 2 Jugend: 1. Meister in der Saison 2014, D ? 1 Jugend: 1. Meister in der Saison 2014

Sportschützen e.V. Schmidmühlen

Schüler I:  1. Landkreismeister, Landkreis Amberg - Sulzbach

Schüler I:  1. Gaumeister, Schützengau Amberg

Schüler I:  1. Sieger Rundenwettkampf, Schützengau Amberg (ajp)

Bilder:

1) Einzelsportler: Laura Tyl - von der Abteilung Tischtennis wurde geehrt

2) Einzelsportler: Peter Bauer - Stihl Timber Sports

3) Einzelsportler/Mannschaft: Matthias Riepl, Torsten Flieder, Laura Baumann,

    Susanne Koller, Gisela Hüttner / D-1 Jugend

4) Sportabzeichen

 

 

 

 

 

Blutspender der Gemeinde Schmidmühlen geehrt

18.12.2014 von Josef Popp

Blut ist etwas  ganz Besonders, das in der Medizin trotz neuer Technologien und Behandlungsmethoden unverzichtbar ist. Täglich müssen in Kliniken auf Blutreserven zurückgegriffen werden, sei es nach Unfällen oder bei Operationen. Und um Blut für alle Notfälle vorrätig zu haben, ist die Medizin auf Blutspender angewiesen. Diese gibt es in Bayern und im Landkreis Amberg ? Sulzbach Gott sei Dank noch zahlreich, auch in den Gemeinden des Lauterachtals, Schmidmühlen, Hohenburg und Kastl. Das Bayerische Rote Kreuz lädt im Landkreis Amberg ? Sulzbach regelmäßig mit seiner zuständigen Abteilung zu Blutspenden ein.  Die Ehrung für die drei Lauterachtalgemeinden fand in Schmidmühlen statt. Zu diesem festen Stamm der Blutspender gehören auch Alice Rudolf und Maria Renghart aus Schmidmühlen für je 50 Blutspenden. Ferner wurden  Michael Schäfer, Peter Horst Otto Ahner  und Klaus Hiller jeweils aus Kastl für ihre große Spendenbereitschaft gedankt.  Für die langjährigen Blutspender gab es ein eine Ehrennadel und ein kleines Präsent.  Die Ehrung wurde von Elfriede Auer, vom Kreisverband Amberg ? Sulzbach des Bayerischen Roten Kreuzeszusammen mit den beiden Bürgermeistern Peter Braun (Schmidmühlen) und Monika Breunig sowie Landrat Richard Reisinger durchgeführt. Der Landrat dankte auch im Namen aller Bürgermeister  den Blutspendern für  diese großartige Spendenbereit-schaft, die von einem echten Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen zeugt und die wirklich große Anerkennung verdient. (ajp)

Foto ajp zeigt die geehrten Blutspender ? Alice Rudolf und Maria Renghart mitte von links  - mit Landrat Richard Reisinger, den beiden Bürgermeistern Peter Braun und Monika Breunig Braun sowie  Elfriede Auer, BRK AS

 

 

 

Feuerwehr Winbuch ? Gerätehausanbau

24.11.2014 von Josef Popp

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Winbuch wird seit einigen Wochen ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte geschrieben. Am Feuerwehrgerätehaus wird gearbeitet ? es erhält einen Anbau. ?Kleine Feuerwehr  ? ganz groß?, so kann man die Feuerwehr Winbuch charakterisieren. Vorbei sind die schwierigen Zeiten, als man vor einigen Jahren gar nicht so recht wusste, wie es mit der Ortsfeuerwehr von Winbuch weiter geht. Es geht nicht nur weiter, es geht auch aufwärts. Dem Vorsitzenden Ludwig Spies und Kommandanten Reinhard Götz ist es gelungen, eine schlagkräftige Mannschaft zusammen zu stellen, die nicht nur mit dem Verein das Dorfleben prägt, sondern auch jederzeit einsatzbereit ist. Dies, so Kommandant Reinhard Götz, stellte die Wehr heuer bei insgesamt elf Einsätzen unter Beweis. 20 Aktive zählt die Wehr, bei den Alarmierungen heuer rückten durchschnittlich acht Feuerwehrdienstleistende aus. Damit, so der Kommandant, ist die Ausrückebereitschaft sicher gestellt. Die Leistungsfähigkeit wurde auch bei der großen Einsatzübung vor einigen Wochen unter Beweis gestellt.  Zudem hat die Wehr zwei Atemschutzträger in ihren Reihen. Zu den 20 Aktiven kommen noch sechs Jugendliche, die derzeit mit den beiden weiteren Gemeindefeuerwehren auf den Wissenstest (Prüfungstermin: Mittwoch, 26.11.2014 im Dorfgemeinschaftshaus in Winbuch) vorbereitet werden. Das große Aushängeschild der Feuerwehr Winbuch und der Gemeinde Schmidmühlen ist die Kinderfeuerwehr, die 19 Kinder und Jugendliche zählt (wobei hier auch die Jugendlichen mitgezählt sind, die immer noch gerne zu den Gruppenstunden kommen). Zu guter Letzt absolviert  Maike Leuthmetzer derzeit eine Ausbildung zum Digitalfunk-Multiplikator für die Gemeinde Schmidmühlen. Es tut sich also etwas bei der Winbucher Feuerwehr. Bereits seit einigen Jahren zeichnete sich ab, dass am Feuerwehrgerätehaus ein Anbau nötig ist. Dieses wurde 1973 erbaut und blieb seit dieser Zeit, also mehr als vier Jahrzehnte, weitgehend unverändert. Nicht nur ein Anbau wurde nötig, sondern auch viele Sanierungsarbeiten standen an, die natürlich gleich abgearbeitet wurden. Seit einiger Zeit laufen nun die Umbauarbeiten am Gerätehaus. Wie es oft bei Umbaumaßnahmen so ist, muss mehr als ursprünglich geplant war, gemacht werden. Das ist in Winbuch nicht anders. 640 Arbeitsstunden haben die Aktiven bereits geleistet. Dabei wurde nicht nur der rund 20 Quadratmeter große Anbau fertiggestellt, sondern das Dach wurde komplett neu eingedeckt. Mittlerweile wurde auch der Anbau außen verputzt und erhielt einen neuen Anstrich. Ein Großteil der Arbeiten fiel aber auch auf die Außenanlagen, wie Bürgermeister Peter Braun und Winbuchs Marktrat Georg Koller bei einem Ortstermin von Vorsitzenden Ludwig Spies erfuhren. Neu gestaltet wurde auch der Containerbereich. Ein Teil der Arbeiten wie die Gestaltung der Außenanlagen wird wohl erst im neuen Jahr erledigt werden. Im Frühjahr werden dann die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann können sich die Führungskräfte zusammen mit den Aktiven auf die Weiterentwicklung der Feuerwehr konzentrieren. Die Materialkosten übernimmt der Markt Schmidmühlen, der im Haushalt hierfür 10 000 Euro eingeplant hat.  (ajp)

Feuerwehr Winbuch ? In der Chronik geblättert Am 20. Mai 1895, so kann man es in der heute noch im Original erhaltenen Gründungsgeschichte nachlesen, fand die Gründung der Feuerwehr Winbuch statt 30 Männer aus Winbuch und Greining trafen sich im ehemaligen Schulhaus zur Gründungs-versammlung. Viele Brände und Schadensfälle in Winbuch und den umlie-genden Ortschaften gaben wohl den Anstoß zu dieser Vereinsgründung.Die Initiative ergriffen damals der Lehrer Franz Paul Schwarz, Bürgermeister Johann Schuster, der Wirt Josef Metz sowie Schmiedemeister Michael Reindl. Zum 1. Vorsitzenden der Wehr wurde der damalige Bürgermeister Johann Schuster gewählt, zum 1. Kommandanten Josef Härtl. Noch vor der Jahrhundertwende wurde die erste Feuerlöschpumpe gekauft. Am 1. Dezember 1910 erfolgte die Bezahlung der letzten Rate. Am 4. Dezember 1914 wurde die erste Vereinsfahne angeschafft. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte unter großen Schwierigkeiten der Aufbau des Feuerlöschwesens. Im März 1960 erfolgte die Übergabe einer neuen Motorspritze TS 8 / 8, zu der der Verein 2000 DM selbst dazu zahlte. Am 23. Juni 1972 wurde die FFW Winbuch mobil und erhielt ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF, Ford Transit). Im Juli des gleichen Jahres wurde das Gerätehaus fertig gestellt. 1995 feierte die Feuerwehr Winbuch das einhundertjährige Vereinsjubiläum. (ajp)

Foto ajp  links einzeln stehend Vorsitzender Ludwig Spies, weiter 2. Kommandant Stefan Färber, Gerätewart Michael Spies, Marktrat Georg Koller, Bürgermeister Peter Braun, 1. Kommandant Reinhard Götz.

 

 

 

 

Über das Grundübel unserer Zeit: Das ?Nichts erwarten können!? ging es beim Seniorennachmittag des Marktes Schmidmühlen. Die Lesung von Heimatpfleger Josef Schmaußer bei Senioren in Schmidmühlen gab Einblicke in Tragisches, Hintergründiges und Humorvolles

24.11.2014 von Josef Popp

Mittlerweile fest etabliert ist der monatliche Seniorentreff des Marktes Schmidmühlen. Dies zeigt sich immer wieder am guten Besuch der einzelnen Veranstaltungen, so auch wieder beim letzten Seniorentreff, zudem rund 40 Senioreninnen und Senioren kamen. Vorbereitet wurde dieser Nachmittag von der Seniorenbeauftragten Christine Werner, die hierzu den Heimat-pfleger Josef Schmaußer aus Hohenkemnath begrüßen konnte, der bei einem kurzweiligen Vortrag über das Brauchtum zwischen Allerheiligen und dem Beginn des Advents  referierte.  ?Wenn im Herbst scheinbar die Natur abstirbt und eine ruhigere Zeit anbricht, dann gedenken auch wir Christen unserer lieben Verstorbenen!?, so eröffnete Josef Schmaußer den Nachmittag. Am Allerseelentag beschenkte man früher sozial Schwächere und Kinder mit einem Allerheiligen-Spitzel. Die Beschenkten dankten mit ?Vergelt?s Gott!? und dem Zusatz ?...für die Armen Seelen?. Allein auf diesen Satz kam es in einer Zeit, als die Religion noch fest in den Alltag hineinver-woben war, an.  ?Schön gestorben hieß früher, dass man wohl vorbereitet mit dem Empfang der Hl. Sterbesakramente vor seinen Schöpfer trat.? Nichts fürchteten die Menschen früher mehr, als den plötzlichen, überraschenden Tod, der keine Zeit zur Vorbereitung und zur Einstimmung auf das Sterben ließ. Viele ?Arme Seelen-Marterln?, Josef Schmaußer zeigte einige Beispiele, forderten früher und heute die Vorbeigehenden auf, für die ?Arme Seele im Fegefeuer? ein Gebet zu entrichten. Der Heimatkundler erinnerte an viele Rituale, Bräuche und Sprüche um das Sterben. War zum Beispiel ein Bauer verstorben, wurde, bevor der Sarg aus dem Haus getragen wurde, das Vieh im Stall aufgetrieben. Mit dem Spruch ? Über?s Sterben reden, is nu lang niert g?storben!? führte der Referent in das zweite Thema des Abends, die Namenstage im November, über. So zum heiligen Martin. ?St. Martin setzt sich schon mit Dank, zum warmen Ofen auf die Bank!? ?St. Martin ist ein harter Mann, für den, der nicht bezahlen kann!? In der heutigen Zeit kann der zweite Spruch von vielen jüngeren Menschen kaum mehr gedeutet werden. Der Martinstag war einst ein wichtiger Zins- und Abgabetag. Die Abgaben wurden meist in Naturalien an den Lehensherrn bezahlt, auch mit lebendigen Gänsen. An St. Martin gab es für die Dienstboten auch das ?Ding- oder Drangeld?. Nahm das ?Ehehalten?, alter Name für Knechte und Mägde, das Drangeld, meist so 20 Mark, an, dann war das ein Versprechen, auch über Lichtmess (2. Februar ? Dienstbotenwechsel)  auf dem Hof zu bleiben. Dies gab dem Dienstherrn und den Knechten eine gewisse Sicherheit.  Über den Hl. Hubertus, dem Hl. Leonhard, die Hl. Elisabeth und über das ?heilige Madl Katharina? bis zum Hl. Apostel Andreas sind im November viele Namenstage lebendig geblieben.  Zum Schluss des Abends führte der Heimatpfleger der Gemeinde Ursensollen ?ganz sachte? in den nahenden Advent über. Für ihn, so Schmaußer, sei das ?Nichts erwarten können!? ein Grundübel unserer Zeit. ?Mit den Bräuchen bringen wir unseren Kindern die Geheimnisse der doch noch ruhigen Zeit im November und dann im Dezember und auch die Geheimnisse der Weihnachtsbotschaft näher. Versuchen wir, dass wir uns wieder mehr auf das Wesentliche dieser so geheimnisvollen Zeit zu besinnen. Vorfreude ist doch die schönste Freude!?, so lautete der Vorweihnachtliche Wunsch von Josef Schmaußer, dem mit viel Beifall für seinen Vortrag gedankt wurde. Für die musikalischen Akzente sorgten gekonnt Anna Braun und Ilona Reheis. 

Fotos pop

Die ehemaligen Bürgermeisterstellvertreter Karl Fochtner und Paul Böhm wurden zusammen mit der Seniorenbeauftragten Christine Werner in den Vortag aktiv mit eingebunden.

Anna Braun (stehend) und Ilona Reheis sorgten gekonnt  für die musikalische Umrahmung.

 

Allerseelenbrauch in Schmidmühlen ? Allerseelenschiffchen ? Pfarrer Werner Sulzer: Allerseelen ist wie Ostern im Herbst

02.11.2014 von Josef Popp

Fast mystisch leuchtet einmal im Jahr die Lauterach in Schmidmühlen, nämlich am Allerseelentag, Dann nämlich, wenn viele Kinder ihre Allerseelenschiffchen in den kleinen Fluss setzen. Es ist sicher eines der eindrucksvollsten Bräuche in Schmid-mühlen und im Landkreis Amberg ? Sulzbach. Und es ist ein Brauch, bei dem verschiedene Generationen im Gedanken an die Verstorbenen vereint sind. Der November gilt landläufig als der Totenmonat. Allerheiligen, Allerseelen, Totensonn-tag und Volkstrauertag mahnen die Lebenden und holen die Verstorbenen in das Gedächtnis der Hinterbliebenen zurück. Neben der theologischen Dimension hat sich auch viel weltliches Brauchtum in diesem Monat, besonders für die ersten beiden Tage des Monats Allerheiligen und  Allerseelen herausgebildet. Ein Brauch, nämlich der des Allerseelenschiffchens, wurde nach einem fast 60 Jahre dauernden ?Dornröschenschlaf? in Schmidmühlen  durch den  Kulturverein vor etwa zwei Jahr-zehnten wieder neu belebt und wird wohl die nächsten Jahrzehnte seinen Bestand haben.  Waren es in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts die Rosenkranz-gebete in der Friedhofkirche St. Georg, die vor dem Einsetzten der Allerseelen-schiffchen gebetet wurden, so ist an deren Stelle ein Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Ägidius getreten. An diesem Gottesdienst haben sich auch heuer wieder erfreulicherweise viele Kinder und Jugendlichen mit ihren selbstgebauten Allerseelenschiffchen beteiligt. Ihnen galt auch der besondere Gruß von Pfarrer Werner Sulzer. In seinen einleitenden Worten ging der Geistliche auf den Allerseelentag ein. Dieser sei wie Ostern - nur eben im Herbst. Zunächst hat der Herbst  auf den ersten Blick so Pfarrer Sulzer, wenig mit Ostern zu tun. Das Absterben der Natur, das sich an den fallenden Blättern zeigt, hat nichts mit dem Osterfest, dem Neubeginn des Lebens zu tun. Aber auch am Allerseelentag schöpfen die Christen Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod in Christus ?  wie in der Osternacht und dem Osterfest. Nach wie vor ist für den Kulturverein die Fortführung des  Brauches ?Allerseelenschiffchen? nur mit einem Gottesdienst denkbar. Der Brauch soll auch weiterhin auf einfache Weise praktiziert werden: Keine Show, kein Rummel, kein Kommerz. Mit dem Brauch wird auch an die Worte Jesu angeknüpft: ?Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wandelt nicht in der Finsternis?. Sicher sind sich die Organisatoren allemal: Mit dem ruhigen Dahingleiten der leuchtenden Schiffchen auf der Lauterach gleiten viele  Gedanken zu den Verstorbenen. Heimat- und Kulturverein und die FFW Schmidmühlen- sie war mit acht Aktiven unter der Leitung von Löschmeister Christian Renghart vor Ort - halten gemeinsam den Brauch am Leben. Beide Vereine arbeiteten auch heuer Hand in Hand wieder zusammen. 45 Allerseelenschiffchen gaben heuer für eine halbe Stunde der Lauterach bunte flackernde Farbtupfer zum Gedenken an die Verstorbenen.

Ein Blick zurück: Bereits bei der Einführung des Brauchs legte der Kulturverein großen Wert darauf, dass dieser Brauch einhergeht mit dem christlichen Gedenken, so wie es früher war. So wurde früher in der Allerseelenwoche jeden Tag in der Friedhofkirche ein Rosenkranz gebetet. Bei diesen Rosenkränzen brannten auch immer kleine Kerzen und Wachstöckeln. Nachdem Rosenkranz nahmen die Kinder ? vor allem waren es Buben ? die brennenden Kerzen mit aus der Kirche  und setzten sie auf kleine Rindenschiffchen oder Holzbretter und ließen sie auf der Lauterach bis zum Hammer schwimmen. Dies geschah vereinzelt nach jedem Rosenkranz. Am Allerseelentag wurden dann nach dem Rosenkranz von allen  Kindern die Allerseelenschiffchen mit Kerzen auf ihre Reise geschickt. Überhaupt gab es in Schmidmühlen ein vielfältiges Allerseelenbrauchtum, so auch das Allerseelenbetteln oder das Backen der Allerseelenspitzel. Mit dem 2. Weltkrieg kam das Ende für das  Allerseelenschiffchen. Aus Angst vor Luftangriffen wurde offenes Licht verboten.

 

Schmidmühlen ? ?mal was anderes? Wachstöcklabend stieß auf nicht geahntes Interesse - VHS - Wirtshausgespräch gibt "Anstoß"

03.11.2014 von Josef Popp

Der Heimat- und Volkstrachtenverein und der Kulturverein haben sich vorgenommen, einen Brauch wiederzubeleben, einen Gegenstand in Erinnerung zu rufen. Würde die Idee überhaupt angenommen? Am Kurstag erlebten die Organisatoren eine Überraschung.

Der Ort hätte nicht besser gewählt werden können. Im Herrgottswinkel des Trachtenheims trafen sich Kinder und Erwachsene, nicht um die Geselligkeit zu pflegen, sondern einen Gegenstand wieder in Erinnerung zu rufen, das Wachsstöckl. Dieses war noch bis zur Zeit des 2. Weltkriegs in jedem Haushalt und in den Kirchen und Kapellen vorhanden, eigentlich von dort nicht wegzudenken. Sie wurden entzündet zum Gebet in den dunklen Kirchen oder beim Rosenkranzgebet, Wachsstöckl gab es auch als Zugabe zur Aussteuer. Sie dienten aber nicht nur als Lichtspender, sie wurden aber auch ange-zündet, wenn man für Verstorbene, die zuhause aufgebahrt wurden, betete. Aber, auch als man das Wachsstöckl nicht mehr als Lichtquelle benötigte, fand es weiterhin Verwendung: Tauf- und Firmpaten verschenkten sie an ihre Patenkinder oder in den Bauernfamilien wurden verzierte Wachsstöckl von der Bäuerin an besonders fleißige Mägde verschenkt. Es war, so erinnern sich viele ältere Bürger noch, ein wertvoller Gegenstand, ein wertvolles Geschenk. Das Wachsstöckl wieder in Erinnerung zu rufen, diese Idee wurde beim ?Wirtshausgespräch? der Volkshochschule Amberg ? Sulzbach Anfang des Jahres im Trachtenheim ?geboren?. Trachtenverein und  Kulturverein taten sich zusammen, machten dies zu einem gemeinsamen Projekt und bereiteten einen Kurs für Kinder und Erwachsene vor. Wie es so ist bei neuen Ideen, das Team wusste nicht, ob die Idee ankommt.  Ein Interesse schien  da zu sein  ? das zeichnete sich wenige Tage vorher ab. Am Kurstag schließlich war Überraschung, aber auch die Freude bei den Organisatoren groß: Bei beiden Kursen war das Trachtenheim vollbesetzt. Insbesondere zum Erwachsenen-kurs kamen aus dem gesamten südlichen Landkreis und darüber hinaus  interessierte Personen, um teilzunehmen. Es war eine echte Premiere, auch für die Kursleiterin Ilona Reheis, die sich selbst erst in die Technik einarbeiten musste. ?Es ist halt mal was anderes?, so der vielfache Kommentar der Kur-steilnehmer. Mit den Wachsstöckeln kamen bei so manchen Kursteilnehmer wohl wieder viele positive Erinnerungen an Vergangenes. Nicht nur die Erwachsenen, vor allem die Kinder waren mit Eifer dabei und fertigten ihr eigenes Wachstöckl, jedes ein echtes Unikat. Viele Handgriffe waren nötig, bis das Wachsstöckl fertig war: zunächst einen Holzblock mit Klebewachs einstreichen, die Wachsschnur erwärmen und um den Holzblock wickeln, den Goldschnitt aufbringen und schließlich das Wachsstöckl verzieren. Dabei kamen natürlich nur religiöse Motive zur Auswahl. Für die Kinder wählte Ilona Reheis eine einfachere Variante. Zum Abschluss hatte jeder Teilnehmer ein eigenes Wachstöckel fertig - die Idee war in die Tat umgesetzt. Trachtenvorsitzender Gerald Stauber und Ortsheimatpfleger Josef Popp dankten allen Premierenkursteilnehmern, insbesondere natürlich Ilona Reheis für die Vorbereitung und Durchführung, aber auch Eva Eichenseer für die Mitorganisation sowie der Zimmerei Fischer und Schreinerei Berschneider für die Materialbereitstellung.  An eine Wiederholung ist gedacht, vielleicht, so Josef Popp, in der Zeit vor Lichtmess. Da hätte dann der Brauch in Zukunft seinen Platz. Ein ?dickes Lob? gab es von Ortsheimatpfleger Josef Popp schließlich noch für den Heimat- und Volkstrachtenverein, der das Brauchtum in Schmidmühlen und für die Oberpfalz mit Leben erfüllt.

Hintergrund: Bei dieser Veranstaltung ?Wirtshausgespräche?  der Volkshoch-schule Amberg ? Sulzbach stellte Eva Eichenseer, die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins den Brauch des Allerseelenschiffchens vor. Auf diese Allerseelenschiffchen, ursprünglich Baumrinden, setzten die Kinder am Allerseelentag ihre Wachsstöckeln und ließen diese auf der Lauterach treiben. Dieser Brauch wurde bereits in den 30iger Jahren des letzten Jahrhunderts gepflegt, bis der zweite Weltkrieg der Tradition ein Ende setzte. Der Brauch schien fast schon vergessen, bis er vom Heimat- und Kulturverein 1996 wieder zum Leben erweckt wurde. Den Anstoß gab damals Ortsheimatpfleger Michael Koller. Er erzählte, wie es damals war, wie die Kinder ihre Wachsstöckln nach dem Allerseelenrosenkranz in der Fried-hofkirche auf Rinden oder Holzbretter in der Lauterach schwimmen ließen. Aufgrund dieser Historie und des Brauchs kam Ortsheimatpfleger Josef Popp auf die Idee, das Wachsstöckl wieder in Erinnerung zu rufen.

 

Foto pop zeigt Kursleiterin Ilona Reheis mit Teilnehmern

 

Kinderfeuerwehr Winbuch

21.10.2014 von Josef Popp

Als sich im März 2012 die Verantwortlichen der Feuerwehr Winbuch dazu entschlossen, eine Kinderfeuerwehr offiziell ins Leben zu rufen, haben sie nicht nur im Markt Schmidmühlen, sondern auch im Landkreis Amberg ? Sulzbach einen wichtigen Akzent gesetzt, eigentlich Feuerwehrgeschichte geschrieben, da es die erste Kinderfeuerwehr im Landkreis war. Was vor Jahren eine Premiere und ein Versuch war, hat sich mittlerweile bewährt und im Landkreis Amberg ? Sulzbach viele Nachahmer gefunden. Die Kinder der ?ersten Stunde? sind mittlerweile zu Jugendlichen herangewachsen, so dass man sich in Winbuch über eine ?Kinder- und Jugendfeuerwehr? freuen kann. Natürlich kann  es bei einer Kinderfeuerwehr nicht das vorrangige Ziel sein, die Kinder nur für den Feuerwehrdienst vorzubereiten. Dies gehört natürlich auch dazu. Aber in erster Linie steht die Förderung des Gemeinschaftsgeistes und der Kameradschaft im Fokus der Jugendarbeit. Dies wiederum ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, wenn man später im aktiven Feuerwehr-team für den Nächsten da sein will und im Notfall helfen soll. Der bayerische Landesfeuerwehrverband unterstützt übrigens diese Entwicklung. Denn darin sieht der rührige Verband eine von vielen Möglichkeiten in Sachen Öffentlich-keitsarbeit, Nachwuchswerbung und Brandschutzerziehung. Der demogra-fische Wandel und die damit verbundenen sinkenden Zahlen an potenziellem jugendlichen Nachwuchs treffen auch die Feuerwehren zunehmend, davon sind die Feuerwehrverantwortlichen überzeugt. Hier hatte die Feuerwehr aus Winbuch den richtigen Weitblick und das Gespür gezeigt, welchen Heraus-forderungen sich der Verein stellen muss.  Erfahrungen (zum Beispiel im Bereich der Brandschutzerziehung) haben gezeigt, dass jüngere Kinder besonders begeisterungsfähig für die Feuerwehr seien. Dies bestätigt  sich bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr in Winbuch Monat für Monat. Das Konzept, das Antje Götz und ihr Team bei der Gründung dieser Kinderfeuerwehr vorstellte, zeigte das pädagogische Geschick und den Weitblick. Dieses Konzept sah vor, mit Spielen und vielen gemeinsamen Aktionen in  Gruppen-stunden eine feste Jugendgruppe zu bilden, die allmählich auch an den Feuerwehrdienst herangeführt wird. Nicht der bevorstehende aktive Dienst, sondern das gemeinsame Erleben und das Miteinander in der Gemeinschaft standen bei der letzten Veranstaltung auf dem Programm und unter dem Motto ?Kartoffelfeuer? stand. Dabei ging es, so Antje Götz, um einen gemütlichen Abend zusammen mit den Eltern der Kinder- und Jugendfeuer-wehr. Gefordert waren natürlich in erster Linie die Kinder und Jugendlichen, die diesen Abend vorbereiteten.  So mussten die Kartoffeln geschrubbt und in Folie eingewickelt werden, Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Ros-marin, Currykraut, Colakraut) wurden geschnitten, damit man sich Kräuter-quark selber mischen konnte. Für das passende Ambiente wurden Windlich-ter mit Herbstlaub gebastelt. Der Lohn für diese Arbeit war schließlich ein reichhaltiges Buffet mit selbstgemachten Salaten, Bauernbrot, Buttermilch und Kuchen. Am Lagerfeuer wurden schließlich Knacker am Spieß gebraten, Kartoffeln im Feuer gegart und die Butter im Glas selber geschüttelt. Alles in allem ein schöner Abend für alle. (ajp)

 

Bilder: Die Kinder- und Jugendfeuerwehr Winbuch

Vorschau: 8.11.2014 Besuch der Integrierten Leitstelle Amberg.

(ajp)

 

 

 

FFW ? Seniorennachmittag

20.10.2014 von Josef Popp

Zum mittlerweile dreizehnten Seniorennachmittag lud die Feuerwehr Schmidmühlen ihre ehemaligen Aktiven in das Feuerwehrgerätehaus ein. Der Zusammenhalt und die Kameradschaft bei der Feuerwehr halten auch noch lange nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst an. Eine tolle Einrich-tung der Wehr ist dieser Nachmittag, bei dem sich die ehemals Aktiven über das Einsatzgeschehen und über das Wissenswerte über die Vereinsarbeit informieren können. Dieser Seniorennachmittag ist mittlerweile eine gute Tradition und der Zuspruch war auch diesmal gut. Initiiert wurde dieser Nachmittag unter anderem von dem mittlerweile verstorbenen  Max Luther. Zahlreiche ehemalige Aktiven folgten auch heuer der Einladung und wurden von 1. Kommandanten Jürgen Ehrnsberger und 1. Vorsitzenden Thomas Birner begrüßt. Nicht vergessen waren bei diesem Seniorennachmittag auch zwei Kameraden die im letzten  Jahr noch bei diesem Seniorentreff dabei waren und denen man in den letzten Monaten das letzte Geleit geben musste. Ehrenmitglied Arnold Kleinod und Karl Schmalzbauer. 2. Komman-dant  Mathias Huger  gab einen Rückblick über die vergangenen Monate. Für die Aktiven war es heuer im Großen und Ganzen ein ruhiges Jahr. Größere Einsätze innerhalb des Gemeindegebiets blieben aus.  Ein Großereignis der Wehr und für den Markt war die Weihe und In - Betriebnahme ihres neuen Fahrzeuges, dem  Hilfeleistungslöschfahrzeug  HLF 20 ? 16. Dieses Fahrzeug löste das LF 16 ab, das 30 Jahre guten Dienst geleistet hat. Die Besichtigung des neuen Löschfahrzeuges bildete den Schwerpunkt des Seniorennach-mittags. Dabei wurden von Kommandant Jürgen Ehrnsberger und Gerätewart Robert Messmann auch die technischen Finessen des Fahrzeuges vorge-stellt. Die FFW Schmidmühlen ist personell und technisch gut aufgestellt, resümierte Kommandant Jürgen Ehrnsberger.  Die Wehr ist aber auch mit zahlreichen gesellschaftlichen Veranstaltungen wie dem Abbrennen des  Johannifeuers,  dem Gartenfest im Juli oder auch mit der Teilnahme der Jugendfeuerwehr am Marktfest bestens in das Gemeindeleben eingebunden. Die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession und dem Totengedenken am Volkstrauertag, aber auch das Mitwirken bei der Durchführung am Aller-seelenschiffchen ist für die Wehr eine Selbstverständlichkeit. Bei einer guten bayerischen Brotzeit  ließ man den Nachmittag gemütlich ausklingen. Sicher kann das  diesjährige Familienfoto vor dem neuen Löschfahrzeug  bereits als historisch bezeichnet werden. (ajp)

Foto ajp: Die ehemaligen Aktiven trafen sich zu einem informativen und gemütlichen Nachmittag, mit auf dem Bild  von rechts 1. Kommandant Jürgen Ehrnsberger und 1. Vorsitzender Thomas Birner und links 2. Vorsitzender Florian Pirzer und 2. Kommandant Mathias Huger sowie 1. Bürgermeister Peter Braun (Mitte)

 

 

 

Schmidmühlen - Demenzwochen

17.10.2014 von Josef Popp

Im Rahmen der Amberg-Sulzbacher Demenzwochen von 19.09. -31.10.2014 fand im Gasthaus Lindenhof in Schmidmühlen ein Vortrag mit Susanne Frey, Krankenschwester und Fachkraft für Angehörigenberatung, statt. Sie kümmert sich seit mehr als einem Jahr um die Seniorennachmittage des Marktes, die einmal pro Monat stattfinden. Diesmal stand ein wichtiges Thema auf dem Programm: Betreuungsleistungen- Hilfen für pflegende Angehörige.  Die Betreuung durch pflegende Angehörige wird häufig als selbstverständlich erachtet und immer noch viel zu wenig anerkannt, resümierte die Referentin zu Beginn ihres Vortargs. Studien attestieren pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz sehr viel mehr höhere Belastungen als pflegenden Angehörigen von Menschen, die nicht von Demenz betroffen sind. Pflegende Angehörige brauchen Anerkennung und Unterstützung für ihre wertvolle und anspruchsvolle Aufgabe. Dazu sind neben Informationsangeboten, wie zum Beispiel Fachstellen für pflegende Angehörige, vor allem Entlastungsangebote nötig. Vielen pflegenden Angehörigen ist nicht bekannt, dass das Sozialgesetzbuch (SGB) für Menschen mit Demenz Leistungen zur Refinanzierung von Entlastungsangeboten gewährt. Vor zahlreichen Senioren und Seniorinnen referierte Susanne Frey von der Fachstelle für Pflegende Angehörige der Caritas Sozialstation in Ensdorf über Entlastungsangebote, die im Rahmen der Pflegeversicherung für die Betroffenen vorgesehen sind. Der Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Elften Buches Sozialgesetzbuch (Pflegestärkungsgesetz 1) sieht eine Anpassung der Pflegeleistungen ab dem 1. Januar 2015 vor. Diese wurden neben den zusätzlichen Betreuungsleistungen gemäß §45b SGB XI und  sogenannten niederschwellige Betreuungsleistungen (§45c ) für Menschen mit Demenz, vorgestellt. Auch über das Verfahren der Antragstellung und die Begutachtungsrichtlinie des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MdK) informierte Susanne Frey. Im Anschluss wurden viele Fragen zur Pflegeversicherung beantwortet. (ajp)

 

Gut zu wissen:

Die offene Seniorengruppe der Gemeinde Schmidmühlen trifft sich jeden 3. Donnerstag im Monat im Gasthaus Lindenhof in Schmidmühlen.

Das nächste Treffen findet wieder statt am Donnerstag, dem 20. November um 14.00 Uhr.

 

(ajp)

Foto ajp zeigt Susanne Frey im Kreise der Senioren

 

 

 

Geschichte und modernste Flugtechnik passen gut zusammen

07.10.2014 von Paul Böhm

Im Truppenübungsplatz Hohenfels unterwegs waren in den vergangenen Tagen die Mitglieder und Freunde der Dorfge-meinschaft Winbuch. Eigentlich nur auf der anderen Seite des Lauterachtales, aber trotzdem ein unbekanntes Terrain. Dass das Übungsgelände der Amerikaner immer eine gewisse Faszination ausübt, ist zum einen einmal in der militärischen Nutzung und zum anderen auch mit einem heimatgeschicht-lichen Hintergrund zu sehen.

Dass man im Truppenübungsplatz viel unberührter Natur begegnet, liegt wohl auch daran, dass große Teile schon seit Jahren aus dem Übungsbetrieb herausgenommen sind und sich dort viele Pflanzen und Lebewesen wohl fühlen, weil seit mehr als 60 Jahren keine Düngemittel und Pestizide ausgebracht worden sind. "Natur pur", meinte dazu Norbert Wittl als fach-kundiger Reiseführer.

Für viele der Teilnehmer war es auch ein lange gehegter Wunsch einmal nach Enslwang, Schwend, Schmidheim, Bergheim, Waltersheim oder Lutzmannstein zu kommen. Dass da auch familiäre und verwandtschaftliche Verbindungen mit einfließen, hörte man immer wieder aus Erzählungen während der Rund-fahrt. "Aus diesem Bauerhof stammt unsere Mutter, im Nach-bardorf hat unser Großvater als Knecht bei den Bauern gedient".

Ein Besuch des Hohenfelser Flugplatzes gehörte für die Winbucher zu den gerne wahrgenommen Möglichkeiten, um einen Medivac Rettungshubschrauber vom Typ "Black Hawk" einmal von innen kennen zu lernen, auf dem Pilotensitz Platz zu nehmen und sich vom Chef der Hubschraubereinheit Major Jesse Delgado die technischen Daten aus erster Hand erklären zu lassen.

"Es ist schon beeindruckend, was da an Technik in einem Hubschrauber steckt", meinte ein Winbucher. Denn sonst sieht man die Hubschrauber nur über unser Dorf fliegen. "Da bekommt man auch einen anderen Blickwinkel, wie die Amerikaner in Hohenfels für die Sicherheit ihrer Leute sorgen".

Neben vielen anderen Ortschaften machte man auch Station in Bergheim. Aus seinen Jugenderinnerungen erzählte dort Franz Baier, als er 1945 als Hütbub ins Dorf gekommen war.

Station machten die Winbucher in der ehemaligen Ortschaft Lutzmannstein, die im Herbst 1951 mit knapp 300 Einwohnern abgelöst worden war. Im Dorf  erzählte Norbert Wittl vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit in Hohenfels zum damaligen Leben im Dorf, zur Wasserversorgung und zum Lutzmannsteiner Schloss. Erst in den vergangenen Jahren hat man mit viel Geschick begonnen, ehemalige Häuser und Gehöfte im Dorf wieder herzurichten und zu sichern. Über Kittensee und Griffenwang führte die ausgesuchte Route nach Raversdorf in der Nähe von Hohenburg , um schließlich über Emhof wieder den Truppen-übungsplatz Hohenfels zu verlassen. Organisiert hatte die Fahrt Josef Justinger aus Greining.

 

Menschen im Vilstal ? Helmut Werner

07.10.2014 von Josef Popp

Ehrenamtliche Mitglieder sind für unsere Gesellschaft ein hohes Gut und man tut gut daran, diesen ehrenamtlichen Mitgliedern bei passender Gelegenheit immer wieder auch zu danken. Gerade bei den Feuerwehren wird von den Aktiven viel erwartet und verlangt. Und sie leisten oft Überdurchschnittliches. So ein ehrenamtlicher, unermüdlicher Feuerwehrmann ist Helmut Werner von der Feuerwehr Emhof. Er bekam als ein Dankeschön und Würdigung für sein mittlerweile jahrzehntelanges Engagement im Feuerwehrdienst bei der Feuerwehrdienst-versammlung der Feuerwehren des Bezirks II in Heinzhof, Gemeinde Ursensollen,  eine hohe Auszeichnung.  Helmut Werner erhielt aus den Händen von Kreisbrandrat Fredi Weiß und Bürgermeister Peter Braun das Feuerwehr-Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach in Silber. Das Ehrenkreuz des KFV?AS wird nur an aktive Feuerwehrdienst-leistende verliehen, die Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach bzw. Mitglied eines anderen Kreisfeuerwehrverbandes im Landes-feuerwehrverband Bayern e.V. sind und sich insbesondere um das Feuer-wehrwesen im Landkreis Amberg-Sulzbach verdient gemacht haben.  Bei Helmut Werner ist dies wirklich der Fall. Er trat im September 1982 in die FFW Emhof als aktives Mitglied ein. Bereits knapp drei Jahre später wurde er 2. Maschinist und 1991 Gerätewart. Am 20. Dezember 1992 wählten ihn die Aktiven der Wehr zu ihrem 1. Komman-danten. Dass Helmut Werner für diesen Posten der richtige Mann war und ist, zeigt die Tatsache, dass er dieses verantwortungsvolle Amt mittlerweile seit mehr als zwanzig Jahren innehat.  Helmut Werner zeichnet nicht nur für die Aus- und Fortbildung oder die örtliche Einsatzleitung verantwortlich, er ist auch der Motor der beiden Feuerwehrgeräteaus- bzw.- erweiterungsbauten. Dies war bereits im Jahr 2000 so und auch beim derzeitigen großen Erweiterungsbau ist es nicht anders. Die Arbeitsstunden, so betont auch der FF ? Vorsitzende Christian Singer, die Helmut Werner auf der Baustelle oder beim managen ?hinter den Kulissen? opfert (e), sind mittlerweile nicht mehr zu zählen.  Auch Schmidmühlens Bürgermeister nahm die Gelegenheit wahr, dem geehrten Kommandanten aus Emhof zu danken und zur Ehrung zu gratulieren. Alle Mitglieder und Insider der Feuerwehr Emhof wissen, dass Helmut Werner diese große Ehrung verdient hat. (ajp) 

 

Foto ajp: von links KBR Fredi Weiß, Kommandant Helmut Werner 2. Von links (mit Urkunde), Bürgermeister Peter Braun, Christian Singer, 1. Vorsitzender der FF Emhof, Franz Mädler, Bürgermeister Ursensollen, Florian Junkes, Bürgermeister Hohenburg.

 

 

Wandern unter weiß ? blauen Himmel ? Tag des offenen Denkmals ? im Land des blauen Enzians, der Großen Hufeisennase und verlassener Dörfer

20.09.2014 von Josef Popp

Wanderungen in Schmidmühlen sind immer ein Erlebnis und garantieren nicht nur interessante Wanderrouten, sondern auch einige nette, kurzweilige  Stunden. So war es nicht verwunderlich, dass zu den mittlerweile traditionellen Wanderungen des Landkreises unter dem Motto ?Wandern unter weiß ? blauen Himmel? Wanderfreunde aus dem ganzen Landkreis nach Schmidmühlen kamen. Seit Bestehen dieser gemeinsamen Veranstal-tungsreihe des Landkreises Amberg ? Sulzbach - heuer finden diese Wanderungen zum 16. Mal statt - ist der Heimat- und Kulturverein mit dabei und bietet jedes Jahr eine interessante Wanderung an. Die Wanderung in diesem Jahr wurde von Dr. Markus Perpeet und Manfred Kellner vom Bundesforstbetrieb Hohenfels zusammen mit dem Wanderwegewart des Heimat- und Kulturvereins Schmidmühlen Peter Fochtner vorbereitet und durchgeführt. Sie führte über den Kreuzberg in Schmidmühlen in den Truppenübungsplatz Hohenfels. 71 Wanderer aus der gesamten Oberpfalz ließen es sich nicht nehmen, Flora und Fauna, aber auch die Kultur Schmid-mühlens und der ehemaligen Ortschaften im Truppenübungsplatz kennen zu lernen. Auf den Tag der Wanderung folgte auch der Tag des offenen Denkmals ? besser hätte man die Wanderung nicht planen können: Natur und Kultur erleben.  Treffpunkt war bei der St. Georgskirche. Bereits dieses kleine Kirchlein steckt voller Heimatgeschichte (n). Die Erbauungszeit lässt sich anhand alter Karten recherchieren: Auf einer Karte von 1590 ist die Kirche noch nicht, auf einer anderen Karte aus dem Jahr 1623 ist das Kirchlein schon eingezeichnet. Ein Grabstein datiert aus dem Jahr 1603. Aber warum gibt es eine Friedhofskirche in Schmidmühlen? Die Frage konnte vor einigen Jahren während der Renovierungsphase gelöst werden. So war das Gebäude wohl zunächst keine Kirche, sondern eher eine Halle mit zwei seitlichen Portalen, die man bei den Sanierungsarbeiten nachweisen konnte. Fragmentweise konnte ein Engel freigelegt werden, wohl mit ziemlicher Sicherheit der Erzengel Michael, der ja der ?Seelenwäger? war. Alles spricht dafür, dass die Georgskirche ein Eingangsportal in den Friedhof war ? virtuell ?die Pforte in den Himmel?. Von der Georgskirche ging es dann auf den Kreuzberg. Erste Station der Natur- Kult-tour war dann die kleine Wallfahrtskirche ?Hl. Dreifaltigkeit? auf dem Kreuzberg.  Der vorgeschicht-liche Ringwall auf dem Kreuzberg bei Schmidmühlen zeugt von der langen Besiedelungstradition des Vils- und Lauterachtals. Diese Wallfahrtskirche stellte Wanderwegewart Peter Fochtner sen. vor. Inmitten des Walls steht die  Wallfahrtskirche zur Hl. Dreifaltigkeit.  Ihre Entstehung verdankt das Kirchlein wohl einem Gelübde der Marktbürger und Bauern der Umgebung, als 1697 eine entsetzliche Viehseuche wütete. Wie das große Vorbild der Mariahilfkirche in Amberg sollte die Dreifaltigkeitskirche mit einer mächtigen Freitreppe majestätisch auf dem Kreuzberg thronen und weit hinauf in das Vilstal grüßen. Durch die Wirren des Spanischen Erbfolgekrieges in dieser Gegend konnte jedoch nur der Chor verwirklicht werden. Davon zeugt vor allem auch die Rückseite der Kirche. Seit ihrer Entstehung ist die Kreuzberg-kirche eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte, wovon noch zahlreiche Votivbilder zeugen. Seit 1953 im Truppenübungsplatz Hohenfels gelegen, drohte dem Kirchlein wie allen Gebäuden in diesem Gebiet Verfall und Zerstörung. Dieses Schicksal konnte 1969 durch einen Rückkauf von Bergkuppe und Ringwall durch die Pfarrei verhindert werden. Als einzige Enklave im Truppenübungs-platz Hohenfels ist die Kreuzbergkirche bis heute das Wahrzeichen des Marktes Schmidmühlen. Durch den Keltenwall ging es schließlich in den Truppenübungsplatz Hohenfels. Dr. Markus Perpeet stellte den 16 000 Hektar großen Übungsplatz als ein landschaftlich faszinierendes Stück Oberpfälzer Jura  vor, dass bestens für den militärischen Übungsbetrieb geeignet ist. Hügel wechseln sich mit Tälern, Wälder mit Freiflächen ab.  Dolinen, Lese-steinhaufen, einstige Hutewaldungen, Karsthöhlen und Felsabbrüche zeugen von einer vielfältigen alten Kultur- und Naturlandschaft. Zur Geschichte des Truppenübungsplatzes: Nachdem am 16. März 1935 die Allgemeine Wehr-pflicht im Deutschen Reich eingeführt wurde, war der Bedarf an geeignet Truppenübungsplätzen groß. Nach umfassenden Untersuchungen schlug die Landesbauernschaft den Raum nördlich von Hohenfels für einen neuen Truppenübungsplatz für das VII Armeekorps vor. Einer der Gründe für den Vorschlag war die äußerst dünne Besiedlung mit nur 14 Einwohnern pro Quadratkilometer. Neben der bescheidenen Besiedlung waren auch die geringen Bodenerträge und eine relativ starke Bewaldung ausschlaggebend für diese Wahl. Die Gegend war zudem sehr wasserarm, was auch die Armut der Bevölkerung zur Folge hatte. Neben der Armut war eine hohe Säuglings- und Kindersterblichkeit festzustellen. Die Bevölkerung war verschuldet, abgearbeitet und ausgezehrt. Auch das Vieh litt unter den ungewöhnlich schlechten Wasserverhältnissen. Eine rentable Viehzucht war ausgeschlossen, Tuberkulose und Notschlachtungen bei den Tieren waren sehr häufig. Nach dem 2. Weltkrieg kam es zu einer weiteren Erweiterung des Truppenübungs-platzes durch die amerikanischen Streitkräfte. Viele Menschen wurden bei der Gründung und der Erweiterung des Truppenübungsplatzes aus- bzw. umgesiedelt. Sie verloren ihre Heimat. Ein Beispiel hierfür war der ehemalige Weiler Fischereis, das erste Ziel innerhalb des Truppenübungsplatzes. Fischereis gehörte ursprünglich zur Gemeinde Bergheim (damals auch Landkreis Burglengenfeld). Die Matrikel der Diözese Regensburg beschreibt Fischereis im Jahr 1916 als eine Einöde  mit ?einem Haus und sechs Seelen?.  Die Tour durch den Truppenübungsplatz nutzte Dr. Perpeet aber nicht nur zur Darstellung der Heimatgeschichte, sondern auch auf die Bedeutung des Naturschutzes einzugehen. Die forstliche Betreuung wird durch den teilweise belastenden Übungsbetrieb, so Forstdirektor Dr. Perpeet auch besonders auf die Belange der Umwelt ausgerichtet. Aufgabe des Bundesforstes ist aber auch die Bewirtschaftung des Waldes zur Entlastung des Steuerzahlers, so Dr. Perpeet. Große Chancen bestehen auf großen Übungsplätzen ohne viel Infrastruktur, Verkehr, Pestizid- und Düngereinsatz, aber auch für den  Natur- und Artenschutz. So werden geplante Maßnahmen regelmäßig zum Erhalt einer vielfältigen Flora und Fauna durchgeführt. Um diese Jahreszeit begeisterten tiefblau blühende Enziane und die ersten Silberdisteln  die Wanderer. Möglichst viele heimische Arten sollen im Gebiet des Truppen-übungsplatzes eine gesicherte Zukunft haben. Es gilt dabei auch ökologische Netzwerke zu kennen und zu wahren. Viele seltene Tiere wie die Gelbbauchunken, der Uhu, der Schwarzstorch oder der Seeadler auf der Durchreise haben hier eine neue Heimat gefunden. Hauptziel der Wanderung war schließlich die als ? Fledermauskirche? bekannte St. Ägidiuskirche in Bergheim. Die Kirche  St. Ägidius in Bergheim zählt mit zu den ältesten Kirchen der Oberpfalz. 1912 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt und im Jahr 2010 erneut vom Landesamt für Denkmalschutz als Baudenkmal ausgewiesen. Allerdings ist nicht nur ihr tausendjähriges Alter etwas Besonders. Sie befindet sich auf militärischem Sperrgebiet und wird deshalb nicht mehr als Gotteshaus genutzt. Ihre 2012 erfolgte Restaurierung verdankt sie einer seltenen Fledermausart, der ?Großen Hufeisennase?. Die vom Aussterben bedrohte Fledermaus hat in der südlichen Oberpfalz deutsch-landweit die letzte stabile Population, die Jungtiere in steigender Zahl hervorbringt. Und: Nachdem das Projekt im Frühjahr dieses Jahres abgeschlos-sen werden konnte, konnte bereits im Juni erstmals der ?Besuch? einer ersten Großen Hufeisennase nachgewiesen werde! Für das Projekt ?Wieder-aufbau der Kirchenruine Bergheim als Fledermausquartier? erhielt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben  die Auszeichnung als Projekt der UN ? Dekade ?Biologische Vielfalt?. Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer Feierstunde in Bergheim von Hubert Weinzierl (Ehrenpräsident des Deutschen Naturschutzringes) an Dr. Markus Perpeet, Leiter des Bundesforstbetriebes Hohenfels, übergeben.  Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Mit dabei bei der Wanderung war Franz Katzhammer, der einstmals in Bergheim wohnte. Er erzählte vom Leben und harten Arbeiten in der kargen Gegend. Und er war als ehemaliger Bergheimer nicht alleine. Einige Teilnehmer entpuppten sich im Gespräch auf dem ehemaligen Kirchplatz als Nachfahren der Bewohner Bergheims. Bei der Wanderung hatten sie Gelegenheit zu ihren Wurzeln zurückzukehren. Die Rückwanderung führte schließlich über das Lauterachtal zurück nach Schmidmühlen. Hier durften die Wanderer noch eine kleine Regendusche ?genießen?, die der guten Stimmung jedoch nichts anhaben konnte. (ajp)

 

Hintergrund

*Sanierung Kirche St. Ägid ? eine Kirche im Wandel der Zeit Geschichte von St. Ägid Bergheim

 

* Romanischer Wehrbau aus dem Jahre 1091

 

* Bau einer gotischen Kapelle und Anbau der Apsis im 15. Jahrhundert

 

* Erweiterung zu einer barocken Kirche im 18. Jahrhundert

 

* Militärische  Sprengung im Jahr 1972 aus Verkehrssicherungsgründen

 

 * Wiederherstellung des romanischen Baukörpers als Fledermausquartier im Jahr 2012 Bedeutung für den Fledermausschutz Auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels kommen 20 von 25 in Bayern lebende Fledermausarten vor. Gründe für die europaweite Bedeutung des Gebietes für die Fledermäuse sind:

 

* Ungestörte Wintergebiete in touristisch nicht erschlossenen Karsthöhlen

 

* Zahlreiche Baumhöhlen als Sommerquartiere

 

* Struktur- und insektenreiche Landschaft ohne Pestizide als optimales Jagdhabitat Die Bedeutung des Truppenübungsplatzes für die ?Große Hufeisennase?

 

* Die aktuell deutschlandweit einzige bekannte Wochenstube dieser Fledermausart befindet sich in der Ortschaft Hohenburg am Randes des  Truppenübungsplatzes.

 

* Um die Bildung weiterer Kolonien zu unterstützen, ist ein ausreichendes Angebot geeigneter Quartiere von großer Bedeutung.

 

* Die Kirche St. Ägid Bergheim mit ihrem großräumigen, warmen Dachstuhl bietet aufgrund ihrer Nähe zu Hohenburg besonders gute Voraussetzungen. (ajp)

 

 

Fotos ajp

- zeigt die Wandergruppe

- immer wieder nutzte Dr. Perpeet Geschichte von Natur und Kultr nahe zu bringen

- Franz Katzhammer erzählt vom Leben in Bergheim links Dr. Perpeet rechts im grünen Hemd Manfred Kellner ebenfalls Bundesforst

 

 

 

 

 

 

Emhof ? 4 Marktratsgenerationen über 40 Jahre - geballte politische Kompetenz - Erinnerungen

19.09.2014 von Josef Popp

Die Entwicklung einer Ortschaft hängt sicher von der Schaffenskraft und dem Ideenreichtum der Bürger, aber auch vom Engagement seiner politischen Vertreter ab. Vier Marktratsgenerationen mit insgesamt sechs Markträten spiegeln die Entwicklung des Ortes Emhof wider. Ein Marktrat der Nachgeschichte, Leonhard Feuerer, ist mittlerweile verstorben. Er gehörte von 1954 bis 1960 dem Marktrat an. Er kämpfte mit seinen Bürgern um die Selbstständigkeit von Emhof, das diese 1945 verloren hatte und nach Schmidmühlen zwangseingegliedert wurde. Der Kampf um die Selbstständigkeit blieb aber ohne Erfolg. Das Landratsamt teilte am 18. April 1957 mit, dass sich sogar ?mit einer bescheidenen Vergütung für die Verwaltung sich die Wiederherstellung der ehemaligen Gemeinde Emhof nicht rechtfertigen lässt.? 1963 kam übrigens das endgültige ?aus? für die Bemühungen, die Selbstständigkeit wieder zu erlangen. Nach Leonhard Feuerers Ausscheiden aus dem Marktrat war Emhof zwölf Jahre nicht mehr im Marktrat vertreten. Das änderte sich wieder 1972. Es folgten die aktuell die drei ?Ruhestandsmarkträte? Baptist Fischer (1972 bis 1984), Bert Auer (1984 bis 1996) und Albin Koller (1996 bis 2014) ? auch sie haben in den letzten vier Jahrzehnten nicht nur die Entwicklung von Emhof, sondern auch die Entwicklung der Gemeinde mitgeprägt. Allesamt gehörten beziehungs-weise gehören sie der Freien Wählergruppe Emhof an. Zimmerermeister Baptist Fischer ergriff 1966 wieder die politische Initiative, gründete 1966 die Freie Wählergruppe in Emhof und kandidierte auch für den Marktrat. Der erste Versuch, in den Gemeinderat gewählt zu werden, scheiterte, da wohl zu viele Emhofer Wähler die Kandidaten aus Schmidmühlen unterstützten, meint Baptist Fischer im Rückblick. Beim zweiten Anlauf klappte es und seit dieser Zeit hat Emhof wieder einen Marktrat im politischen Gremium Schmidmühlens sitzen. Ein breites Aufgabenfeld tat sich damals auf, so erinnert sich Baptist Fischer und wurde sukzessive abgearbeitet. Hierzu zählen unter anderem der Kauf des Grundstücks für den Sport- und Kinderspielplatz, der Bau des Kinderspielplatzes (Einweihung 27.9.1980), der Bau des Feuerwehrgerätehauses sowie der Bau der oberen Straße zum Siedlungsgebiet und die Straße nach Pettenhof. Eine Aufgabe, der Widerstand gegen die Feldlandebahn sowie der Kampf gegen den Militärlärm beschäftigten auch seinen Nachfolger Bert Auer im Gemeinderat. Mitten durch Emhof führt die Zufahrtsstraße zum Truppenübungsplatz Hohenfels. Lärm und Schmutz waren Belastungen für die Bürger, die kaum zu ertragen waren, weiß Bert Auer zu berichten. Stundenlang standen die Militärfahr-zeuge, Panzer und LKW mit laufenden Motoren ? auch in der Nacht, um in den Truppenübungsplatz zu kommen. Als eines Tages eine große Militär-kolone aus Richtung Lanzenried kam, war nicht nur für ihn, sondern auch für den damaligen Bürgermeister Manfred Puchta ?das Fass voll!?. In einer spektakulären Aktion stellte dieser damals sein Auto quer zur Einfahrt in den Truppenübungsplatz. Mittlerweile gehört dieses Problem weitgehend der Vergangenheit an. Wie alle Emhofer Markträte war auch Bert Auer als Beirat (18 Jahre lang)  in der Vils ? Naab ? Gruppe vertreten. Als der Brunnen in Pottenstetten aufgegeben wurde, war die Vils ? Naab ? Gruppe im Bereich Schmidmühlen auf der Suche nach einem neuen Brunnenstandort. Als neuen Standort fasste man das Gebiet am Ortsrand von Emhof in Richtung Schmid-mühlen ins Auge, so Bert Auer. Gegen diese Grundstückswahl widersetzte er sich vehement, denn sonst wäre eine Ausweisung eines Baugebietes nicht realisierbar gewesen. Wie recht er hatte, kann sein Nachfolger Albin Koller bezeugen, denn das Baugebiet konnte in den letzten zwölf Jahren realisiert werden. Viele Projekte standen am Anfang des neuen Jahrtausends auf der Warteliste und konnten in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt werden, blickt Albin Koller zurück. So unter anderem die Ausweisung des Siedlungs-gebietes, die Sanierung der Vilsbrücke und der Schlossstraße und der Anschluss von Emhof an die kommunale Kläranlage. Das waren Millionen-projekte, wie Albin Koller resümierte, auf die die Emhofer lange gewartet haben und froh sind, dass sie im letzten Jahrzehnt realisiert wurden. Mit Albin Koller wurde 2008 erstmals ein Gemeindepolitiker aus Emhof dritter Bürgermeister. Alles in allem können alle drei ?pensionierten? Markträte zufrieden auf die letzten vier Jahrzehnte zurückblicken. Jeder hat mit ?seiner politischen Handschrift?  seinen Heimatort positiv geprägt. Erstmals sind seit diesem Jahr zwei Markträte aus Emhof im Marktgemeinderat vertreten: Christine Werner und Martin Bauer. Und beide bringen sich auch als Neulinge schon in die aktive Gemeindearbeit ein. Martin Bauer wurde zum dritten Bürgermeister gewählt,  Christine Werner ist eine der beiden Senioren-beauftragten. (ajp)

Interessant zu wissen:

Einst eine eigenständige Gemeinde ist Emhof nachweislich der älteste Ort in der Marktgemeinde: Schmidmühlen wird urkundlich 1010 und Winbuch 1147 erstmals genannt. Emhof wird bereits 996 erstmals erwähnt.

 

 > Doch die Geschichte lässt sich noch weiter zurückverfolgen. Die Besiedelung Emhofs geht weit bis in die Zeit vor Christi Geburt zurück.

 

 > Die erste urkundliche Nennung Emhofs entstammt ? genau wie jene über Schmidmühlen ? der Tradition des Klosters Emmeram. Es wird beurkundet, dass der Abt dieses Klosters den Zins einer Hube für die Lichter in den Kapellen ?Premberg und Emmenhofen? gibt. Mit Emmenhofen ist das heutige Emhof gemeint.

 

 > In die ?große? Geschichte ist Emhof am 28.03.1703 eingegangen. An diesem Tag fand in Emhof ein Gefecht zwischen den bayerischen Truppen des Kurfürsten Max Emanuel und den kaiserlich-fränkischen unter dem österreichischen General Styrum statt.

 

 > Das Ende der Selbstständigkeit für Emhof kam am 7. Januar 1946. Die Regie-rung der Oberpfalz erließ eine Bekanntmachung wegen der Zusammenlegung der Gemeinden im Landkreis Burglengenfeld. Diese trat rückwirkend zum 1.1.1946 um 00.01 Uhr in Kraft. In dieser Bekanntmachung hieß es unter anderem: ?Es wurde beschlossen, zur Vereinfachung der Verwaltung und Hebung der Leistungsfähigkeit der Gemeinden, Kleingemeinden innerhalb des Landkreises Burglengenfeld  mit anderen Gemeinden des Landkreises zusammenzulegen. Die Gemeinden Pilsheim, Höchensee und Emhof werden aufgelöst und in die Gemeinde Schmidmühlen eingegliedert.

 

 > Berühmtester Sohn ist Johann Georg von Gleißenthal, geboren um 1507 in Emhof, gestorben am 13. Februar 1580 in Speinshart. Er war deutscher Abt in der Reformation, Führer der Prälatenbank in der Oberpfalz und Viztum der Oberen Pfalz. Sein Grabmal befindet sich in der Stadtpfarrkirche im evangelischen Neustadt am Kulm.   (ajp)

 

Foto ajp zeigt : Die beiden neuen Markträte aus Emhof Martin Bauer (3. Bürgermeister), Christine Werner (Seniorenbeauftragte), sowie die ?Ruhestandsmarkträte? Albin Koller, Bert Auer und Baptist Fischer ? stoßen auf eine gute Zukunft an.

 

 

 

 

 

Premiere ? Seniorennachmittag Markt Schmidmühlen bei Kirwa in Emhof

17.09.2014 von Josef Popp

Nach den traditionellen Veranstaltungen wie Kirwabaumaufstellen und Austanzen sowie dem Kirwabärtreiben gab es bei der Kirchweih in Emhof heuer eine Premiere. Nachdem bereits im vergangenen Jahr in Schmid-mühlen am Kirchweihmontag erstmals durch den Markt Schmidmühlen ein Seniorennachmittag gestaltet wurde ? heuer gab es bereits eine zweite Auflage, organisierte die Seniorenbeauftragte des Marktes, Christine Werner zugleich auch Markträtin, zusammen mit den Vilstalschützen und den Kirwapaaren einen weiteren Seniorennachmittag ? eben erstmals in Emhof. Die Senioren aus dem gesamten Gemeindegebiet nahmen die Einladung des Marktes Schmidmühlen gerne an und verbrachten einen unterhaltsamen musikalischen Nachmittag im Feuerwehrgerätehaus in Emhof. Mit Geschichten, Witzen und tänzerischen Einlagen verging der Nachmittag viel zu schnell. Auch die Kirwagesellschaft mit dem Kirwabären schaute bei den Senioren vorbei, ließ aber ?Gnade vor Recht? ergehen. Die Idee, bei den Kirchweihfesten jeweils einen Seniorennachmittag abzuhalten, ist es sicher Wert, weiter beibehalten zu werden. Insgesamt zeigte sich wieder einmal der gute Zusammenhalt der Emhofer Bürger, die mit viel Gemeinschaftsgeist diese Kirchweih absolvierten. (ajp)

 

Bild ajp zeigt Senioren mit der Seniorenbeauftragten Christine Werner

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann ? Kirwabärtreiben in Emhof

17.09.2014 von Josef Popp

Die Kirchweih in Emhof verdient wieder einmal das Prädikat ?besonders gelungen?. Auch wenn das Wetter am Samstag und Sonntag nicht unbedingt optimal war, und bei einsetzenden Regen zum Aufstellen des 34 ? Meter langen Kirwabaumes noch zusätzliche Unterstützung notwendig war, so bescherte Petrus am Montag herrliches Spätsommerwetter. So zumindest blieben die Kirwapaare samt Kirwabär und Treiber trocken und sie konnten so ihr Unwesen treiben. Was wäre eine oberpfälzer Kirwa ohne den Kirwabären? Um ganz ehrlich zu sein: Sie wäre nur eine halbe Sache. Es macht schon einen ungeheueren Spaß, einmal in der Öffentlichkeit das zu tun, was man sonst nicht darf: Leuten nachrennen, diese entsprechend einzuschwärzen oder einen Obolus einfordern. Dass die Kirchweih in Emhof eine echte und ganze Kirwa ist und bleibt, dafür sorgten heuer die acht Kirwapaare.  Die ober-pfälzer Kirchweihen sind ja gespickt mit Traditionen und Ritualen. Hierzu gehört das Kirwabärtreiben - es ist schon fast eine Besonderheit im Landkreis Amberg ? Sulzbach. Das Bärtreiben durch den Ort ist unverzichtbarer Bestandteil wie halt eben das Baumaufstellen. Wer allerdings am Montag in Emhof seine Bedenken bei dieser imaginären Gestalt hegte, war gut beraten, nicht aus dem Haus zu gehen. Denn es wimmelte am Montag nur so von leibhaftig schwarzen Leuten in Emhof. Und die machten hemmungslos Jagd auf alle Bleichgesichter. Fortan hieß es in den Straßen: Rette sich wer kann - der Kirwabär kommt. Meist gab es ? soviel darf vorweg schon verraten werden ? keine Rettung. Zum Kirwabärtreiben gehört auf jeden Fall der Kirwabär und sein Treiber, der ihn eigentlich bändigen soll (was nicht immer gelingt). Gnade ließ und lässt die schwarze Gesellschaft nur selten gewähren. Wer dem Spektakel entgehen möchte, muss halt nur schauen, dass er (oder sie) zum richtigen Zeitpunkt nicht am falschen Ort ist. Eine Spende hat in aller Regel nur einen mäßigenden Einfluss auf das Verhalten des ungestümen (in Emhof durchwegs nüchternen) Kirwabären. Nicht fehlen darf beim Umzug die gesamte Kirwagesellschaft. Nachdem heuer für die Kirwa ein Wirtshaus fehlte, fand die weltliche Kirchweih im neuen Feuerwehr- und (künftigen) Schützenheim statt. Für das leibliche Wohl sorgten die Vilstalschützen mit ihrem ?Allroundorganisationstalent? der Schützenmeisterin Barbara Schönfeld, die in gewohnt professioneller Manier den ?Festbetrieb? schaukelte. Großen Respekt haben sich aber auch die Kirwapaare und der Helferstab verdient, die Jahr für Jahr dafür sorgen, dass es in Emhof die südlichste Kirchweih des Landkreises Amberg ? Sulzbach zu feiern gibt.  Alles in allem war die Emhofer Kirwa wieder eine runde und tolle Sache und man darf sich auf das nächste Jahr freuen, wenn es in Emhof am zweiten Sonntag im September heißt: ?Wer hod Kirwa - Mia ham Kirwa.? (ajp)

 

Foto ajp Kirwabärtreiben in Emhof

 

Kirchweih in Emhof ? Sonntag ? gestaltet von den Kirchweihpaaren

16.09.2014 von Josef Popp

Mit einem großen und gelungenen Finale setzten die Emhofer Kirwapaare an ihrem Kirchweihsonntag einen tollen Schlusspunkt der Kirchweihfeste in der Gemeinde Schmidmühlen. Zwar endet auch in Emhof die Kirwa nicht am Sonntag,  sondern erst mit dem Kirwabärtreiben am Montag, aber der Tanz der Kirwapaare ist auch in Emhof der Höhepunkt der weltlichen Kirchweih. Nachdem schon beim Aufstellen des Kirwabaumes das Wetter nicht so richtig mitmachte, mussten auch am Sonntag die acht Kirwapaare umplanen. So wurde das Austanzen auf den befestigten Vorplatz des Feuerwehrgeräte-hauses verlegt. Landläufig und weitverbreitet herrscht die Meinung vor, ?draußen am Land? ist nichts los. Das mag sicherlich die manchmal berechtigte Meinung des einen oder anderen ?Städters? sein, diese Weltanschauung wird aber bei den Kirchweihfesten ?draußen am Land? immer wieder aufs Neue widerlegt.  So war es auch am Kirchweihsonntag in Emhof. Die Bedeutung einer Dorfkirchweih für den Ort sollte man auch unter dem gesellschaftlichen Aspekt nicht unterschätzen. Zum einen zeigt es immer noch die Identifikation mit der Ortskirche, zum anderen festigt es den Zusammenhalt innerhalb eines Ortes. Traditionell gehört der Kirchweih-sonntag den strammen Burschen und feschen Mädels des Ortes. Ohne Zweifel ist der Sonntagnachmittag einer der wichtigsten an einem Kirchweih-fest. Das Programm, das die Kirwapaare dann auch boten verdient ein respektvolles ?Hut ab?. Fast eine dreiviertel Stunde tanzten die Paare und jeder Tanz klappte wie am Schnürchen. Mit Herzblut waren die jungen Burschen und Mädels bei der Sache und präsentierten ihre Tänze: Ob Sternpolka, Spinnradl oder Zigeunerpolka ? bei jedem dieser Tänze gaben die Paare eine ausgezeichnete Figur ab. Nach den vielen Tänzen gab es schließ-lich auch den verdienten und langanhaltenden Applaus. Und wie es in Emhof der Brauch ist, beziehen die Kirwapaare in den letzten Tanz wahlweise  Zuschauer mit ein: Emhof tanzt. Zum Abschluss traf man sich im Feuerwehrgerätehaus zum Kaffee und Kuchen, erstmals serviert von den Vilstalschützen. (ajp)

Foto ajp: Höhepunkt der Kirchweih Tanz der Kirwapaare ? bereits bei der Redaktion

 

Kirchweih in Emhof ? kleines Dorf ganz groß - 2014

15.09.2014 von Josef Popp

Emhof feiert Kirchweih. Nachdem man in den letzten Jahren immer wieder Glück mit dem Wetter hatte, so war der Himmel heuer nicht weiß ? blau, sondern hell- und dunkelgrau. Doch das machte den Männern aus Emhof nichts aus, auch wenn es einmal nass wurde. Mit der Jakobuskirchweih in Emhof ? übrigens die südlichste Kirwa im Landkreis Amberg ? Sulzbach - finden die Kirchweihfeste in der Gemeinde Schmidmühlen immer einen tollen Abschluss. Auftakt zur Kirchweih ist auch in Emhof immer das Kirwabaum-aufstellen. ?Altmeister? Rudi Werner gab das Kommando. Mit viel ?Hau Ruck? ging es ans Baumaufstellen. Unter den kritischen Augen der Zuschauer war Muskelschmalz gefragt. Um eventuellen Schwächeanfällen vorzubeugen, wurden die Burschen und Männer jeden Alters von den Kirwamoidln mit dem flüssigen Dopingmittel ?Bier? versorgt. Heuer hatten die Emhofer mit ihrem mächtigen Baum  ganz schön zu kämpfen ? er hatte ein stattliches Gewicht. Nach fast zwei schweißtreibenden Stunden war es geschafft:  der stattliche etwa 30 Meter lange Kirwabaum mit den weiß ? blau geschmückten Kränzen war weit hin sichtbar im Vilstal und verkündete:  In Emhof ist Kirchweih. Wenn in einem Dorf wie Emhof die Kirchweih gefeiert wird, dann ist es nicht die Angelegenheit einiger weniger Leute, sondern eine Gemeinschaftsauf-gabe für die ganze Dorfgemeinschaft. Dies wird besonders beim Kirwabaum-aufstellen deutlich, denn nur gemeinsam packt man diese Aufgabe. So versammelten sich heuer über 30  (mehr oder weniger) kräftige Männer auf der Festwiese an der Vils, um den Baum gen Himmel in die Senkrechte zu hieven. Über mangelnde Unterstützung brauchten sich auch heuer die Kirwapaare keine Sorgen zu machen. Viel Arbeit hängt an so einer Kirchweih. Bereits Tage vorher liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Baum holen, Kränze binden, den Baum bearbeiten und schließlich vor dem Aufstellen herrichten. Dies ist Aufgabe der Kirwapaare mit einer Aufgabenteilung, die seit vielen Jahrzehnten passt. Augenmaß ist allen voran gefragt. So muss beispielsweise der Abstand der Kränze am Kirwabaum genau stimmen ? steht der Baum, so sind keine Korrekturen mehr möglich. Besondere Aufmerksam-keit gilt immer den Goißn, denn diese müssen während des Aufstellens ein ungeheures Gewicht aushalten. Auch heuer passte alles ? sieht man vom Wetter einmal ab und so stand einer zünftigen Kirchweih in Emhof nichts im Wege. Mit dem Kirwabärtreiben am heutigen Montag geht die letzte Kirwa in der Gemeinde Schmidmühlen zu Ende.  (ajp)

 

Kirwamontag in Emhof

Programm: ab 14 Uhr: Kirwabärtreiben und Seniorennachmittag mit musikalischer Unterhaltung für alle Senioren der Gemeinde.

17 Uhr Kirwagaudi mit den Salleröder Boum mit deftigen Kirwabrotzeiten.

21 Uhr Verlosung des Kirwabaumes.

Bus für die Senioren: Busabfahrt zum Seniorennachmittag am Montag um 13.45 Uhr in Schmidmühlen bei der Bushaltestelle am alten Nettomarkt, Zusteigemöglichkeit beim Rasthaus. Rückfahrt nach Schmidmühlen um 17.15 Uhr.

 

Veranstalter: Kirwapaare Emhof und Vilstalschützen. (ajp)

Fotos ajp - Kirwabaumaufstellen

 

 

 

Emhof ? Schützenheimbau ? FF ? Haus Anbau ? es rührt sich was

 ?Eigentlich ist es ein Wahnsinn?, so umschreibt die Schützenmeisterin Barbara Schönfeld von den Vilstalschützen den Baufortschritt am neuen Schützenheim. Im Prinzip wird erst seit ein paar Monaten an dem Großprojekt in Emhof gebaut, aber die Baufortschritte sind enorm. Hand in Hand arbeiten die beiden Vereine von Emhof, die Vilstalschützen und die Feuerwehr an der ?Großbaustelle? zusammen  und bei manchem Helfer kann man nicht unterscheiden, ob er nun als  Schütze oder als ein Feuerwehrler auf der Baustelle ist. In dem kleinen Dorf sind viele Bürger bei beiden Vereinen aktiv, da ist die Vereinszugehörigkeit eigentlich Nebensache, so Helmut Werner, der Feuerwehrkommandant, aber zugleich auch aktiver Schütze bei den Vilstalschützen, ist. Nur so ist das rasche Voranschreiten beim  Neubau des Schießstandes mit den Logistikräumen bzw. Anbau des Feuerwehr-gerätehauses zu erklären, bestätigt Helmut Werner, der bei diesem Projekt die Fäden in der Hand hält. Er koordiniert die Bauarbeiten auf der Baustelle und lobt dabei das Engagement aller Helfer: ?Auf unsere Mitglieder ist halt Verlass?.  Nachdem vor etwa vier Wochen der Anbau aufgestellt und zugleich auch das Dach eingedeckt wurde,  sind jetzt sind die Arbeiten dran, die man ?nicht sieht?. Die Stunden sind eigentlich gar nicht mehr zu zählen, die jetzt von beiden Vereinen geleistet wurden. Sicher wird es zum Bauabschluss eine Bilanz geben, die wird aber nicht so wichtig sein, resümiert Helmut Werner. Wichtig ist, dass der Zusammenhalt passt und viele mithelfen. Immerhin ist es eine Investition in die Zukunft des Dorfes. Sowohl die Vilstalschützen als auch die Feuerwehr haben eine rührige Jugend, und die wird es sein, die einmal die Geschichte der beiden Vereine weiterschreiben muss. Die Vilstalschützen bauen im Untergeschoß des Gerätehauses ihren neuen Schießstand mit Aufenthaltsraum. Sechs Luftgewehr- oder Luftpistolenschützen können dann gleichzeitig trainieren oder beim Wettkampf gegen einen Gegner schießen. Wer als Vereinsvorstand derartiges wie den Bau eines Schießstandes anpackt, muss ein Optimist sein. Und optimistisch ist Barbara Schönfeld allemal. Denn sie sieht ?visionär - im Oktober schon die ersten Schützen auf den neuen Schießständen trainieren. Auch wenn die ganze Anlage noch einen deutlichen ?Rohbaucharakter? hat - von  einem  Waffenschrank oder eine gemütlichen Eckbank noch nichts zu sehen ist, die Planungen für die neue Saison laufen schon. Für den Rundenwettkampf sind eine Mannschaft Luftpistole für die Kreisliga, eine Mannschaft für die Breitensportliga Luftgewehr / Luftpistole  und eine Mannschaft Seniorenliga  Aufgelegt Luftgewehr gemeldet. Letztere starten für den Schützengau Burglengenfeld. Für den Wettkampf in der Kreisliga zeichnet der Landesverband verantwortlich. Nach wie vor können die Vilstalschützen um Barbara Schönfeld auf die Jugend bauen. So wird der rührige Verein wieder mit mindestens fünf Jugendlichen am Rundenwett- kampf für Schüler, Jugend und  Junioren im Schützengau Burglengenfeld teilnehmen. Ein ?Zuckerl? gibt?s für den Nachwuchs am Samstag, 30. August. Dann  können vier Jugendliche zur Olympia Schießsportanlage nach München - Hochbrück fahren und am Walter-Pistolen-Cup teilnehmen. Trotz aller Arbeiten am Schießstand und sportlichen Planungen beteiligen sich die Vilstalschützen am Ferienprogramm. So lädt der Verein am Sonntag, 31. August zum Sommerbiathlon nach Emhof ein. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahren, eingeteilt in drei Klassen. Wie es zum Sommerbiathlon gehört, müssen die Teilnehmer (Einzelstarts)  eine bestimmte Strecke laufen und mit dem Bogen oder dem Lichtgewehr schießen.  Die Teilnahmegebühr beträgt ein Euro und es bekommt jeder einen kleinen Preis. Der Sommerbiathlon  beginnt um 14 Uhr und endet um 17 Uhr. Um 17.30 Uhr ist dann die Siegerehrung. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Und wer glaubt, damit wäre das Engagement der Vilstalschützen wirklich erschöpft, der irrt sich. Zusammen mit den Kirwapaaren richten die Vilstalschützen heuer die Kirchweih aus. Diese beginnt am Samstag, 13.9. um 14 Uhr mit dem Kirwabaumaufstellen. Am Sonntag steht das Kirwabaum- austanzen auf dem Programm (anschließend gemütliches Beisammensein und schließlich am Montag das Kirwabärtreiben. Am Kirwamontagnachmittag ist ein Seniorennachmittag mit Kaffee und Kuchen, Schafkopf, Kirwamusi und natürlich die Kirwabaumverlosung eingeplant. Bei einem derartigen Pensum kommt einem eigentlich nur eines in den Sinn:  ?Wahnsinn!?  (ajp)

 

Die Geschichte der Vilstalschützen im Telegrammstil

> Der Verein wurde am 15. Dezember 1956 im alten Gasthaus Kellermeier  unter dem Namen "Die Vilstaler" ins Leben gerufen. Das Gründungsprotokoll wurde damals von 19 Mitgliedern unterzeichnet.

> In den Anfangsjahren wurden die Schießabende im alten Gasthaus Kellermeier abgehalten. Anfangs konnte nur auf zwei Ständen geschossen werden, die von der Küche aus in den Flur führten.

>  In den ersten Jahrzehnten waren weniger die sportlichen Vergleichskämpfe und offiziellen Meisterschaften bei den Emhofer Schützen angesagt, vielmehr waren es die Preis- und Gesellschaftsschießen.

> Eine echte Verbesserung trat erst ein, als der damalige Vereinswirt Ludwig Kellermeier 1979 ein neues Gasthaus baute.

> Ein großes Ereignis in der Geschichte des Vereins war 1992, als man ein Vereinsheim in der ehemaligen Scheune des Gasthauses Bauer errichten konnte.

> In knapp 2000 freiwilligen Arbeitsstunden bauten die Vereinsmitglieder das Schützenheim, wobei der neue Vereinswirt die Materialkosten übernahm.

> Innerhalb von nur sechs Monaten entstand ein modernes Domizil mit sechs Wettkampfständen und einem großzügigen Aufenthaltsraum.

> Dies war der Beginn eines Aufschwungs für die Emhofer Schützen.

>Seit April 2014 wird an der neuen Schießsportanlage gebaut.

(ajp)

 

Ferienprogramm Schmidmühlen ? Schnupperschießen Sportschießen ? volles Programm

19.09.2014 von Josef Popp

Zwei Veranstaltungen beenden seit vielen Jahren das Ferienprogramm in der Gemeinde: das Neunerlturnier des Pfarrgemeinderats beziehungsweise der Kolpingsfamilie und das Schnupperschießen der Sportschützen. Nach wie vor hat das Luftgewehrschießen - über Kimme und Korn ins Schwarze zu treffen - absolut noch seinen Reiz. Seit über 120 Jahren wird in Schmidmühlen schon Schießsport ausgeübt. Natürlich hat sich die Bedeutung in dieser Zeit verändert. Standen früher gesellschaftliche Aspekte des Vereinslebens im Mittelpunkt, so trat in den letzten Jahrzehnten verstärkt das sportliche Schießen in den Vordergrund ? unabhängig vom Alter. Die Sportschützen gelten als echte Schützenfamilie - so reicht die Altersspanne den derzeit aktiven Schützen von 12 bis 75 Jahre. Die kleine Kugel in das Schwarze zu setzen ist immer noch spannend und fasziniert. Körperbeherrschung und Konzentrationsvermögen sind hier gefragt - bei einem Wettkampf allemal. Seit vielen Jahren beteiligen sich die Sportschützen beim Ferienprogramm und konnten auch heuer zahlreiche Jugendliche auf dem Schießstand im Vereinslokal ?Alter Bahnhof? begrüßen konnten. Seit über zwei Jahrzehnten leistet der Schützenverein vorbildliche Jugendarbeit, deren Ergebnisse sich sehen lassen können. So können Jahr für Jahr immer wieder Meistertitel nach Schmidmühlen geholt werden. Ein Deutscher Meistertitel war übrigens auch schon einmal dabei. Eine große Helferschar ? allen voran die stellvertretende Jugendleiterin Angelika Hüttner sowie die beiden Nachwuchstrainer Georg Schmidschneider und Erwin Koller - betreuten bei diesem Schnupperschießen die Jugendlichen, die unter Aufsicht so manchen ?Zehner? mit nach Hause nehmen konnten. Nach der Sommerpause treffen sich die Schützen dienstags ab 18.30 Uhr  und freitags ab 17.30 Uhr zum Training und geselligem  Bei-sammensein im Schützenheim ?Alter Bahnhof?. Mit dem Schnupperschießen startet man auch in die neue Saison.  Die erste große Herausforderung in der neuen Saison lässt nicht lange auf sich warten: die Landkreismeisterschaft im Sportschießen. Veranstalter dieser Titelkämpfe ist der Landkreis Amberg-Sulzbach, die Ausrichtung haben die Schützenvereine 1893 Rosenberg, Eichenlaub Sorghof, Schützengesellschaft Paulsdorf e.V. und eben die Sportschützen Schmidmühlen e.V. übertragen bekommen. Dass man einer der vier Ausrichter ist, macht die Schützen immer noch etwas stolz. Diese Meisterschaft wird am 10. Und 11. Oktober durchgeführt. Sportleiter Erwin Koller meldete insgesamt 30 Einzelschützen und sechs Mannschaften. Die Siegerehrung wird dann zwei Wochen später in Sulzbach ? Rosenberg sein. Am 12. Oktober lädt der Verein seine Mitglieder zu einer Herbstfahrt ein. Mit drei Mannschaften starten die Schützen heuer in die Rundenwettkampf-saison. Dabei schießt die 3. Mannschaft in der Breitensportliga des Schützen-gaus Amberg, die 2. Mannschaft in der Kreisliga und die 1. Mannschaft wie schon seit vielen Jahren in der Bezirksliga. Start ist Anfang Oktober. Mannschaftsführer sind Erwin Koller, Georg Schmidschneider und Josef Popp. Am Rundenwettkampf der Jugend wird man ebenfalls im Schüler- und Jugendbereich starten.  Aber nicht nur der Sport, sondern auch das kameradschaftliche Miteinander wird in der neuen Sportsaison nicht zu kurz kommen. So lädt die Jugend am 24. Oktober zu ihren nun schon mittlerweile traditionellen Jugendabend in das Schützenheim ein. Ein Gottesdienst, eine Adventssitzweil, ein Jahresabschluss und der Sitzweil ?zwischen den Jahren? stehen ebenfalls schon im Terminkalender.

(ajp)

 

Sportschützen ? die nächsten Termine im Überblick

 

> 10. und 11. Oktober: Landkreismeisterschaft des Landkreises Amberg ? Sulzbach im Sportschießen; Startzeit 10.10. ab 16.30 Uhr; 11.10. ab 14 Uhr.

 

> 12. Oktober: Vereinsausflug, Abfahrt 9 Uhr

 

> 24. Oktober: Jugendabend, Beginn 19 Uhr

 

> 25. Oktober: Siegerehrung Landkreismeisterschaft 15 Uhr in Sulzbach ? Rosenberg 31. Oktober: Schützenmeistertagung in Pursruck, Beginn 19.30 Uhr 7. Dezember: Gottesdienst für verstorbene Mitglieder, 9.30 Uhr Pfarrkirche St. Ägidius; 15 Uhr Adventssitzweil im Schützenheim 19. Dezember: Jahresabschlussfeier mit Ehrungen  19 Uhr 30. Dezember 18 Uhr: Sitzweil ?zwischen den Jahren?.

 

Training: dienstags ab 18.30 Uhr  und freitags ab 17.30 Uhr Informationen auch auf der Homepage www.sportschuetzen-schmidmuehlen.de.

(ajp)

 

Foto ajp Saisonauftakt bei den Sportschützen mit dem Schnupperschießen, Teilnehmer und Betreuer

 

Ferienprogramm ? Tischtennis

16.09.2014 von Josef Popp

Seit einigen Jahren beteiligt sich auch die Tischtennisabteilung der Sportgemeinschaft mit einem Beitrag am Ferienprogramm. Sie bietet Kindern und Jugendlichen ein Schnuppertischtennistraining an. Die gute Resonanz  des Nachmittags zeigte, dass diese Beteiligung der TT ? Abteilung  ein echter Gewinn für das Ferienprogramm ist. Tischtennis hat in Schmidmühlen eine lange und erfolgreiche Tradition. Dazu gehört auch eine hervorragende Jugendarbeit, die immer wieder mit Erfolgen und Meisterschaften gekrönt wird. Spaß und Spiel waren bei diesem Ferienprogrammtag angesagt. Jugendleiter und Trainer  Arpad Deak zeigten den Teilnehmern an diesem Tischtennisschnuppertag erste Tricks. Zwar ist der Tischtennissport ein Individualsport, aber bei den ?Doppelmatches? ist auch der Teamgeist gefragt. Dies war auch bei diesem Schnuppernachmittag in der Schulturnhalle zu spüren. Mit dem Ende der Sommerferien geht auch die Sommerpause der Abteilung zu Ende. Regelmäßiges Training ist jeweils montags in der Schulturnhalle. Tischtennis ist übrigens die erste Spielsportart, die vom Deutschen Olympischen  Sportbund das Qualitätssiegel "Sport pro Gesundheit" verliehen " wurde. Tischtennis ist nicht nur ein Sport für Kinder und Jugendliche, sondern auch für sportliche und junggebliebene Senioren. Neueinsteiger sind immer willkommen. (ajp)

 

 

 

Foto ajp zeigt Schnuppertischtennis mit Betreuer Arpad Deak

 

Circus Sambesi begeistert in Schmidmühlen

06.09.2014 (Josef Popp)

Begeisternde junge Akrobaten und Artisten sowie  begeisterte Zuschauer ? so bleibt der Circus Sambesi in Schmidmühlen in Erinnerung. Schweiß floss insbesondere bei der Nachmittagsvorstellung nicht nur bei den überwiegend jungen Künstlern, sondern auch bei den vielen Zuschauern, die bei bestem Spätsommerwetter den Weg in das Zirkuszelt gefunden haben. Und diese haben sicher ihren Besuch nicht bereut. Die vor allem jungen Artisten aus dem Neumarkter Raum boten eine tolle rund zweistündige Vorstellung. Beeindruckend und vielversprechend war bereits der Auftakt mit der Handstandakrobatin Patricia.  Anmutig schwang sich die junge Artistin auf ein eigens für sie konstruiertes Podest und zeigte eine Handstandakrobatik, die das staunenden Publikum begeisterte und für den ersten Szenenapplaus sorgte. Spektakulär ging es dann weiter. Feinste Akrobatik wurde nicht nur beim karibischen Piratenfeeling durch die  ?Tortuga Pirates? geboten. Ihr ?Markenzeichen? sind Menschenpyramiden und eine abenteuerliche Akrobatik. Auch die  Magic Butterflies - eine quirlige Kinder- und Jugendgruppe wirbelte in einer bunten Show nicht nur zahlreiche Jonglierkeulen und Bälle, sondern auch sich selbst auf spektakuläre Weise durch die Luft. Die Zuschauer wurden schnell vom hohen Tempo der Tanz-, Turn- und Akrobatikeinlagen in den Bann gezogen ? eine tolle Leistung, mit viel Beifall bedacht.  Was wäre ein Zirkus ohne einen Clown. Sehnsüchtig wurde er  schon von den Jüngsten erwartet und Clown Pippo enttäuschte nicht. Er sorgte für begeisternde Lachnummern und war nicht nur im Rundell der Manege zu finden, sondern auch ?mittendrin? bei den Zuschauern.  Karl Nidermayer, seines Zeichens Zirkusdirektor, ließ es sich natürlich nicht nehmen, als Fakir ?Taifun Al Shaba? aufzutreten und sich auf einem Nagelbrett liegend, eine Betonplatte auf seinem Bauch mit einem Vorschlaghammer zerschlagen zu lassen.  Nicht nur spektakuläre Akrobatik gab es zu erleben, sondern auch geheimnisvolle Magie.  Hier zog Zauberer Blacky  besonders die kleinen Zuschauer in seinen Bann.  Gut dass er aus den Zuschauern mit der jungen Marie eine bezaubernde Assistentin hatte ? so glückten alle Zaubertricks bestens. Für ein feines Finale sorgte schließlich auch Stefano - Meister des Feuers und der Magie. Er erhielt übrigens seine Ausbildung beim Zirkus Europa. Seine ultrahoch erhitzte Show war voller Magie, mit deren Hilfe auch Rasierklingen verspeist werden. Verdienter Beifall der vielen Zuschauer gab es für die vielen ? rund 75 Akteure-  nicht nur für ihre tollen Leistungen, sondern auch für ihr ehrenamtliches Engagement ? alle arbeiten und traten ohne Honorar ? für die Karlheinz Böhm Stiftung auf.

 

Infos

www.menschenfuermenschen.de

www.circussambesi.de

 

Ferienprogramm

Seit vielen Jahren beteiligt sich der Heimat- und Kulturverein mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen am Ferienprogramm der Gemeinde.  Und in den letzten Jahren hat man immer mit Wanderungen, sei es den Nachtwanderungen oder den Exkursionen ?  eine interessierte Wander-gruppe gefunden. Für Wanderer gilt, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur die falsche Kleidung. Bestens für das Wetter ausgerüstet ? zu Beginn der Wanderung begann es zu regnen ? startete die Wandergruppe in Schmidmühlen nach Hammerberg. Trotz des regnerischen Wetters beteiligten sich 18 Personen an dieser Tour. Das erste Ziel war der wunder-bare Garten von Familie Flierl in Hammerberg. Hier wurden alle mit selbstgepressten Apfelsaft versorgt. Dann ging die Wanderung ein Stück durch den Wald und bei zunehmender Dunkelheit wieder zum Ausgangspunkt bei der Schreinerei Berschneider zurück. Da half es natürlich, dass die jugendlichen Wanderer mit Taschenlampen ausgerüstet waren. Trotz des Dauerregens hat es allen Teilnehmern sichtlich Spaß gemacht. Die Nachtwanderung wurde von Wanderwegewart Peter Fochtner (sen.) vorbereitet und geleitet. Nachdem die Sommerferien sich allmählich dem Ende zuneigen, geht auch das diesjährige Ferienprogramm dem Ende zu. Noch zwei Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Am kommenden Freitag ist ?Schnupperschießen?  der Sportschützen. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche ab 10 Jahre. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Dauer etwa eine Stunde. Treffpunkt ist um 17 Uhr im Schützenheim ?Alter Bahnhof?.  (Verantwortlich: Sportschützen e.V.). Traditionell ist das Neunerlturnier der Pfarrei am Sonntag  die letzte Veranstaltung. (ajp)

 

Foto ajp zeigt die Gruppe bei selbstgepressten Apfelsaft in Hammerberg.

 

Winbuch ? Ferienprogramm ? Kinderfeuerwehr ? Prädikat besonders wertvoll

Das Prädikat ?besonders wertvoll? hat sich die Feuerwehr Winbuch mit ihrem Beitrag zum diesjährigen Ferienprogramm verdient. Sie lud die Kinder und Jugendlichen zu einer ?Schnitzeljagd ? rund um Winbuch? ein. Und dies mit einem pädagogischen Hintergrund. So stand nicht nur Kurzweil und Spaß am Programm, sondern man musste mit Geschicklichkeit an einige Aufgaben herangehen oder Fragen zum Thema Wald beantworten können. Von diesem Konzept waren auch die Bayerischen Staatsforsten und die Bayerische Forstverwaltung so überzeugt, dass sie die Feuerwehr Winbuch mit zwei Spielstationen und Sachspenden unterstützten. Nicht nur die Forstleute waren von der Schnitzeljagd angetan, sondern auch die Kinder. 21 Kids kamen zu dieser Schnitzeljagd nach Winbuch und waren durchaus gefordert. In verschiedenen Gruppen ging es kurz nach 13 Uhr los, die Siegerehrung fand gegen 16.30 Uhr statt. In und um Winbuch herum warteten viele Spiele und  Aufgaben auf die Teilnehmer!

Spaß und echter Kurzweil war angesagt. Bestens vorbereitet war diese Schnitzeljagd mit tollen und vor allem auch mit pädagogisch durchdachten, wertvollen Spielen. An verschiedenen Stationen warteten auf die jungen Abenteurer viele Aufgaben. So musste ein Holzstoß umgeschlichtet werden, ein Pflasterpuzzle oder ein Waldomino gelöst und ein Dachstuhl zusammengebaut werden. Begonnen hat der Stationenlauf mit einer Geschichte, die vorgelesen wurde und die die einzelnen Mannshaften zum Schluss möglichst viele Fragen richtig gelöst werden.  Zum Abschluss gab es für alle Mannschaften Urkunden und eine Brotzeit. Zahlreiche Helfer unterstützten die Kinder bei den Stationen und  bewies auch, dass die Feuerwehr Winbuch wieder erstarkt und eine echte ?Feuerwehrfamilie? geworden ist, bei der sich Alt und Jung wieder engagieren.  Am Rande der Veranstaltung listete Betreuerin Antje Götz zahlreiche Veranstaltungen der letzten Monate auf, zu denen auch das Kennenlernen des Feuerwehrautos, ein Spielenachmittag oder eine ?Milchshakeparty? gehörte. Für den Rest der Ferien hat man sich noch einiges vorgenommen. So will man unter anderem die Integrierte Leitstelle in Amberg besichtigen. Zufrieden zeigte sich auch Reinhard Götz, Kommandant der FF Winbuch mit der Leistungsbereitschaft seiner Wehr. Bei allen Alarmierungen in diesem Jahr konnte die Wehr mit der Sollstärke ausrücken.  (ajp) Ziele für die Kinderfeuerwehren - Position des LFV und der Jugendfeuerwehr Bayern:

> Wecken des Interesses an/ und Vorbereitung auf die Mitgliedschaft in
   der Jugendfeuerwehr

> Erziehung zu bzw. Pflege von Kameradschaft, Freundschaft und Team- 

   fähigkeit

> Unterstützung des Reife- und Lernprozesses Brandschutzerziehung          

   (z.B. richtiges Absetzen eines Notrufs)              

> Wecken des Interesses der Eltern für das Ehrenamt 

> Heranführen an bürgerliches Engagement

(ajp)

 

Foto ajp zeigt die Teilnehmer an der Schnitzeljagd

Schmidmühlen Tischtennis gemeinsam mit Burglengenfeld ? gute Partnerschaft

Endgültig in die Sommerpause geht es bei der Tischtennisabteilung immer erst mit dem traditionellen Zeltlager. Diesmal war es kein ?herkömmliches? Zeltlager, vielmehr lud man die Tischtennisspieler aus Burglengenfeld zu einem gemeinsamen Sommercamp ein. Viele Vereine aus Schmidmühlen pflegen immer noch gute Verbindungen und Freundschaften zu anderen Vereinen in der ehemaligen Kreisstadt. Erinert sei hier nur an die Vilstalschützen aus Emhof, die immer noch dem Schützengau Burglengenfeld angehören, oder an die Feuerwehren, die einen gemeinsamen Ausrückekreis bilden. Gute nachbarschaftliche Beziehungen jenseits der Landkreisgrenzen sind auch Schmidmühlens Abteilungsleiter Peter Meyer, der zu diesem Sommercamp nicht nur seine eigene ?Truppe?, sondern auch viele Tischtennisfreunde aus der Nachbarstadt begrüßen konnte, wichtig. Bei der Gründung der Tischtennisabteilung gehörte Schmidmühlen noch zum Landkreis Burglengenfeld. Noch in der Aufbauphase des Vereins stand die Gebietsreform an. Dies und die vielen prägenden Initiativen sowie schönen Erfolge der Tischtennisabteilung, die jetzt der Sportgemeinschaft, bis deren Gründung dem Sportverein angehörte, sind ein Blick ins Archiv allemal wert. Die Abteilung Tischtennis wurde im Frühjahr 1971 gegründet. Da zu dieser Zeit kein fester Trainingsstandort in Schmidmühlen zur Verfügung stand, mussten die Mitglieder zwischen Meiersaal, Espachsaal, Trachtenheim und Schulhaus Pilsheim hin und her pendeln. Erster Abteilungsleiter war Richard Walter, unter dessen Führung die anfangs kleine Abteilung zu einer Sparte heranwuchs, die mehr als 100 Mitglieder zählte. Mehr als die Hälfte der Mitglieder waren Jugendliche, die in ihrem Sport bestens gefördert wurden. Nachdem der erste Abteilungsleiter Richard Walter beruflich seinen Wohnort wechseln  und auch sein Nachfolger Hans Holler zur Bundeswehr einrücken musste, fand sich die Tischtennisabteilung in ihrer ersten großen Krise. Es war  Walter Weigang, der die Geschicke der Abteilung in die Hand nahm und sie mit Weitblick aus der Misere zur neuen Blüte führte. Von nun an nahm sich die Abteilung TT vor, sich durch Eigeninitiative  selbst der Öffentlichkeit zu präsentieren und eine solide starke Abteilung aufzubauen. Schon fast als legendär sind hier im Rückblick die Flohmärkte und die Frühlingsfeste in Erinnerung. Durch den Bau der neuen Turnhalle stand auch ausreichend Platz für Training zur Verfügung. 1980 verzeichnete man 30 aktive Spieler. 1981 stieg die Mädchenmannschaft in die Bezirksliga auf, die Herrenmannschaft schaffte den Sprung in die 2. Kreisliga. Weitere Abteilungsleiter waren Otto Ziegler, Regina Luschmann, Rainer Heinke, Josef Mäckl, Alfons Meyer und schließlich aktuell Peter Meyer. Mittlerweile konnte die Abteilung auch den Mitgliederstand auf einem erfreulichen Niveau stabilisieren. Der letzte Erfolg liegt gar nicht so lange zurück. Erst in diesem Jahr konnte man mit den Nachwuchsspielern eine Meisterschaft feiern. Diese schaffte einen 1. Platz in der Kreisliga (Bayerischer TTV ? Oberpfalz ? Amberg). Ungeschlagen, mit 20 : 0 Punkten, lag die Jungenmannschaft am Saisonende auf Rang 1. Die Abteilung trainiert jeweils am Montag, Neu- und Wiedereinsteiger sind jederzeit willkommen. Aber bis Mitte September ist zunächst mal Sommerpause. (ajp)

 

?Schnuppertraining im Tischtennis?

Samstag, 6. 9. 15 Uhr bis 17 Uhr: Teilnehmen können alle Kinder, Jugendliche und deren Eltern, die sich für den Tischtennissport interessieren. Saubere Turnschuhe mit abriebfester Sohle und evtl. Sportkleidung sind mitzubringen. Sollte kein Schläger vorhanden sein, kann auch ein Schläger der Tischtennisabteilung benutzt werden. Treffpunkt: Volksschule Schmidmühlen, Schulturnhalle. Keine Anmeldung. Ansprechpartner sind Arpad Deak, Martin Tyl und Bernd Wetzel.

Verantwortlich: Sportgemeinschaft Schmidmühlen, Abteilung Tischtennis

(ajp)

 

Foto: ajp zeigt die beiden Tischtennisabteilungen Burglengenfeld - gehört zu ASV Burglengenfeld und Schmidmühlen gehört der Sportgemeinschaft an

 

Tischtennistalent schafft Sprung nach oben - Bayernliga

Beim Saisonabschluss gab es bei der Tischtennisabteilung ein lachendes und weinendes Auge. Nach der Meisterschaft der Nachwuchsmannschaft wechselt Nachwuchstalent Laura Tyl als aktive Spielerin nach Ettmannsdorf in die Bayernliga, bleibt aber der Sportgemeinschaft in Schmidmühlen als Mitglied erhalten. Dies bedeutet einen gewaltigen Sprung ?nach oben?. Schon früh konnte sich Laura für den Tischtennissport begeistern. Vom Vater Martin Tyl , selbst begeisterter Tischtennisspieler, wurde sie zuhause im Keller in  Tischtennistechnik ausgebildet. Als sich zeigte, dass sie wirklich in Richtung Leistungssport wollte, wurde Laura von einem qualifizierteren Trainer in Regensburg geschult. Etwas später kamen dann noch alle zwei Wochen Trainingseinheiten im Leistungszentrum Tischtennis in Regenstauf dazu und zudem regelmäßige Leistungskurse. Im November 2012 schlug die 14jährige Laura das erste Mal für die SG Schmidmühlen im Tischtennis auf. Durch ihren Trainingsfleiß kamen ihre ersten Erfolge und so konnte sie sich immer mehr für den Tischtennissport begeistern. Im Dezember 2013 durfte sie bei den bayerischen Einzelmeisterschaften aufschlagen. Ihre guten Aufschläge und eine gute Rückhand sind ihre Stärken, bestätigte auch Abteilungsleiter Peter Meyer. In der Saison 2013/2014 konnte sie sich auch bei den Herren in der dritten Kreisliga erfolgreich integrieren. Die SG Schmidmühlen ist Lauras Tischtennisfamilie und -heimat und sie hat dort jegliche mögliche Unterstützung erfahren. Aufgrund der schlechten Trainingsmöglichkeiten in den Schulferien (Hallenschließung) und auf der Suche nach notwendigen besseren Trainingspartnern war ein Wechsel zur DJK Ettmannsdorf - ein sehr leistungsorientierter Verein - notwendig. Die Besonderheit in Ettmannsdorf ist der sehr starke Mädchen- und Damenbereich, etwas, was es im Landkreis Amberg/Sulzbach so nicht gibt. Im Tischtennis wird die Leistungsstärke eines Spielers über einen TTR Wert de-finiert. Laura hat einen TTR Wert von 1235 und die beste Spielerin in Ettmannsdorf (Mädchen) hat einen TTR Wert von 1694. Allein daran kann man erkennen auf welchem Leistungsniveau die DJK Ettmannsdorf spielt. In der nächsten Saison wird Laura für die DJK in der Bayernliga Mädchen aufschlagen. Auch verschiedene Einsätze bei den Damen sind möglich. Aufgrund ihres neuen Umfeldes hat sie nun viel Platz sich weiter nach oben zu verbessern. Trotz ihres Wechsels nach Ettmannsdorf hat die SG Schmidmühlen Laura immer die Möglichkeit eingeräumt, später wieder zurück nach Schmidmühlen zu kommen. Laura bleibt weiterhin ein Vereinsmitglied in Schmidmühlen und trainiert auch weiterhin dort. Keine Frage, dass Abteilungsleiter Peter Meyer ganz dem Sportsgeist verschrieben, dem Schmidmühlener Jungtalent beim Saisonabschluss alles Gute für den Start in der Bayernliga wünschte. Dieser sportliche Werdegang belegt  wieder einmal auch die gute Jugendarbeit bei der Tischtennisabteilung in Schmid- mühlen. (ajp)

Tischtennis schnuppern im Ferienprogramm

Schnuppertraining im Tischtennis?

Samstag, 6. 9. 15 Uhr bis 17 Uhr: Teilnehmen können alle Kinder, Jugendliche und deren Eltern, die sich für den Tischtennissport interessieren. Saubere Turnschuhe mit abriebfester Sohle und evtl. Sportkleidung sind mitzubringen. Sollte kein Schläger vorhanden sein, kann auch ein Schläger der Tischtennisabteilung benutzt werden. Treffpunkt: Volksschule Schmidmühlen, Schulturnhalle. Keine Anmeldung. Ansprechpartner sind Arpad Deak, Martin Tyl und Bernd Wetzel.

Verantwortlich: Sportgemeinschaft Schmidmühlen, Abteilung Tischtennis

(ajp)

 

Foto ajp von links Jugendleiter Arpad Deak, Laura Tyl, Trainer Martin Tyl

Marktfest 02./03.08.2014

hier das Programm

 

Mit einem farbenprächtigen Finale ging am Sonntagabend das 36. Marktfest zu Ende. Viele große und kleine Aktionen machten nicht nur das Marktfest, sondern den Marktflecken zu einem echten Erlebnis. Sicher trugen dabei die Lichtspiele entlang des Skulpturenwegs dazu bei, den Markt und vor allem den größten Sohn Schmidmühlens, Erasmus Grasser, ins ?bunte Licht? zu rücken. Es war ein einmaliges Erlebnis, spätabends an der Lauterach entlang zu bummeln und das Lichtspektakel zu genießen. Der leadergeförderte Skulpturenweg wurde vor einigen Jahren eingeweiht, zu diesem Festakt kam sogar der damalige Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Franz Maget. Die Metallskulpturen wurden von Franz Schmid für seine Heimatgemeinde gefertigt. Mit diesem abendlichen Lichtspiel kamen die Moriskenskulpturen richtig zur Geltung. Durchaus denkbar, dass dieses Lichtspiel, das auch die Doppelbogenbrücke, die ?Marktbrille?, in bunte Farben tauchte, im kommenden Jahr eine neue Auflage finden wird.  Ein breites Programm und bestes Marktfestwetter sorgten dafür, dass wieder einige tausend Besucher am Sonntag in Schmidmühlens Ortszentrum kamen. Dies war wieder einmal der Beweis dafür, wie fest etabliert diese größte Openair ? Party im südlichen Landkreis ist. Auch in diesem Jahr legten sich die Vereine und der Markt als Veranstalter wieder kräftig ins Zeug. Es gibt kaum ein Fest, das von Vereinen ausgerichtet wird, bei dem so viele kulinarische Spezialitäten geboten werden wie in Schmidmühlen. Nach wie vor erfreuten sich wieder die frisch gegrillten Lauterachforellen der Maurer und Zimmerer sowie des Fischereivereins allergrößter Nachfrage. Das Angebot an diesem Marktfest reichte Hamburger, Schweinshaxn, Gockerl und Rosswürste, Bratwürstl und Steaks vom Grill, Langos bis hin zum Eintopf ? die leckeren Kuchen und Torten nicht zu vergessen. Auch für ein interessantes Unterhaltungsprogramm war gesorgt. Erfreulich ist, dass es während des gesamten Marktfestes zu keinen Störungen oder Tätlichkeiten beziehungsweise Unfällen kam. Ein besonderer Dank gilt dabei auch der Feuerwehr Schmidmühlen für den geleisteten Sicherungsdienst. 

Beteiligte Vereine und Gastwirte

Blaskapelle St. Ägidius ? Cafe-Pizzeria-Bistro ?La Tana? ? Faschingskomitee ? Fischereiverein Schmidmühlen ? Gasthof ?Goldener Ochse? ? Heimat- und Kulturverein - Heimat- und Volkstrachtenverein ?D? Lauterachtaler? ? Jugendfeuerwehr Schmidmühlen ? Katholischer Frauenbund ? Männergesangverein ?Liederkranz? ? MSC Schmidmühlen ? Pfarr- u. Gemeindebücherei Schmidmühlen ? Reservistenkameradschaft Schmidmühlen ? Ski-Club Schmidmühlen ? Verein der Maurer und Zimmerer  (ajp)

 

 

?Öfter mal was Neues? ? dieses Motto gilt beim Marktfest mittlerweile schon seit 36 Jahren. Es war ein Versuch und etwas Neues und ist gelungen, der ?Tanz in den Morgen? des Heimat- und Volkstrachtenvereins und der ?Houabuacha Zweschbaama?. Schon um sechs Uhr morgens ? für eingefleischte Marktfestbesucher eine etwas ?untypische? Zeit, kamen die ersten Volkstanzfreunde aus der ganzen Region ins Marktfest zum Trachtenverein. Dort erwarteten die Volkstänzer zum einen musikalisch die ?Houabuacha Zweschbaama?, die zum Tanz aufspielten  zum anderen kulinarisch eine ?Schmidmühlner Guten Morgen Frühstück? in Form von Weißwürsten und frischen Brezen. Pate stand für diese Idee der traditionelle Kocherlball in München. Der mittlerweile wieder ?in? gewordene Volkstanz hat auch in Schmidmühlen seit einigen Jahren wieder Fuß gefasst. Und dieser Trend setzte sich beim Marktfest fort. Rappelvoll war die Bühne, als die Musiker über drei Stunden hinweg boarisch aufspielten: Schottische, Zwiefache, flotte Dreher, gemütliche Rheinländer oder Walzer. Nicht nur am Sonntagmorgen zeigte es sich, dass das Marktfest nichts von seinem Reiz verloren hat. Am Samstagabend und am Sonntag strömten wieder tausende Besucher nach Schmidmühlen. Die zwölf Vereine, die Pfarr- und Gemeindebücherei, die zwei Wirte und der Markt Schmidmühlen als Organisator zeigten sich von ihrer kreativen Seite. Auftritte der lettischen Kindertanzgruppe ?Bitite?, die Trommler ?Jalapenos Percussion? oder auch die Boogie Pistols begeisterten und fanden ihr Publikum. Seit einigen Jahren stellt der katholische Frauenbund in der ehemaligen Schmiede ?beim Muck? eine Ausstellung zusammen.  Diese stand heuer unter dem Motto ??Feine Wäsche für Tisch und Bett?. Mit ihren Ausstellungen werten die rührigen Frauen des Katholischen Frauenbundes das Marktfest wirklich auf ? ein gelungener Beitrag. Ein echter Renner - im wahrsten Sinne des Wortes - war heuer die Neuauflage des Eselrennens. Nach den Erfolgen in den letzten Jahren entschieden sich die Organisatoren um Bürgermeister Peter Braun zu einer Neuauflage.  Sechs Mannschaften traten heuer an, um sich das Preisgeld zu sichern. Zum dritten Mal dabei und zum dritten Mal ganz oben auf dem ?Siegertrepperl? war die Feuerwehr aus  Dietldorf. Sie war einfach nicht zu schlagen. Mehr als 500 Zuschauer ließen sich das Spektakel aus der ?Eselarena Flutmulde? nicht entgehen. Nicht wegzudenken ist mittlerweile auch der Bücherflohmarkt der Pfarr- und Gemeindebücherei. Hier konnte man aus einem breiten Angebot von Büchern, Bildern Geschirr und vielerlei Nützlichem oder weniger Nützlichen aussuchen.  Auch die Kinder und Jugendlichen kamen beim diesjährigen Marktfest nicht zu kurz ? der Funpark bot allerlei Abwechslung. Für die Jüngsten bot ?Maxl der Spielbus? im Schlossgarten interessante Spiele an. Und für die ganz Mutigen war eine rasante Fahrt im Autoscooter ein unbedingtes Muss. Der Endspurt fand dann zu vorgerückter Stunde an den Bars statt. Hier war man sich einig - das Marktfest in Schmidmühlen ist auch im nächsten Jahr ein ?Muss?.

Info

Das nächste Marktfest findet am 1. und 2. August 2015 statt.

(ajp)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik

Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik 2013/2014

Der Markt Schmidmühlen plant in diesem Jahr die energetische (Teil-) Sanierung seiner Straßenbeleuchtungsanlage. Dieses Ziel soll vorwiegend durch die Umstellung auf LED-Beleuchtungstechnik erfolgen.
Die Bundesrepublik Deutschland fördert im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages diese Umstellung mit einer Zuwendung von 20%.

Die Umstellung ist wie folgt geplant:

Der Markt Schmidmühlen hat am 04.03.2013 eine Förderung für eine Teilsanierung der Straßenbeleuchtungsanlage beantragt. Mit Bescheid vom 03.07.2013 hat der Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH, Berlin unter dem Förderkennzeichen 03 KS 5839 eine Zuwendung genehmigt.


Hier ist die die Umstellung von 317 Leuchten geplant. Die Bruttoinvestitionssumme beträgt 135.042,00 EUR bei einer Zuwendung von 27.008,40 EUR. Durch die Umstellung wird mit einer jährlichen Stromeinsparung von 77.458 kWh gerechnet; dies entspricht einer durchschnittlichen Einsparung von 73 %. Der Verbrauch für die umzurüstenden Leuchten lag bisher bei 106.221 kWh. Die CO²-Einsparung, gerechnet auf die gesamte Lebensdauer der Anlage (20 Jahre) beträgt in etwa 914 Tonnen.

Links:

Weihe - Feuerwehrfahrzeug HLF 20 / 16 am 30.04.2014

(von Josef Popp)

Mit der kirchlichen Segnung und der offiziellen Schlüsselübergabe von Bürgermeister Peter Braun an den Feuerwehrkommandanten Jürgen Ehrnsberger nahm die Feuerwehr Schmidmühlen ihr neues Löschfahrzeug HLF 20 / 16 in Betrieb. Ausgeliefert wurde das Löschfahrzeug bereits im vergangenen Jahr am Buß- und Bettag.

Auftakt zu diesem Festtag war eine Andacht in der Pfarrkirche St. Ägidius. Zu Recht betonte Pfarrer Werner Sulzer die Freude über die neue Anschaffung des Löschfahrzeuges. Mit neuer Ausrüstung und Technik kann man nun optimale Hilfe leisten. In seiner kurzen Predigt  griff Pfarrer Werner Sulzer den Leitspruch der Feuerwehren ?Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr? auf.  Gott und der Nächste gehören untrennbar zusammen. Die Hilfe am Nächsten ist auch die Fortsetzung des Gottesdienstes, es findet mit der Hilfe immer auch eine Rückbindung zu Gott statt. Gott kann man beim Dienst am Nächsten nicht ausblenden, er gibt den Halt auch dann, wenn die Anerkennung für den schwierigen Einsatzdienst ausbleibt.

 

Nach der Segnung des HLF 20 / 16 durch Pfarrer Werner Sulzer ging es dann mit einem Festzug, angeführt vom neuen Löschfahrzeug und der Blaskapelle St. Ägidius, zum gemütlichen Teil in das Gerätehaus. Dort begrüßte Kommandant Jürgen Ehrnsberger die Vereine des Marktes Schmidmühlen, Gäste und den Marktrat sowie die Feuerwehren Emhof, Winbuch, Vilshofen, Dietldorf, Pilsheim, Burglengenfeld und Adertshausen an der Spitze Kreisbrandrat Freddi Weiß und KBI Hubert Blödt sowie die Kreisbrandmeister der umliegenden Bezirke. Der Kommandant dankt in seiner Begrüßung vor allem auch dem Marktrat, für die Zustimmung  Bürgermeister Peter Braun verwies in seinen Grußworten, dass die Anschaffung des neuen HLF auch zugleich ein Musterbeispiel war für die interkommunale Zusammenarbeit. So schafften die beiden Gemeinden Schmidmühlen und Rieden (für die FF Vilshofen) ein baugleiches Fahrzeug an und konnten so rund 14.000 Euro sparen.

Der Dank des Bürgermeisters galt auch dem Marktrat, der diese Anschaffung bei einer einstimmigen Beschlusslage mitgetragen hat. Diesem Dank schloss sich auch Kreisbrandrat Freddi Weiß an. Er gratulierte dem Markt und der Feuerwehr für die deutliche Verbesserung des Brand- und Katastrophenschutzes in Schmidmühlen und im unteren Vilstal. Mit der neuen Ausrüstung, so der Kreisbrandrat, ist die Wehr über einen langen Zeitraum bestens für die Einsätze aufgestellt. Er wünschte der Feuerwehr eine gute und unfallfreie Zeit. Die offizielle Inbetriebnahme des HLF nahm auch Bankvorstand Karl Schlagbauer von der Raiffeisenbank Unteres Vilstal zum Anlass, der Wehr zu gratulieren und mit einer Spende ein Zeichen der Anerkennung zu setzen. Mit einem gemütlichen Beisammensein endete die Feier im Gerätehaus.

 

Blick zurück

Beschlusslage des Marktrates

23. Februar 2012: Der Marktgemeinderat beschließt, als Ersatz für das vorhandene LF 16 ein HLF 20 / 16 zu beschaffen. Die Beschaffung soll entsprechend Nummer 5 der Feuerwehrzuwendungsrichtlinien (Kommunale Kooperation) gemeinsam mit dem Markt Rieden erfolgen.

21. März: Der Antrag auf Gewährung einer Zuwendung wird bei der Regierung der Oberpfalz gestellt.

31. Juli: Zuwendungsbescheid der Regierung 27. August: Antrag auf Gewährung einer Zuwendung beim Landkreis Amberg ? Sulzbach 4. September: Zuwendungsbescheid 29. November: Der Marktrat beschließt gemäß dem Vorschlag des Bewertungsgremiums ein HLF 20 / 16 für die FF Schmidmühlen in Höhe von 360.433,80 Euro zu beschaffen.

Kosten

Der Betrag in Höhe von 360.433,80 Euro setzt sich wie folgt zusammen:

Fahrgestell, Fa. MAN:  77.010,85 Euro

Ausbau, Fa. Rosenbauer: 220.279,71 Euro

Beladung: Fa. Jahn:  63.143, 24 Euro

Zuschüsse

Staat: 104.500 Euro plus 10 Prozent wegen gemeinsamer europaweiten Ausschreibung (10.4500 Euro), insgesamt 114.950,00 Euro.

Landkreis: 35 Prozent des staatlichen Zuschusses ? 40.232,50 Euro

Gesamtzuschüsse: 155,182,50 Euro.

Wegen der gemeinsamen Ausschreibung und Kauf baugleichen Fahrzeuge wird ein erhöhter Zuschuss von 14.107,50 Euro erzielt. 

  

In der Geschichte der Feuerwehr ist es mittlerweile das vierte Löschfahrzeug, das in Dienst genommen wurde. 1964 wurde die Feuerwehr Schmidmühlen erstmals mobil. Ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) wurde angeschafft. Bis zu diesem Jahr war ein Löschanhänger am alten Feuerwehrhaus untergebracht. Der Einsatzradius war da natürlich eng begrenzt. DAS TSF bot einer Staffelbesatzung (sechs Feuerwehrdienstleistende) Platz. 1974 übernahm die Feuerwehr ein LF 8 (leicht) von der Feuerwehr Vilshofen, das das Tragkraftspritzenfahrzeug ablöste. Damit konnte eine Löschgruppe (neun Feuerwehrdienstleistende) ausrücken. Im Jahr 1984 wurde das neue LF 16 angeschafft, ausgestattet mit Atemschutz und Rettungsschere. Vorübergehend war auch ein Schlauchwagen des Landkreises in Schmidmühlen stationiert. Vor acht Jahren wurde das jetzige Mehrzweckfahrzeug angeschafft. 

 

Schlüsselübergabe Landrat Franz Birkl, Kommandnat Jürgen Ehrnsberger, Bürgermeister Peter Braun, KBR Freddi Weiß

Abschlussitzung Marktgemeinderat vom 24.04.2014

vlnr. Bürgermeister Peter Braun, Albin Koller, Sophie Koller, Martin Spies, Gertraud Spies, Martina Fochtner, Karl Fochtner, Hermann Schutzbier, Bernadette Schutzbier, Karolina Böhm, Paul Böhm

(von Josef Popp)

Einen einzigen Tagesordnungspunkt hatte die letzte Sitzung des Marktgemeinderates der aktuellen Wahlperiode: die Verabschiedung ausscheidender Markträte. Nur noch wenige Tage, dann endet auch in der Marktgemeinde Schmidmühlen am 30. April die Wahlperiode 2008 / 2014. Grund genug, bei einer letzten Sitzung verbunden mit einer kleinen Feier die ausscheidenden Markträte offiziell zu verabschieden. Nach oft jahrzehntelanger Zugehörigkeit beenden fünf Markträte mit Ende dieser Wahlperiode ihre Tätigkeit im Marktgemeinderat von Schmidmühlen.

 

Ab 1. Mai dieses Jahres, so Bürgermeister Peter Braun in seiner Laudatio, werden Paul Böhm, Hermann Schutzbier, Karl Fochtner, Albin Koller und Martin Spies aus ihrer Verantwortung als Marktrat, Kreisrat und stellv. Bürgermeister entlassen. Alle fünf Markträte haben sich stets für das Wohl unserer Gemeinde Schmidmühlen eingesetzt und viele wichtige Entscheidungen der letzten Jahre mitgetragen, dankte der Bürgermeister. Und Peter Braun weiter: ?Womit Schmidmühlen heute punkten kann, an all dem habt ihr mitgewirkt. Unsere Gemeinde hat entscheidende Entwicklungen durchlaufen, sie hat ihren Standort gestärkt und an Lebensqualität gewonnen ? und daran waren die Markträte beteiligt, und zwar in ehrenamtlicher Funktion. Weiter hob Bürgermeister Peter Braun hervor, dass es manchmal in Vergessenheit gerät, dass die Übernahme politischer Verantwortung in einer Kommune auf ehrenamtlicher Basis erfolgt. Es sind keine hochdotierten Jobs auf Basis großartiger Vergünstigungen. Im Gegenteil, so Peter Braun an die ausscheidenden Markträte gerichtet, ?ihr habt vielmehr neben eurem Beruf oder eurer familiären Verpflichtungen viel Zeit, Kraft und Energie aufgewandt, um der Tätigkeit im Marktrat verantwortungsvoll nachgehen zu können. Das macht man nur, wenn man von einer Sache überzeugt ist, wenn man politisch etwas bewegen und seinen Geburts- oder Wohnort mitgestalten will.? Nicht nur die ?große Politik?, sondern auch die Kommunalpolitik braucht Köpfe und Charaktere, von denen sich der Bürger gut vertreten fühlt. Er dankte  allen nicht nur für gute Arbeit, sondern auch für gute Zusammenarbeit, das geprägt war von einem guten Klima im Marktrat. Was nicht heißen soll, dass es nicht zu Auseinandersetzungen kam, diese gehören aber zur Demokratie und befördern nicht selten auch den Entscheidungsprozess. Peter Braun schloss mit den Worten: ?Ihr habt stets fair für eure Ziele gefochten; ihr habt eure Position mit Nachdruck vertreten, aber auch andere Auffassungen respektiert.?

 

Mit dem Ablauf endet auch die Berufung der Senioren- und Jugendbeauftragten. Hier dankte der Bürgermeister Peter Braun den beiden Seniorenbeauftragten Martina De Wille und Heinrich Weigert sowie dem Jugendbeauftragten Josef Popp. 

 

Markträte Hermann Schutzbier (SPD), 30 Jahre Mitglied des Marktgemeinderats, Fraktionsvorsitzender der SPD ? Fraktion Paul Böhm (CSU), 30 Jahre Mitglied des Marktgemeinderats, 3. Bürgermeister von 2002 ? 2008 Karl Fochtner (CSU) 18 Jahre Mitglied des Marktgemeinderats, 2. Bürgermeister von 2002 bis 2008, Mitglied des Kreistags Amberg ? Sulzbach von 2002 bis 2014 Albin Koller (Freie Wählergruppe Emhof), 18 Jahre Mitglied des Marktgemeinderats, 3. Bürgermeister von 2008 bis 2014 Martin Spies (CSU), 12 Jahre Mitglied des Marktgemeinderats

 

Mit einem Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre endete die letzte Sitzung des Marktgemeinderates. Diese hatte naturgemäß nicht nur Höhen und Positives, auch so manche Tiefen. So den Höhepunkten gehörte ohne Zweifel die Fertigstellung der Hochwasserfreilegung, die mit einem Festakt im Schlossgarten gefeiert wurde. Eines der prägendsten Jahre war sicher das Jahr 2010, in dem der Markt von Januar bis Dezember mit vielen Veranstaltungen die 1000 ? Jahr ? Feier begehen konnte. Hier zeigten sich der Bürgersinn und die Kreativität der Gemeindebürger. Immer wieder musste der Marktrat auch Entscheidungen zum Erhalt und Aufrechterhaltung der verschiedenen Liegenschaften treffen. So hat und wird auch in den kommenden Jahren der Unterhalt der Abwasserentsorgung und Wasserversorgung oder auch die Sanierung der Straßen den neuen Marktrat beschäftigen. In den vergangenen Jahren konnten viele Vereine ?runde? Vereinsjubiläen feiern, die Pfarr- und Gemeindebücherei wurde renoviert und erweitert, für die FF Schmidmühlen wurden ein neues Löschfahrzeug angeschafft, in Emhof bauen sich die Schützen ein neues Schützenheim, zugleich wird das Feuerwehrgerätehaus erweitert, eine neue Kinderkrippe wurde gebaut und in Betrieb genommen, Schule und Rathaus wurden energetisch saniert. Ein enttäuschender Einschnitt war sicher der Verlust der Hauptschule.

 

Dem neuen Gemeinderat werden Rita Geitner und Matthias Huger für die CSU, Peter Meyer für die Freien Wähler Schmidmühlen sowie Martin Bauer und Christine Werner für die Freie Wählergruppe Emhof angehören. Die konstituierende Sitzung wird am 8. Mai um 19.30 Uhr im Rathaus sein.

 

 

----------------------------------------------------------------------------